Gomorrha
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Description
Reise in das Reich der Camorra
Die süditalienische Camorra mischt mit im internationalen Drogenhandel, verschiebt riesige Mengen Giftmülls in Italien, macht gewaltige Geschäfte mit der Herstellung billiger wie hochwertiger Textilien, hat praktisch das Monopol auf den Handel mit Zement und Geschäftsbeziehungen, die bis nach Deutschland, Schottland oder China reichen. Auf ihr Konto gehen jedes Jahr Hunderte von Toten.
Der junge Journalist Roberto Saviano stammt selbst aus Neapel. Er hat unter Einsatz seines Lebens vor Ort recherchiert, Beweise geliefert und ein brillantes Buch geschrieben, das dem Leser den Atem nimmt. Die Macht der Camorra wie anderer Verbrecherorganisationen stützt sich auf Schweigen. Saviano hat diesem Schweigen die Macht des Wortes entgegengestellt. Damit hat er sich auch tödlicher Gefahr ausgesetzt, lebt seitdem an geheimen Orten und begibt sich nur unter dem Schutz von Bodyguards in die Öffentlichkeit.
Roberto Saviano erhielt den Geschwister-Scholl-Preis 2009 für sein Buch ›Das Gegenteil von Tod‹ - aber darüber hinaus für sein engagiertes Schreiben insgesamt.
»Mancher denkt, dass Drohungen und Einschüchterungen zum Verbergen der Worte führen. Gerade dies passiert aber oft nicht. Statt der Stille geht man den unbegehbaren Weg des täglichen Kampfes, des andauernden und leisen Nahkampfes, wie bei einem Schattenkampf, zwischen dem, was das eigene Gewissen auferlegt, und den legitimen Sorgen eines bedrohten Lebens. Für mich persönlich ist das Schreiben gleichbedeutend damit, nicht auf meine Worte zu verzichten, mich nicht zu verlieren, mich nicht geschlagen zu geben, nicht zu verzweifeln, wenn alles mich zur Verzweiflung und Einsamkeit bringt.«
Auszug aus der Dankesrede von Roberto Saviano bei der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 2009 (aus dem Italienischen von Beatrix Lux)
Book Information
Author Description
Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, wurde durch sein Buch ›Gomorrha‹ schlagartig berühmt. Nach Morddrohungen vonseiten der Camorra steht er unter Personenschutz. 2009 erhielt Saviano den Geschwister-Scholl-Preis, 2016 den M100 Media Award und 2012 den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption.
Posts
Schwer zu lesen, aber wichtig! Brutal ehrlich und lange nachwirkend.
Gomorrha ist ein extrem wichtiges Buch, aber auch ein anstrengendes. Das Lesen fällt nicht immer leicht, weil die Geschichten hart sind, dicht erzählt werden und kaum Raum zum Durchatmen lassen. Genau das zeigt aber auch, wie brutal und allgegenwärtig die Camorra wirklich ist. Roberto Saviano schreibt kompromisslos und ohne Beschönigung. Man merkt, dass hier jemand berichtet, der ganz nah dran war und genau weiß, wovon er spricht. Viele Passagen haben mich erschüttert, manche auch überfordert, nicht wegen des Stils, sondern wegen der Realität, die dahintersteht. Es ist kein Buch, das man „mal eben so“ liest. Aber eines, das hängen bleibt, den Blick verändert und deutlich macht, wie tief organisierte Kriminalität in unseren Alltag hineinwirkt.
