Gretas Erbe
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Description
Von der Pfalz bis New York, von den 1970ern bis heute
Ein lauer Wind in der Sommerhitze, das unerwartete Lächeln eines Mannes und ein gestohlener Kuss verändern Marias Leben für immer. 17 Jahre später lebt ihre Tochter Greta als Halbwaise bei der Winzerfamilie Hellert. Die meiste Zeit ist es für das zierliche Mädchen in Ordnung, das fünfte Rad am Wagen zu sein, ihre junge Mutter nur von einem Foto und ihren Vater gar nicht zu kennen. Sie arbeitet gern in den Weinbergen und verbringt viel Zeit mit Robert, dem rebellischen Sohn der Hellerts. Je näher sich die beiden kommen und je älter Greta wird, desto klarer spürt sie, dass sie ihren Träumen folgen muss: Sie will lernen, selbstbestimmt leben, Anteil an der neuen Freiheit der Frauen haben. Bis ein überraschendes Erbe alles verändert.
Book Information
Author Description
Nora Engel ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar.Danela Pietrek studierte Französisch und Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik. Sie arbeitete beim Film, war Producerin, schreibt Drehbücher und hat mehrere Romane veröffentlicht. Sie lebt in Hamburg und hat zwei Töchter.Tania Krätschmar ist gelernte Buchhändlerin, hat in Berlin und den USA Germanistik studiert und in Manhattan als Bookscout gearbeitet. Seit 2009 schreibt sie erfolgreich Frauenromane, einer davon wurde bereits verfilmt. Die Autorin hat einen Sohn und lebt in Berlin.
Posts
Grundsätzlich hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es gab viel Einblick in den Weinbau, fand ich spannend. Leider war die Handlung an vielen Stellen vorhersehbar und manchmal für meinen Geschmack etwas zu kitschig. Trotzdem möchte ich unbedingt wissen, wie es mit Greta weitergeht und werde den 2. Teil auf jeden Fall lesen.
Ein gelungener Auftakt
Wir begleiten das Leben von Greta, sie wird als "Kukukskind" bei der Familie Hellert groß. Diese Begebenheiten lässt die Familie sie merken und kommt immer wieder darauf zurück. Doch Greta wächst zur starken Frau heran. Sie liebt die Literatur und den Wein (und ihre erste große Liebe). Der Schreibstil läd zum Verweilen ein und lässt sich so angenehm lesen. Ich mochte die Atmosphäre sehr, auch wenn man Greta manchmal einen anderen Ausgang wünscht. Doch ich bin nach dem Ende einfach nur gespannt wie es weitergeht.
Gretas Erbe Die Winzerin Nora Engel Greta wächst auf dem Pfälzer Weingut als Ziehkind der Winzer-Familie Heller auf. Ihre Mutter Marie war einst aus dem Osten in die Pfalz geflüchtet. Sie arbeitete gerade zwei Jahre auf dem Gut, als sie mit 17 Jahren schwanger wurde und bei der Geburt starb. Wer der Vater der kleinen Greta war, erzählte sie niemanden. Von Kindheit an ist Greta bewusst, dass sie nicht zur Familie gehört. Immer wieder steht sie außen vor, obwohl sie hilfsbereit und fleissig ist und Dinge verrichtet, bei der sich die leiblichen Kinder der Familie gerne drücken. Nur der zweitälteste Sohn Robert, der sich selber verwirklichen möchte und immer wieder Konflikte mit seinem Vater hat, sowie der jüngste Spross Matse, sind ihr mehr als wohlgesonnen. Greta ist intelligent und begabt, doch sie darf nicht aufs Gymnasium wechseln. Dem Familienoberhaupt Harald sind Bücher, Bildung und Fortschritt ein Dorn im Auge. Eindrucksvoll, im leichten Schreibstil beschreiben die zwei Autorinnen Nora Engel das Leben der Greta. Bildlich, voller Empathie und sehr gut recherchiert bauen sie die Geschichte auf, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte ist voller Dramatik, Geheimnisse und Intrigen. Am liebsten würde ich direkt den zweiten Teil, der leider erst im Herbst dieses Jahres erscheint, sofort lesen. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich hier anmerken, dass ich froh bin, die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vorher nicht gelesen zu haben. Hier wird meiner Meinung nach zu viel vorweggenommen. Eine wunderbare Geschichte, die in den 70er Jahren spielt. Grosse Leseempfehlung von mir nicht nur für Weinliebhaber. 5 Sterne
Greta ist eine Waise und wird von einer Winzerfamilie aufgenommen. Gretas Traum ist es Lehrerin zu werden. Die Weinernte soll aber auch unterstützt werden und somit tritt Gretas Traum in weite Ferne. Trotz großer Liebe zu ihrem „Ziehbruder“ Robert, kämpft Greta zudem auch noch für mehr Anerkennung in der Winzerfamilie. Sehr angenehme Literatur, die auch zum nachdenken anregt. Habe es sehr gern gelesen ♥️
