Die große Gereiztheit
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Description
Öffentliche Debatten werden immer aggressiver, Lügen verbreiten sich so leicht wie nie. Bernhard Pörksen beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Terrorwarnungen, Gerüchte, Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Er analysiert die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters, führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und der Charakter von Debatten verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss etablierter Medien schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.
Book Information
Author Description
Bernhard Pörksen, geboren 1969, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun.
Posts
Lt. Pörksen befinden wir uns aktuell im Übergang von der alten Medienordnung (klassischer Journalismus als vierte Gewalt) hin zu etwas Neuem (vernetzte Teilnehmer als fünfte Gewalt). Nach detaillierter Analyse des aktuellen Zustandes (systematisch strukturiert in 5 Kapiteln anhand von Fallstudien) skizziert Pörksen seine Utopie der "redaktionellen Gesellschaft". Hierbei beschreibt er die Prinzipien eines qualitativ hochwertigen Journalismus' und erhebt diese insgeamt zum Bildungsauftrag für eine medienmündige Gesellschaft. Hierbei macht er auch konkrete Vorschläge an die Politik, wie z.B. die Schaffung eines eigenen Schulfaches "als Labor der redaktionellen Gesellschaft" sowie die Festlegung verbindlicher Transparenz-Standards für soziale Netzwerke. Mag sein, dass der Buchtitel ein wenig abschreckend wirkt, aber ich fand die Lektüre bereichernd, weil einem hier von einem Medienwissenschaftler gut nachvollziehbar die Risiken, aber auch die Möglichkeiten, die die neuen Medien theoretisch der Gesellschaft bieten könnten, vor Augen geführt werden.
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Öffentliche Debatten werden immer aggressiver, Lügen verbreiten sich so leicht wie nie. Bernhard Pörksen beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Terrorwarnungen, Gerüchte, Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Er analysiert die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters, führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und der Charakter von Debatten verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss etablierter Medien schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.
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Bernhard Pörksen, geboren 1969, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun.
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Lt. Pörksen befinden wir uns aktuell im Übergang von der alten Medienordnung (klassischer Journalismus als vierte Gewalt) hin zu etwas Neuem (vernetzte Teilnehmer als fünfte Gewalt). Nach detaillierter Analyse des aktuellen Zustandes (systematisch strukturiert in 5 Kapiteln anhand von Fallstudien) skizziert Pörksen seine Utopie der "redaktionellen Gesellschaft". Hierbei beschreibt er die Prinzipien eines qualitativ hochwertigen Journalismus' und erhebt diese insgeamt zum Bildungsauftrag für eine medienmündige Gesellschaft. Hierbei macht er auch konkrete Vorschläge an die Politik, wie z.B. die Schaffung eines eigenen Schulfaches "als Labor der redaktionellen Gesellschaft" sowie die Festlegung verbindlicher Transparenz-Standards für soziale Netzwerke. Mag sein, dass der Buchtitel ein wenig abschreckend wirkt, aber ich fand die Lektüre bereichernd, weil einem hier von einem Medienwissenschaftler gut nachvollziehbar die Risiken, aber auch die Möglichkeiten, die die neuen Medien theoretisch der Gesellschaft bieten könnten, vor Augen geführt werden.