Wenn ich die Intensität der Worte bewerten müsste, mit denen Roberto Saviano die komplexe Welt der Camorra beschreibt: 5 von 5 Sternen. Bevor man sich entscheidet, dieses Buch zu lesen, sollte man sich jedoch bewusst machen, dass es keine „Geschichte“ im klassischen Sinne ist, sondern eine Beschreibung realer Verhältnisse. Gerade für diejenigen, die mit der Geografie Italiens und der italienischen Sprache nicht vertraut sind, kann das Buch an einigen Stellen etwas verwirrend sein. Bei einem so vielschichtigen Thema und so weitreichenden Strukturen wie denen der Camorra scheint mir diese Verwirrung allerdings unvermeidlich – vielleicht ist sie sogar ein Teil des Ganzen. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: „Ich kenne die Verfassung meiner Zeit: Sie ist der unternehmerische Reichtum.“
Nichts für zwischendurch
Ich habe für dieses Buch lange gebraucht, da es nicht einfach zu lesen ist und ich immer mal wieder längere Pausen gemacht habe. Es ist sehr interessant und auch sehr erschreckend wie die Camorra agiert. Die vielen Namen und Orte sind schwer zu merken aber das muss man auch nicht.
Dass dieses Buch eine präzise Darstellung und eine gelungene Mischung aus Faktentreue und literarischer Brillianz ist, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt, kann ich nur bestätigen. Man erfährt viel über das System der Camorra, über deren Machenschaften im Drogenhandel, über den Handel mit Zement, Kleidung und Müll, aber auch sehr viel über die Morde wenn einer sich gegen diese Mafiaorganisation stellt, von der er/sie zunächst profitiert hat. .. Der Autor beschreibt seine Gedanken und Gefühle hervorragend: " ich zerbrach mir den Kopf, ob es möglich war , die Mechanismen zu verstehen, sie zu entlarven und zu durchschauen, ohne von ihnen zerrissen zu werden. Vielleicht musste man sich entscheiden: entweder zu wissen und damit kompromitiert zu sein oder nicht zu wissen und unbeschwert zu leben...." Ich kam aus dem Staunen und aus der Empörung nicht mehr heraus und habe mir auch selbst diese Frage mehrmals gestellt, was besser ist. Wie auch bei Falcone fallen sehr viele Namen. Ich hatte nicht den Anspruch mir diese zu merken, eher das System zu verstehen. Eine absolute Leseempfehlung
Detaillierter kann man kaum sein
Roberto Saviano finde ich äußerst beeindruckend. Mit diesem Werk hat er so ziemlich sein ganzes Leben geopfert. Behält man dieses Wissen im Hinterkopf ist das ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Mann. Solche Einblicke in die Struktur der italienischen Mafia sind unglaublich interessant aber auch erschreckend. Es ist natürlich viel zu viel Input um sich auch nur annähernd die ganzen Fakten oder Namen die in den Buch behandelt werden zu merken, das steht außer Frage. Ich erinnere mich, dass der Lesefluss gar nicht so super war, wie es mir bei vielen von Savianos Büchern geht. Ich brauche in der Regel immer einige Kapitel um mich dran zu gewöhnen, nichts desto trotz mag ich es sehr gerne wie Saviano schreibt. Der Mix aus sachlicher Schilderung und Erzählung wie unter Freunden sagt mir sehr zu. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das Buch durch hatte und am Ende dachte ich mir einfach nur "wow". Sehr beeindruckend.
Wow...ist erstmal alles, was ich so kurz nach dem Zu-Ende-Lesen denken konnte. Das Buch ist wirklich schockierend. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Camorra so weitreichend agiert. Noch dazu, da ich Mafia immer mit Sizilien und dem "Paten" in Verbindung gebracht habe. In Hollywood wirkt die Mafia immer irgendwie melancholisch-romantisch, Roberto Savianos Berichte sind das komplette Gegenteil: sachliche und doch mitreißende Zeugnisse der Brutalität, der Verwobenheit und der immensen wirtschaftlichen, militärischen und politischen Macht der Camorra (selbst wenn einige Camorristen gerne die Hollywoodklischees ausfüllen mochten). Am schockierendsten war es zu lesen, dass sie sogar in meiner Studienstadt, aktiv war/ist! Alles in allem ein sehr packendes, ungeschöntes und interessantes Buch, das ich aber auch an einigen Stellen durch die Vielzahl an Namen und Orten verwirrend fand. Man konnte sich aber relativ schnell wieder hineinfitzen.
