Das wirst du bereuen

Das wirst du bereuen

Hardback
3.158
Starke MädchenProblembuchJugendromanJugendbücher

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Description

Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben ? und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse.

Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten ?
angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben.
Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein
kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die
Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma
tot ?

Ein Roman, der einen so schnell nicht mehr loslässt

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
304
Price
15.50 €

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
14%
7%
8%
10%
6%
9%
7%
25%
9%
5%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
17%
9%
15%
10%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Minimalistisch (100%)

Posts

9
All

---- OHNE WERTUNG ---- Inhalt: Emma hat Selbstmord begangen – und Sara wird dafür verantwortlich gemacht. Über Monate hinweg haben Sara und ihre Freunde sich über Emma lustig gemacht und sie beleidigt, weil sie zahlreiche Beziehungen hatte. Es begann als Spaß, lief dann immer weiter aus dem Ruder und eines Tages war Emma tot. Nun müssen sich die Jugendlichen dafür verantworten und damit leben, dass die ganze Stadt sie beschuldigt, Emma zum Selbstmord getrieben zu haben. Meinung: Es fällt mir sehr schwer, diese Rezension zu schreiben und das Buch zu bewerten, weil ich mir selbst nicht sicher bin, wie es mir nun gefallen hat. Das Thema ist schwierig und eine Geschichte mit dieser Handlung lässt sich nicht einfach als „gut“ oder „schlecht“ abstempeln, weshalb ich hier nur meine Eindrücke schildern und die Bewertung weglassen werde. Die Geschichte wird kapitelweise aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Einmal vor dem Selbstmord und einmal danach. Besonders die frühere Handlung hat mir Probleme bereitet. Die Hauptfigur Sara ist von Anfang an gemein zu Emma, obwohl sie ihr persönlich nie etwas getan hat. Trotzdem steigern sie und ihre beste Freundin Brielle sich immer weiter in die Sache hinein und ihre Aktionen, um Emma zu beleidigen und zu erniedrigen, werden immer krasser. Dieses grundlose Mobbing, das größtenteils aus Spaß und Langeweile heraus gestartet wurde, machte es mir praktisch unmöglich, die Protagonistin auch nur das kleinste bisschen sympathisch zu finden. Obwohl es mir das Lesen wirklich erschwerte und mich ihr Handeln geradezu wütend machte, kann ich das an diesem Buch wohl schlecht kritisieren. Wenn es um dieses Thema geht und nicht die Sichtweise des Opfers geschildert werden soll, sondern die der „Täter“, ist ein solcher Charakter notwendig. Was mich besonders gestört hat, ist die Tatsache, dass Sara auch nach dem Tod ihrer Mitschülerin keinerlei Reue empfindet oder Schuldgefühle hat und nicht einmal etwas verwerfliches an ihren Taten sieht. Sie steht zu dem, was sie gemacht hat, ist aber davon überzeugt, dass Emma das alles verdient hat. Das machte sie extrem unsympathisch und ließ sie gemein wirken, allerdings zeigt das wahrscheinlich ziemlich realistisch, dass viele Menschen wohl auch noch dann, wenn sie die Konsequenzen vor Augen haben, auf ihrem Standpunkt bestehen und nicht einsehen, etwas falsches getan zu haben. Außerdem wird dadurch vermittelt, dass man auch dann etwas schlechtes bewirken kann, wenn es nicht die eigene Absicht war und dass einem die Folgen des eigenen Handels nicht immer bewusst sind. Fazit: Gerade zu Beginn des Buches habe ich mich sehr an der Hauptfigur gestört. Im Laufe der Geschichte habe ich allerdings gemerkt, dass diese für die Handlung notwendig ist und eine Geschichte über Mobbing eben auch mal aus der Sicht der „Bösen“ erzählt werden muss.

4

Puh definitiv harte Kost. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Irgendwie fängt man an selber darüber nach zudenken und fragt sich Hätte ich genauso reagiert ? Wer hat schuld ? War Emma unschuldig oder hat sie auch ihren Teil dazu beigetragen ? Ich gebe zu , an Handlung passiert nicht immer sehr viel, es geht Vorallem um die Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Man kriegt immer abwechselnd die Kapitel aus der Gegenwart und der Vergangenheit, in der beschrieben wird, was sie Emma angetan haben. Ein Buch was definitiv zum nachdenken anregt und auch eine Mahnung ist, bedachter mit Worten um zu gehen und nett zu den Menschen um uns herum zu sein.