Gretas Erbe Die Winzerin Nora Engel Greta wächst auf dem Pfälzer Weingut als Ziehkind der Winzer-Familie Heller auf. Ihre Mutter Marie war einst aus dem Osten in die Pfalz geflüchtet. Sie arbeitete gerade zwei Jahre auf dem Gut, als sie mit 17 Jahren schwanger wurde und bei der Geburt starb. Wer der Vater der kleinen Greta war, erzählte sie niemanden. Von Kindheit an ist Greta bewusst, dass sie nicht zur Familie gehört. Immer wieder steht sie außen vor, obwohl sie hilfsbereit und fleissig ist und Dinge verrichtet, bei der sich die leiblichen Kinder der Familie gerne drücken. Nur der zweitälteste Sohn Robert, der sich selber verwirklichen möchte und immer wieder Konflikte mit seinem Vater hat, sowie der jüngste Spross Matse, sind ihr mehr als wohlgesonnen. Greta ist intelligent und begabt, doch sie darf nicht aufs Gymnasium wechseln. Dem Familienoberhaupt Harald sind Bücher, Bildung und Fortschritt ein Dorn im Auge. Eindrucksvoll, im leichten Schreibstil beschreiben die zwei Autorinnen Nora Engel das Leben der Greta. Bildlich, voller Empathie und sehr gut recherchiert bauen sie die Geschichte auf, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte ist voller Dramatik, Geheimnisse und Intrigen. Am liebsten würde ich direkt den zweiten Teil, der leider erst im Herbst dieses Jahres erscheint, sofort lesen. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich hier anmerken, dass ich froh bin, die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vorher nicht gelesen zu haben. Hier wird meiner Meinung nach zu viel vorweggenommen. Eine wunderbare Geschichte, die in den 70er Jahren spielt. Grosse Leseempfehlung von mir nicht nur für Weinliebhaber. 5 Sterne

Als die Haushaltshilfe Marie unverheiratet schwanger wird und bei der Geburt stirbt, nimmt die Winzerfamilie, bei der sie angestellt ist, den Säugling Greta bei sich auf. Eine Geste, die zunächst nach großer Nächstenliebe klingt. Tatsächlich wird Greta jedoch nie wie ein eigenes Kind behandelt, sondern wie eine kostenlose Arbeitskraft. Lediglich die beiden Söhne Matse und Robert geben ihr Zuneigung. Trotz der schweren Bedingungen wächst Greta zu einer ehrgeizigen jungen Frau heran, die ihren Mitmenschen offen und voller Mitgefühl begegnet. Sie ist auffallend intelligent, wodurch sie bei der Familie Hellert zusätzlich zum Außenseiter wird. Der Schreibstil von Nora Engel lässt sich sehr angenehm und leicht lesen. Greta ist eine Person, die man schnell ins Herz schließt. Ich habe bewundert, mit welchem Eifer sie Wissen aufsaugt und trotz der körperlich schweren Arbeit sogar Klassenbeste wird. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich die Handlung ein wenig in Richtung Groschenroman. Die Liebesschwüre, die Greta mit ihrem Robert austauscht, waren mir schon fast ein wenig zu schwülstig. Teilweise kamen auch ein wenig Cinderella Vibes beim Lesen auf, denn die Hellerts lassen keine Gelegenheit aus Greta zu schikanieren, fast so wie die böse Stiefmutter und die Stiefschwestern in dem Märchen. Sie wird als optisch sehr ansprechende Person beschrieben und so ziemlich jeder Mann, dessen Weg sie kreuzt, macht sich an sie heran, überwiegend auf sehr unangenehme Art. Ein wenig lag es wahrscheinlich auch an der Zeit (die Geschichte spielt in den 70er Jahren) aber ich habe mich gewundert, mit welcher Feindschaft und Eifersucht die anderen Frauen Greta begegnet sind, selbst wenn sie Zeuginnen von übergriffigem Verhalten wurden. Musik ist ein wiederkehrendes Thema in diesem Roman und durch die Erwähnung der damaligen Hits werden die 70er wieder lebendig. Allgemein gibt das Autorenduo einen guten Einblick in den damaligen Zeitgeist. Die Hellerts und viele andere sind noch immer sehr konservativ. Heiraten spielt eine wichtige Rolle und eine Karriere ist nur etwas für Männer. Auch Abtreibung, Hippies und Drogenkonsum werden in diesem Buch thematisiert. Grundsätzlich bin ich beim Thema Spoiler nicht sonderlich empfindlich. Hier finde ich allerdings, dass der Titel zu viel verrät und auch eigentlich nicht passend ist, da das Erbe erst auf den letzten Seiten eine Rolle spielt, man sich aufgrund des Covers aber quasi von Anfang an vorstellen konnte, wo die Reise hingeht. Auch wer etwas vererben wird, war für mich vorhersehbar. Insgesamt schwanke ich bei meiner Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen. Ich fand die Handlung teilweise überspitzt dramatisch und bei den Charakteren gab es nur gut oder böse, kein dazwischen. Gleichzeitig hat mich „Gretas Erbe“ wirklich sehr gut unterhalten und ich wollte es nicht aus der Hand legen. Man kann sich beim Lesen richtig gut vom Alltag erholen. Schön, dass der zweite Band schon bald erscheint, denn der Klappentext klingt nach einer Menge neuen Problemen!