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Reise in das Reich der Camorra
Die süditalienische Camorra mischt mit im internationalen Drogenhandel, verschiebt riesige Mengen Giftmülls in Italien, macht gewaltige Geschäfte mit der Herstellung billiger wie hochwertiger Textilien, hat praktisch das Monopol auf den Handel mit Zement und Geschäftsbeziehungen, die bis nach Deutschland, Schottland oder China reichen. Auf ihr Konto gehen jedes Jahr Hunderte von Toten.
Der junge Journalist Roberto Saviano stammt selbst aus Neapel. Er hat unter Einsatz seines Lebens vor Ort recherchiert, Beweise geliefert und ein brillantes Buch geschrieben, das dem Leser den Atem nimmt. Die Macht der Camorra wie anderer Verbrecherorganisationen stützt sich auf Schweigen. Saviano hat diesem Schweigen die Macht des Wortes entgegengestellt. Damit hat er sich auch tödlicher Gefahr ausgesetzt, lebt seitdem an geheimen Orten und begibt sich nur unter dem Schutz von Bodyguards in die Öffentlichkeit.
Roberto Saviano erhielt den Geschwister-Scholl-Preis 2009 für sein Buch ›Das Gegenteil von Tod‹ - aber darüber hinaus für sein engagiertes Schreiben insgesamt.
»Mancher denkt, dass Drohungen und Einschüchterungen zum Verbergen der Worte führen. Gerade dies passiert aber oft nicht. Statt der Stille geht man den unbegehbaren Weg des täglichen Kampfes, des andauernden und leisen Nahkampfes, wie bei einem Schattenkampf, zwischen dem, was das eigene Gewissen auferlegt, und den legitimen Sorgen eines bedrohten Lebens. Für mich persönlich ist das Schreiben gleichbedeutend damit, nicht auf meine Worte zu verzichten, mich nicht zu verlieren, mich nicht geschlagen zu geben, nicht zu verzweifeln, wenn alles mich zur Verzweiflung und Einsamkeit bringt.«
Auszug aus der Dankesrede von Roberto Saviano bei der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 2009 (aus dem Italienischen von Beatrix Lux)
Book Information
Author Description
Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, wurde durch sein Buch ›Gomorrha‹ schlagartig berühmt. Nach Morddrohungen vonseiten der Camorra steht er unter Personenschutz. 2009 erhielt Saviano den Geschwister-Scholl-Preis, 2016 den M100 Media Award und 2012 den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption.
Posts
Schwer zu lesen, aber wichtig! Brutal ehrlich und lange nachwirkend.
Gomorrha ist ein extrem wichtiges Buch, aber auch ein anstrengendes. Das Lesen fällt nicht immer leicht, weil die Geschichten hart sind, dicht erzählt werden und kaum Raum zum Durchatmen lassen. Genau das zeigt aber auch, wie brutal und allgegenwärtig die Camorra wirklich ist. Roberto Saviano schreibt kompromisslos und ohne Beschönigung. Man merkt, dass hier jemand berichtet, der ganz nah dran war und genau weiß, wovon er spricht. Viele Passagen haben mich erschüttert, manche auch überfordert, nicht wegen des Stils, sondern wegen der Realität, die dahintersteht. Es ist kein Buch, das man „mal eben so“ liest. Aber eines, das hängen bleibt, den Blick verändert und deutlich macht, wie tief organisierte Kriminalität in unseren Alltag hineinwirkt.