2.5

2,75 ⭐️

Nettes Buch für zwischendurch mit wichtigen Themen und einer guten Message am Ende - aber kein Highlight. 😋

1

Emma Putnam hat sich das Leben genommen. Sie war hübsch und wurde gemobbt, also hat die Gesellschaft Mitleid mit dem toten Mädchen. Was keiner weiß, oder keiner sehen will, ist, dass Emma Putnam eine Schlampe war. Doch Sara Wharton und ihre beste Freundin Brielle wussten das ganz genau und haben sie dementsprechend behandelt. Und nun ist Emma tot und die Schuld daran wird auf Sara, Brielle und ihre Freunde geschoben. Das Cover wirkt etwas düster und ist finde ich sehr gut für einen Thriller oder Ähnliches. Darunter war das Buch allerdings pink und das fand ich nicht mehr so düster ;) Als Thriller habe ich das jedenfalls überhaupt nicht empfunden. Eher kann ich es nicht einsortieren. Als Jugendbuch, ja, wegen dem Alter der Protagonisten, aber ansonsten? Ich fand das Buch leider auch nicht im Geringsten spannend, denn es ist einfach nichts passiert, was man nicht erwartet hätte. Die Vergangenheit wird abwechselnd mit der Gegenwart geschildert und ich erwarte somit, dass so zum Ende hin irgendetwas rauskommt das alles ändert. Das "Die Wahrheit ist oft viel komplizierter als man denkt" lässt so etwas auch erwarten. Aber da dieses Überraschungsmoment fehlte, war ich schließlich sehr enttäuscht, denn das war sozusagen mein Hoffnungsschimmer. Denn ansonsten kam mir das Buch vor wie ein Bericht über Mobbing, allerdings mit mehr Gefühlen – von einer Mobberin. Mich haben alle Charaktere dieses Buches verwirrt und die meisten genervt. Sara ist eine Mitläuferin - sie selbst hätte Emma vielleicht nie gemobbt, hat aber einfach das getan, was Brielle ihr sagte - und ihr Freund ist einfach seltsam! Also die Sachen die er teilweise getan hat … Dafür sehe ich einfach keine Erklärung! Er selbst hatte auch keine und das liegt entweder daran, dass auch die Autorin nicht wirklich was gefunden hat, aber diese Handlung für den Verlauf der Geschichte brauchte, oder es gibt einen tieferen, versteckten Sinn, den ich nicht erkenne. Aber am schlimmsten war Brielle. Sie war vielleicht keine Schlampe, die mit jedem Kerl rumgemacht hat, aber sie war ein kaltes Miststück. Sie ist nicht nett zu ihrer besten Freundin und benutzt sie nur und hat großen Spaß daran, andere schlecht zu behandeln. Teilweise war ich doch tatsächlich unentschlossen, auf wessen Seite ich stehen sollte. Klar, Emma wurde gemobbt, aber sie war auch nicht das brave Mädchen für das sie alle hielten. Aber kein Mensch sollte gemobbt werde. Doch genauso sollte auch kein Mensch Selbstmord begehen. Ich fand leider nichts an diesem Buch gut, aber es ist auch ein kompliziertes Thema. Ich hätte mir eine den Leser verblüffende Überraschung erhofft, aber ich wurde nur enttäuscht.