Nora Engel – Gretas Erbe Die Winzerin Maria Piontek stirbt mit 17 bei Gretas Geburt. Maria war das „Mädsche“ für alles bei den Hellerts. Nachdem sie starb, hat sich die Familie bereit erklärt die kleine Greta mit ihren eigenen Kindern aufzuziehen, da es keinen Vater oder sonstige Verwandte gibt. Doch Greta ist nichts anderes als ihre Mutter war: das „Haus- und Hofmädsche“ Schon sehr früh muss sie im Haushalt und in den Weinbergen mithelfen, während die Tochter des Hauses, Renate, es immer wieder schafft sich vor Aufgaben zu drücken. Wir begleiten Greta in ihrer Jugend in den frühen 70er Jahren. Sie träumt davon Lehrerin zu werden, als Klassenbeste und sehr kluges Mädchen dürfte ihr das nicht schwer fallen, doch dafür müsste sie aufs Gymnasium wechseln. Immer wieder muss sie erfahren das sie nicht wirklich zur Familie gehört. Robert, einer der Söhne der Hellerts, ist der einzige mit dem sie gerne ihre Zeit verbringt, mit ihm versteht sie sich, kann mit ihm reden und lachen. Natürlich wird irgendwann daraus Liebe, aber hat das eine Zukunft? So erleben wir über 5 Jahre Freud und Leid der Greta Piontek. Für mich, als Kirchheimer Bürgerin, war das ein wunderschönes Buch. Immer wieder ertappte ich mich dabei, gedanklich abzuschweifen und mich zu fragen: Wo ist denn das Buchenwäldchen mit seinem See. Ich suchte gedanklich die Orte, welche die Autoren Nora Engel beschrieben. Leider habe ich keinen der Orte erkannt oder erahnt und sagte mir dann immer: Vielleicht sah es in den 70er ganz anders aus. Was ich mir aber nicht wirklich vorstellen kann. Schade, dass da nicht mehr drauf geachtet wurde. Obwohl ich in diesem wunderschönen Weindorf leben, habe ich keine Ahnung von Wein. Daher fand ich das Buch umso schöner, denn jetzt gehe ich mit anderen Augen auf meiner täglichen Runde durch die Weinberge. Tatsächlich konnte man schon ab dem Weinfest in Grünstadt erahnen, was es mit dem Titel auf sich hat. Aber nichts destotrotz hat mir die Geschichte um Greta sehr gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Und da es eine Trilogie ist, wird es weitergehen. Ich mag auch den Schreibstil, ich habe mich sofort reingelesen und wohlgefühlt. Sehr gut gefallen hat mir, das es am Ende des Buches eine Literaturliste und eine Playlist gibt. Ebenso hat mir die Weinflüsterei gefallen. Man trinkt den Wein mit neuem Wissen. Danke Nora Engel , dtv Verlag und Vorablesen, das ich dieses wunderschöne Buch vorab lesen durfte
„Gretas Erbe“ ist ein großes und welcher Art bzw. wem sie dieses Erbe zu verdanken hat, daran besteht schon sehr früh im Roman kein Zweifel – dies ist leider dem Spannungsbogen nicht sonderlich zuträglich, ebenso wenig wie die sehr klar definierte Liebesgeschichte zwischen Greta und Robert, dem Sohn der Pflegefamilie, in der sie. Leider hat Robert im Verlauf der Geschichte keine echten Nebenbuhler, denn Gretas Herz ist fest an ihn vergeben – auch das ist ebenso von Beginn an klar, wie das Robert sich gleichermaßen für Greta interessiert wie sie für ihn. Die Dramatik der Story muss also anderweitig hergestellt werden und wird daher aus der der Beziehung feindlich gesinnten (Pflege-)Familie und zahlreichen Missverständnissen zwischen den Liebenden generiert. Ansonsten erinnert der Plot sehr stark an Aschenputtel. Greta ist das ungeliebte Pflegekind, dass von der Familie Hellert nach allen Regeln der Kunst als kostenlose und fügsame Arbeitskraft ausgenutzt wird. Greta wird vor allem beim Weinanbau eingesetzt und so erfährt der Leser ganz nebenbei zahlreiche interessante Details der Weinlese. Allerdings dehnt sich die Handlung auch immer wieder sehr in die Länge, viele Episoden gleichen sich und bestimmte Versatzstücke der emotionalen Befindlichkeit Gretas werden immer und immer wieder wiederholt, sodass man so manches Mal das Gefühl hat sich im Kreis zu drehen. Auch ihren Zusammentreffen mit Robert fehlt mitunter die Variation. Unbefriedigend oder aber auch überraschend ist außerdem die Tatsache, dass eigentlich im Text angelegte Elemente nicht ganz zu Ende geführt werden, wie z.B. Gretas Wunsch, das Abitur zu machen. Bei der Figurenkonzeption muss man feststellen, dass Greta etwas zu strahlend, märchenhaft schön