Wenn ich die Intensität der Worte bewerten müsste, mit denen Roberto Saviano die komplexe Welt der Camorra beschreibt: 5 von 5 Sternen. Bevor man sich entscheidet, dieses Buch zu lesen, sollte man sich jedoch bewusst machen, dass es keine „Geschichte“ im klassischen Sinne ist, sondern eine Beschreibung realer Verhältnisse. Gerade für diejenigen, die mit der Geografie Italiens und der italienischen Sprache nicht vertraut sind, kann das Buch an einigen Stellen etwas verwirrend sein. Bei einem so vielschichtigen Thema und so weitreichenden Strukturen wie denen der Camorra scheint mir diese Verwirrung allerdings unvermeidlich – vielleicht ist sie sogar ein Teil des Ganzen. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: „Ich kenne die Verfassung meiner Zeit: Sie ist der unternehmerische Reichtum.“
Nichts für zwischendurch
Ich habe für dieses Buch lange gebraucht, da es nicht einfach zu lesen ist und ich immer mal wieder längere Pausen gemacht habe. Es ist sehr interessant und auch sehr erschreckend wie die Camorra agiert. Die vielen Namen und Orte sind schwer zu merken aber das muss man auch nicht.
Dass dieses Buch eine präzise Darstellung und eine gelungene Mischung aus Faktentreue und literarischer Brillianz ist, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt, kann ich nur bestätigen. Man erfährt viel über das System der Camorra, über deren Machenschaften im Drogenhandel, über den Handel mit Zement, Kleidung und Müll, aber auch sehr viel über die Morde wenn einer sich gegen diese Mafiaorganisation stellt, von der er/sie zunächst profitiert hat. .. Der Autor beschreibt seine Gedanken und Gefühle hervorragend: " ich zerbrach mir den Kopf, ob es möglich war , die Mechanismen zu verstehen, sie zu entlarven und zu durchschauen, ohne von ihnen zerrissen zu werden. Vielleicht musste man sich entscheiden: entweder zu wissen und damit kompromitiert zu sein oder nicht zu wissen und unbeschwert zu leben...." Ich kam aus dem Staunen und aus der Empörung nicht mehr heraus und habe mir auch selbst diese Frage mehrmals gestellt, was besser ist. Wie auch bei Falcone fallen sehr viele Namen. Ich hatte nicht den Anspruch mir diese zu merken, eher das System zu verstehen. Eine absolute Leseempfehlung
Detaillierter kann man kaum sein
Roberto Saviano finde ich äußerst beeindruckend. Mit diesem Werk hat er so ziemlich sein ganzes Leben geopfert. Behält man dieses Wissen im Hinterkopf ist das ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Mann. Solche Einblicke in die Struktur der italienischen Mafia sind unglaublich interessant aber auch erschreckend. Es ist natürlich viel zu viel Input um sich auch nur annähernd die ganzen Fakten oder Namen die in den Buch behandelt werden zu merken, das steht außer Frage. Ich erinnere mich, dass der Lesefluss gar nicht so super war, wie es mir bei vielen von Savianos Büchern geht. Ich brauche in der Regel immer einige Kapitel um mich dran zu gewöhnen, nichts desto trotz mag ich es sehr gerne wie Saviano schreibt. Der Mix aus sachlicher Schilderung und Erzählung wie unter Freunden sagt mir sehr zu. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das Buch durch hatte und am Ende dachte ich mir einfach nur "wow". Sehr beeindruckend.
Wow...ist erstmal alles, was ich so kurz nach dem Zu-Ende-Lesen denken konnte. Das Buch ist wirklich schockierend. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Camorra so weitreichend agiert. Noch dazu, da ich Mafia immer mit Sizilien und dem "Paten" in Verbindung gebracht habe. In Hollywood wirkt die Mafia immer irgendwie melancholisch-romantisch, Roberto Savianos Berichte sind das komplette Gegenteil: sachliche und doch mitreißende Zeugnisse der Brutalität, der Verwobenheit und der immensen wirtschaftlichen, militärischen und politischen Macht der Camorra (selbst wenn einige Camorristen gerne die Hollywoodklischees ausfüllen mochten). Am schockierendsten war es zu lesen, dass sie sogar in meiner Studienstadt, aktiv war/ist! Alles in allem ein sehr packendes, ungeschöntes und interessantes Buch, das ich aber auch an einigen Stellen durch die Vielzahl an Namen und Orten verwirrend fand. Man konnte sich aber relativ schnell wieder hineinfitzen.