und engelsgleich gut geraten ist. Fast nie durchzuckt ein abschätziger Gedanke ihren Geist, sie setzt sich kaum zur Wehr, kämpft gegen Eifersucht, da Eifersucht keine Zierde ist, ihr einziger Traum ist, von ihrer Pflegefamilie als eine der ihren anerkannt zu werden. Da muss ich mich allerdings schon stark fragen, warum. Denn selbst wenn man die Ungleichbehandlung und „Versklavung“ Gretas außer Acht lassen würde, bliebe immer noch die Tatsache, dass die Hellerts ein äußerst unsympathischer, engstirniger, bigotter, unsympathischer und noch dazu sehr eindimensionaler Haufen sind, denen man eigentlich schnellstmöglich den Rücken kehren sollte. Daran können weder der überaus egoistische Robert noch der sensible Matse etwas ändern. Aber auch wenn die Handlung oftmals vorhersehbar ist, die Figuren sehr einfach konzipiert sind und die zeitgeschichtlichen Einsprengsler doch recht bemüht wirken, habe ich „Gretas Erbe“ gern gelesen und auch gemocht. Es hat etwas Märchenhaftes und die Geschichte eines jungen Mädchens, das quasi alle gegen sich hat und diesen Widerstand immer wieder überwindet, bietet eine nette Alltagsflucht. Ich hadere allerdings noch ganz schwer mit den Optionen, die das Ende andeutet – das erscheint mir doch zu nah am Märchen oder Groschenroman und völlig unrealistisch – aber bis dahin war es bis auf die eine oder andere Länge gute Unterhaltung.
'Gretas Erbe' hatte ich schon längere Zeit im Bücherregal stehen und nun endlich mal zur Hand genommen. Was soll ich sagen...ich mochte es gerne lesen. Hatte ich vom Klappentext her schon vermutet das es mir gefallen würde und war auch so. Es geht in erster Linie um Greta, die als uneheliches Kind geboren wurde. Greta wächst bei der Winzer Familie Heller auf, die sie nach dem Tod ihrer Mutter bei sich aufgenommen haben. Eine liebevolle Ersatzfamilie sind die Hellers leider nicht. Greta bleibt der Außenseiter und die günstige Arbeitskraft, aber kein gleichwertiges Mitglied der Familie. Einzig der kleine Matse und sein älterer Bruder Robert haben eine innige Bindung zu Greta aufgebaut. Das gute Gespür für alles rund um die Weinreben scheinen Greta quasi in die Wiege gelegt zu sein und noch dazu saugt sie Wissen auf wie ein Schwamm. Im ersten Teil der Triologie macht Greta einiges durch und so manche Entdeckung lässt ihr Leben immer wieder die Richtung wechseln. Ich hab das Buch quasi inhaliert, für gut befunden und sofort Band 2 bestellt. Von mir gibt's ne solide Leseempfehlung.
„Du bist anders als die anderen.“ Greta ist anders als die anderen. Das junge Mädchen wächst als Ziehkind der Winzerfamilie Hellers auf. Nie richtig dazugehörend und doch In der Not aufgenommen. Ihre Mutter, schwanger nach einem Stelldichein und bei der Geburt ihrer Tochter verstorben, war einst nach dem Krieg bei Hellerts als mit ihrer Mutter nach dem Krieg als Hilfe untergekommen. Greta lebt gemeinsam mit den drei leiblichen Kindern der Familie auf dem Hof und hat als einzige Talent für den Weinanbau. Doch Greta will nicht auf dem Hof bleiben. Sie will studieren, Lehrerin werden, doch Hellerts haben ganz andere Pläne. Nora Engel, ein Autorinnenduo, hat für diesen Roman auf einem Weingut gearbeitet und genau das merkt man auch. Die Geschichten rund um den Weinbau wirken authentisch, die Arbeit hart, der Ton auch mal rau. Nichts mit wildromantischer Weinverkostung bei Kerzenschimmer und ewig verträumten Blicken über die Weiten der Rebstöcke. Greta, mitte der 1950er Jahre geboren, verkörpert eine Figur, die für ihre Träume kämpfen kann, ist sympathisch und glaubhaft gezeichnet. Inzwischen ist diese Zeit so weit in die Ferne gerückt, dass man sich kaum noch vorstellen kann, dass Mädchen in erster Linie für Mann, Kinder und Herd verheiratet wurden. Herr und Frau Hellers erinnern aber eindrücklich an diese Zeiten und füllen die Rolle der Tonangeber gut aus. Weniger begeistert hat mich an diesem Roman, dass die Richtung von Beginn an klar war. Wie der Titel schon sagt, wird Greta erben und es wird nur kurze Zeit ein Geheimnis bleiben, wer der Erblasser sein wird. Da wäre ein bisschen mehr Spannung schön gewesen, ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung im Herbst 2022.
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Von der Pfalz bis New York, von den 1970ern bis heute
Ein lauer Wind in der Sommerhitze, das unerwartete Lächeln eines Mannes und ein gestohlener Kuss verändern Marias Leben für immer. 17 Jahre später lebt ihre Tochter Greta als Halbwaise bei der Winzerfamilie Hellert. Die meiste Zeit ist es für das zierliche Mädchen in Ordnung, das fünfte Rad am Wagen zu sein, ihre junge Mutter nur von einem Foto und ihren Vater gar nicht zu kennen. Sie arbeitet gern in den Weinbergen und verbringt viel Zeit mit Robert, dem rebellischen Sohn der Hellerts. Je näher sich die beiden kommen und je älter Greta wird, desto klarer spürt sie, dass sie ihren Träumen folgen muss: Sie will lernen, selbstbestimmt leben, Anteil an der neuen Freiheit der Frauen haben. Bis ein überraschendes Erbe alles verändert.
Book Information
Author Description
Nora Engel ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar.Danela Pietrek studierte Französisch und Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik. Sie arbeitete beim Film, war Producerin, schreibt Drehbücher und hat mehrere Romane veröffentlicht. Sie lebt in Hamburg und hat zwei Töchter.Tania Krätschmar ist gelernte Buchhändlerin, hat in Berlin und den USA Germanistik studiert und in Manhattan als Bookscout gearbeitet. Seit 2009 schreibt sie erfolgreich Frauenromane, einer davon wurde bereits verfilmt. Die Autorin hat einen Sohn und lebt in Berlin.
Posts
Grundsätzlich hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es gab viel Einblick in den Weinbau, fand ich spannend. Leider war die Handlung an vielen Stellen vorhersehbar und manchmal für meinen Geschmack etwas zu kitschig. Trotzdem möchte ich unbedingt wissen, wie es mit Greta weitergeht und werde den 2. Teil auf jeden Fall lesen.
Ein gelungener Auftakt
Wir begleiten das Leben von Greta, sie wird als "Kukukskind" bei der Familie Hellert groß. Diese Begebenheiten lässt die Familie sie merken und kommt immer wieder darauf zurück. Doch Greta wächst zur starken Frau heran. Sie liebt die Literatur und den Wein (und ihre erste große Liebe). Der Schreibstil läd zum Verweilen ein und lässt sich so angenehm lesen. Ich mochte die Atmosphäre sehr, auch wenn man Greta manchmal einen anderen Ausgang wünscht. Doch ich bin nach dem Ende einfach nur gespannt wie es weitergeht.
Gretas Erbe Die Winzerin Nora Engel Greta wächst auf dem Pfälzer Weingut als Ziehkind der Winzer-Familie Heller auf. Ihre Mutter Marie war einst aus dem Osten in die Pfalz geflüchtet. Sie arbeitete gerade zwei Jahre auf dem Gut, als sie mit 17 Jahren schwanger wurde und bei der Geburt starb. Wer der Vater der kleinen Greta war, erzählte sie niemanden. Von Kindheit an ist Greta bewusst, dass sie nicht zur Familie gehört. Immer wieder steht sie außen vor, obwohl sie hilfsbereit und fleissig ist und Dinge verrichtet, bei der sich die leiblichen Kinder der Familie gerne drücken. Nur der zweitälteste Sohn Robert, der sich selber verwirklichen möchte und immer wieder Konflikte mit seinem Vater hat, sowie der jüngste Spross Matse, sind ihr mehr als wohlgesonnen. Greta ist intelligent und begabt, doch sie darf nicht aufs Gymnasium wechseln. Dem Familienoberhaupt Harald sind Bücher, Bildung und Fortschritt ein Dorn im Auge. Eindrucksvoll, im leichten Schreibstil beschreiben die zwei Autorinnen Nora Engel das Leben der Greta. Bildlich, voller Empathie und sehr gut recherchiert bauen sie die Geschichte auf, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte ist voller Dramatik, Geheimnisse und Intrigen. Am liebsten würde ich direkt den zweiten Teil, der leider erst im Herbst dieses Jahres erscheint, sofort lesen. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich hier anmerken, dass ich froh bin, die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vorher nicht gelesen zu haben. Hier wird meiner Meinung nach zu viel vorweggenommen. Eine wunderbare Geschichte, die in den 70er Jahren spielt. Grosse Leseempfehlung von mir nicht nur für Weinliebhaber. 5 Sterne
Greta ist eine Waise und wird von einer Winzerfamilie aufgenommen. Gretas Traum ist es Lehrerin zu werden. Die Weinernte soll aber auch unterstützt werden und somit tritt Gretas Traum in weite Ferne. Trotz großer Liebe zu ihrem „Ziehbruder“ Robert, kämpft Greta zudem auch noch für mehr Anerkennung in der Winzerfamilie. Sehr angenehme Literatur, die auch zum nachdenken anregt. Habe es sehr gern gelesen ♥️
Gretas Erbe Die Winzerin Nora Engel Greta wächst auf dem Pfälzer Weingut als Ziehkind der Winzer-Familie Heller auf. Ihre Mutter Marie war einst aus dem Osten in die Pfalz geflüchtet. Sie arbeitete gerade zwei Jahre auf dem Gut, als sie mit 17 Jahren schwanger wurde und bei der Geburt starb. Wer der Vater der kleinen Greta war, erzählte sie niemanden. Von Kindheit an ist Greta bewusst, dass sie nicht zur Familie gehört. Immer wieder steht sie außen vor, obwohl sie hilfsbereit und fleissig ist und Dinge verrichtet, bei der sich die leiblichen Kinder der Familie gerne drücken. Nur der zweitälteste Sohn Robert, der sich selber verwirklichen möchte und immer wieder Konflikte mit seinem Vater hat, sowie der jüngste Spross Matse, sind ihr mehr als wohlgesonnen. Greta ist intelligent und begabt, doch sie darf nicht aufs Gymnasium wechseln. Dem Familienoberhaupt Harald sind Bücher, Bildung und Fortschritt ein Dorn im Auge. Eindrucksvoll, im leichten Schreibstil beschreiben die zwei Autorinnen Nora Engel das Leben der Greta. Bildlich, voller Empathie und sehr gut recherchiert bauen sie die Geschichte auf, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte ist voller Dramatik, Geheimnisse und Intrigen. Am liebsten würde ich direkt den zweiten Teil, der leider erst im Herbst dieses Jahres erscheint, sofort lesen. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich hier anmerken, dass ich froh bin, die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vorher nicht gelesen zu haben. Hier wird meiner Meinung nach zu viel vorweggenommen. Eine wunderbare Geschichte, die in den 70er Jahren spielt. Grosse Leseempfehlung von mir nicht nur für Weinliebhaber. 5 Sterne

Als die Haushaltshilfe Marie unverheiratet schwanger wird und bei der Geburt stirbt, nimmt die Winzerfamilie, bei der sie angestellt ist, den Säugling Greta bei sich auf. Eine Geste, die zunächst nach großer Nächstenliebe klingt. Tatsächlich wird Greta jedoch nie wie ein eigenes Kind behandelt, sondern wie eine kostenlose Arbeitskraft. Lediglich die beiden Söhne Matse und Robert geben ihr Zuneigung. Trotz der schweren Bedingungen wächst Greta zu einer ehrgeizigen jungen Frau heran, die ihren Mitmenschen offen und voller Mitgefühl begegnet. Sie ist auffallend intelligent, wodurch sie bei der Familie Hellert zusätzlich zum Außenseiter wird. Der Schreibstil von Nora Engel lässt sich sehr angenehm und leicht lesen. Greta ist eine Person, die man schnell ins Herz schließt. Ich habe bewundert, mit welchem Eifer sie Wissen aufsaugt und trotz der körperlich schweren Arbeit sogar Klassenbeste wird. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich die Handlung ein wenig in Richtung Groschenroman. Die Liebesschwüre, die Greta mit ihrem Robert austauscht, waren mir schon fast ein wenig zu schwülstig. Teilweise kamen auch ein wenig Cinderella Vibes beim Lesen auf, denn die Hellerts lassen keine Gelegenheit aus Greta zu schikanieren, fast so wie die böse Stiefmutter und die Stiefschwestern in dem Märchen. Sie wird als optisch sehr ansprechende Person beschrieben und so ziemlich jeder Mann, dessen Weg sie kreuzt, macht sich an sie heran, überwiegend auf sehr unangenehme Art. Ein wenig lag es wahrscheinlich auch an der Zeit (die Geschichte spielt in den 70er Jahren) aber ich habe mich gewundert, mit welcher Feindschaft und Eifersucht die anderen Frauen Greta begegnet sind, selbst wenn sie Zeuginnen von übergriffigem Verhalten wurden. Musik ist ein wiederkehrendes Thema in diesem Roman und durch die Erwähnung der damaligen Hits werden die 70er wieder lebendig. Allgemein gibt das Autorenduo einen guten Einblick in den damaligen Zeitgeist. Die Hellerts und viele andere sind noch immer sehr konservativ. Heiraten spielt eine wichtige Rolle und eine Karriere ist nur etwas für Männer. Auch Abtreibung, Hippies und Drogenkonsum werden in diesem Buch thematisiert. Grundsätzlich bin ich beim Thema Spoiler nicht sonderlich empfindlich. Hier finde ich allerdings, dass der Titel zu viel verrät und auch eigentlich nicht passend ist, da das Erbe erst auf den letzten Seiten eine Rolle spielt, man sich aufgrund des Covers aber quasi von Anfang an vorstellen konnte, wo die Reise hingeht. Auch wer etwas vererben wird, war für mich vorhersehbar. Insgesamt schwanke ich bei meiner Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen. Ich fand die Handlung teilweise überspitzt dramatisch und bei den Charakteren gab es nur gut oder böse, kein dazwischen. Gleichzeitig hat mich „Gretas Erbe“ wirklich sehr gut unterhalten und ich wollte es nicht aus der Hand legen. Man kann sich beim Lesen richtig gut vom Alltag erholen. Schön, dass der zweite Band schon bald erscheint, denn der Klappentext klingt nach einer Menge neuen Problemen!
Nora Engel – Gretas Erbe Die Winzerin Maria Piontek stirbt mit 17 bei Gretas Geburt. Maria war das „Mädsche“ für alles bei den Hellerts. Nachdem sie starb, hat sich die Familie bereit erklärt die kleine Greta mit ihren eigenen Kindern aufzuziehen, da es keinen Vater oder sonstige Verwandte gibt. Doch Greta ist nichts anderes als ihre Mutter war: das „Haus- und Hofmädsche“ Schon sehr früh muss sie im Haushalt und in den Weinbergen mithelfen, während die Tochter des Hauses, Renate, es immer wieder schafft sich vor Aufgaben zu drücken. Wir begleiten Greta in ihrer Jugend in den frühen 70er Jahren. Sie träumt davon Lehrerin zu werden, als Klassenbeste und sehr kluges Mädchen dürfte ihr das nicht schwer fallen, doch dafür müsste sie aufs Gymnasium wechseln. Immer wieder muss sie erfahren das sie nicht wirklich zur Familie gehört. Robert, einer der Söhne der Hellerts, ist der einzige mit dem sie gerne ihre Zeit verbringt, mit ihm versteht sie sich, kann mit ihm reden und lachen. Natürlich wird irgendwann daraus Liebe, aber hat das eine Zukunft? So erleben wir über 5 Jahre Freud und Leid der Greta Piontek. Für mich, als Kirchheimer Bürgerin, war das ein wunderschönes Buch. Immer wieder ertappte ich mich dabei, gedanklich abzuschweifen und mich zu fragen: Wo ist denn das Buchenwäldchen mit seinem See. Ich suchte gedanklich die Orte, welche die Autoren Nora Engel beschrieben. Leider habe ich keinen der Orte erkannt oder erahnt und sagte mir dann immer: Vielleicht sah es in den 70er ganz anders aus. Was ich mir aber nicht wirklich vorstellen kann. Schade, dass da nicht mehr drauf geachtet wurde. Obwohl ich in diesem wunderschönen Weindorf leben, habe ich keine Ahnung von Wein. Daher fand ich das Buch umso schöner, denn jetzt gehe ich mit anderen Augen auf meiner täglichen Runde durch die Weinberge. Tatsächlich konnte man schon ab dem Weinfest in Grünstadt erahnen, was es mit dem Titel auf sich hat. Aber nichts destotrotz hat mir die Geschichte um Greta sehr gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Und da es eine Trilogie ist, wird es weitergehen. Ich mag auch den Schreibstil, ich habe mich sofort reingelesen und wohlgefühlt. Sehr gut gefallen hat mir, das es am Ende des Buches eine Literaturliste und eine Playlist gibt. Ebenso hat mir die Weinflüsterei gefallen. Man trinkt den Wein mit neuem Wissen. Danke Nora Engel , dtv Verlag und Vorablesen, das ich dieses wunderschöne Buch vorab lesen durfte
„Gretas Erbe“ ist ein großes und welcher Art bzw. wem sie dieses Erbe zu verdanken hat, daran besteht schon sehr früh im Roman kein Zweifel – dies ist leider dem Spannungsbogen nicht sonderlich zuträglich, ebenso wenig wie die sehr klar definierte Liebesgeschichte zwischen Greta und Robert, dem Sohn der Pflegefamilie, in der sie. Leider hat Robert im Verlauf der Geschichte keine echten Nebenbuhler, denn Gretas Herz ist fest an ihn vergeben – auch das ist ebenso von Beginn an klar, wie das Robert sich gleichermaßen für Greta interessiert wie sie für ihn. Die Dramatik der Story muss also anderweitig hergestellt werden und wird daher aus der der Beziehung feindlich gesinnten (Pflege-)Familie und zahlreichen Missverständnissen zwischen den Liebenden generiert. Ansonsten erinnert der Plot sehr stark an Aschenputtel. Greta ist das ungeliebte Pflegekind, dass von der Familie Hellert nach allen Regeln der Kunst als kostenlose und fügsame Arbeitskraft ausgenutzt wird. Greta wird vor allem beim Weinanbau eingesetzt und so erfährt der Leser ganz nebenbei zahlreiche interessante Details der Weinlese. Allerdings dehnt sich die Handlung auch immer wieder sehr in die Länge, viele Episoden gleichen sich und bestimmte Versatzstücke der emotionalen Befindlichkeit Gretas werden immer und immer wieder wiederholt, sodass man so manches Mal das Gefühl hat sich im Kreis zu drehen. Auch ihren Zusammentreffen mit Robert fehlt mitunter die Variation. Unbefriedigend oder aber auch überraschend ist außerdem die Tatsache, dass eigentlich im Text angelegte Elemente nicht ganz zu Ende geführt werden, wie z.B. Gretas Wunsch, das Abitur zu machen. Bei der Figurenkonzeption muss man feststellen, dass Greta etwas zu strahlend, märchenhaft schön und engelsgleich gut geraten ist. Fast nie durchzuckt ein abschätziger Gedanke ihren Geist, sie setzt sich kaum zur Wehr, kämpft gegen Eifersucht, da Eifersucht keine Zierde ist, ihr einziger Traum ist, von ihrer Pflegefamilie als eine der ihren anerkannt zu werden. Da muss ich mich allerdings schon stark fragen, warum. Denn selbst wenn man die Ungleichbehandlung und „Versklavung“ Gretas außer Acht lassen würde, bliebe immer noch die Tatsache, dass die Hellerts ein äußerst unsympathischer, engstirniger, bigotter, unsympathischer und noch dazu sehr eindimensionaler Haufen sind, denen man eigentlich schnellstmöglich den Rücken kehren sollte. Daran können weder der überaus egoistische Robert noch der sensible Matse etwas ändern. Aber auch wenn die Handlung oftmals vorhersehbar ist, die Figuren sehr einfach konzipiert sind und die zeitgeschichtlichen Einsprengsler doch recht bemüht wirken, habe ich „Gretas Erbe“ gern gelesen und auch gemocht. Es hat etwas Märchenhaftes und die Geschichte eines jungen Mädchens, das quasi alle gegen sich hat und diesen Widerstand immer wieder überwindet, bietet eine nette Alltagsflucht. Ich hadere allerdings noch ganz schwer mit den Optionen, die das Ende andeutet – das erscheint mir doch zu nah am Märchen oder Groschenroman und völlig unrealistisch – aber bis dahin war es bis auf die eine oder andere Länge gute Unterhaltung.
'Gretas Erbe' hatte ich schon längere Zeit im Bücherregal stehen und nun endlich mal zur Hand genommen. Was soll ich sagen...ich mochte es gerne lesen. Hatte ich vom Klappentext her schon vermutet das es mir gefallen würde und war auch so. Es geht in erster Linie um Greta, die als uneheliches Kind geboren wurde. Greta wächst bei der Winzer Familie Heller auf, die sie nach dem Tod ihrer Mutter bei sich aufgenommen haben. Eine liebevolle Ersatzfamilie sind die Hellers leider nicht. Greta bleibt der Außenseiter und die günstige Arbeitskraft, aber kein gleichwertiges Mitglied der Familie. Einzig der kleine Matse und sein älterer Bruder Robert haben eine innige Bindung zu Greta aufgebaut. Das gute Gespür für alles rund um die Weinreben scheinen Greta quasi in die Wiege gelegt zu sein und noch dazu saugt sie Wissen auf wie ein Schwamm. Im ersten Teil der Triologie macht Greta einiges durch und so manche Entdeckung lässt ihr Leben immer wieder die Richtung wechseln. Ich hab das Buch quasi inhaliert, für gut befunden und sofort Band 2 bestellt. Von mir gibt's ne solide Leseempfehlung.
„Du bist anders als die anderen.“ Greta ist anders als die anderen. Das junge Mädchen wächst als Ziehkind der Winzerfamilie Hellers auf. Nie richtig dazugehörend und doch In der Not aufgenommen. Ihre Mutter, schwanger nach einem Stelldichein und bei der Geburt ihrer Tochter verstorben, war einst nach dem Krieg bei Hellerts als mit ihrer Mutter nach dem Krieg als Hilfe untergekommen. Greta lebt gemeinsam mit den drei leiblichen Kindern der Familie auf dem Hof und hat als einzige Talent für den Weinanbau. Doch Greta will nicht auf dem Hof bleiben. Sie will studieren, Lehrerin werden, doch Hellerts haben ganz andere Pläne. Nora Engel, ein Autorinnenduo, hat für diesen Roman auf einem Weingut gearbeitet und genau das merkt man auch. Die Geschichten rund um den Weinbau wirken authentisch, die Arbeit hart, der Ton auch mal rau. Nichts mit wildromantischer Weinverkostung bei Kerzenschimmer und ewig verträumten Blicken über die Weiten der Rebstöcke. Greta, mitte der 1950er Jahre geboren, verkörpert eine Figur, die für ihre Träume kämpfen kann, ist sympathisch und glaubhaft gezeichnet. Inzwischen ist diese Zeit so weit in die Ferne gerückt, dass man sich kaum noch vorstellen kann, dass Mädchen in erster Linie für Mann, Kinder und Herd verheiratet wurden. Herr und Frau Hellers erinnern aber eindrücklich an diese Zeiten und füllen die Rolle der Tonangeber gut aus. Weniger begeistert hat mich an diesem Roman, dass die Richtung von Beginn an klar war. Wie der Titel schon sagt, wird Greta erben und es wird nur kurze Zeit ein Geheimnis bleiben, wer der Erblasser sein wird. Da wäre ein bisschen mehr Spannung schön gewesen, ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung im Herbst 2022.