5

Klappentext: Emma ist tot, und alle sind überzeugt, dass Sara schuld daran ist. Zusammen mit ihrer besten Freundin Brielle wird sie angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat, kaum dass sie neu in der Klasse war! Sara und Brielle finden: Emma ist selber schuld, dass daraufhin auf Facebook fiese Gerüchte über sie verbreitet wurden. Und es ist nicht ihr Problem, dass sich die Dinge dann irgendwie verselbstständigt haben. Doch nach Emmas Tod ändert sich alles: Nun ist es Sara, die von allen Seiten angegriffen wird ... Ein provozierender und unvergesslicher Roman über Opfer und Täter - und darüber, dass die Wahrheit oft viel komplizierter ist, als man auf den ersten Blick denkt. Meine Meinung: Emma ist tot, alle sind überzeugt das Sara zusammen mit ihrer besten Freundin Brielle schuld daran sind. Beide sind Angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und somit in den Selbstmord getrieben zu haben. Dabei ist Emma doch selbst schuld oder? Emma hat schließlich sich an Saras Freund Dylan ran gemacht und ihn ihr ausgespannt, und das obwohl neu in der Klasse war. Die beiden Freundinnen finden, Emma ist selbst schuld, auch die gemeinen Gerüchte auf Facebook hat Emma sich allein zu zuschreiben. Irgendwie hat sich das ganze verselbstständigt aber auch das ist Emmas Schuld, finden Sara und Brielle. Doch mit Emmas Selbstmord ändert sich schlagartig alles, plötzlich ist es Sara die von jeden angegriffen wird. Denn Sara ist schuldig, oder vielleicht doch nicht? Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Die Geschichte handelt in zwei verschieden Zeiten, einmal vor Emmas Tod im Frühling und einmal nach Emmas Tod im Herbst. Diese Aufteilung hat mir richtig gut gefallen denn so konnte man der Handlung gut folgen, ganz langsam Stück für Stück erfahren wir was Sara und Brielle wirklich alles Emma angetan haben. Zu beginn konnte ich noch ein wenig nach vollziehen das Sara sauer auf Emma ist, schließlich hat sich Emma an Saras Freund heran gemacht. Das ist keine schöne Situation, doch anstatt irgendwann die Lust zu verlieren Emma zu schikanieren, feuert Brielle immer wieder Sara an weiter zu machen. Was mich wirklich sprachlos machte. In der Zeit nach dem Tod von Emma sehen wir wie uneinsichtig Sara wirklich ist, ihrer Meinung nach hat sie mit Emmas Tod nichts zu tun, was kann sie schließlich dafür das Emma sich umgebracht hat? Als ich diese Einstellung von Sara gelesen habe bekam ich wirklich einen dicken Hals und hätte sie am liebsten einmal durchgeschüttelt. Ich dachte mir das kann doch nicht wahr sein, so uneinsichtig kann man doch nicht sein.... Der Schreibstil der Autorin ist klasse, man kann ihn sofort folgen und ist sofort mitten im Geschehen! Kurz gesagt ist dies ein Jugendbuch welches uns auf ehrlicherweise erzählt was Mobbing alles anrichten kann! An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Boje Verlag für die Bereitstellung des Buches bedanken!!! Das Cover: Das Cover wirkt auf mich düster und geheimnisvoll. Dennoch gefällt es mir wahnsinnig gut! Fazit: Mit "Das wirst du bereuen" ist der Autorin ein Jugendbuch gelungen welches sehr viel wahres enthält! Die Autorin zeigt uns auf wohin Mobbing wirklich führen kann, in den Selbstmord der Opfer, und gleichzeitig sehen sich die Täter als Opfer. Spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite! Daher ganz klar 5 von 5 Sternen!

4

Amana Maciel's Debütroman "Das wirst du bereuen" ist ein Jugendbuch, welches sich mit dem Thema Mobbing und dessen Folgen auseinandergesetzt - aus Sicht der Mobber. Ich habe viele verschiedene Meinungen darüber gehört und wurde ziemlich neugierig. Sara, Brielle, Tyler, Dylan und Jacob werden angeklagt an dem Selbstmord ihrer Mitschülerin Emma Schuld zu sein. Sie hätten Emma gemobbt und gestalkt, sie überall schlecht gemacht und Hetzkampagnen im Internet gestartet. Das Buch startet fünf Monate nach den ganzen Vorfällen, wo Sara von Anwälten vernommen wird. Sie ist die Ich-Erzählerin und deshalb erfährt man zunächst auch nur ihre Seite der Geschichte und das war vorallem zu Beginn ekelerregend. Sara hat Emma einfach nicht gemocht. Sie war hübsch - was Sara immer wieder betont und gleichzeitig schlecht macht (so nach dem Motto Ihre verdammten roten Haare. Diese wundervolle rote Mähne. Verdammt. [Kein Zitat, aber so wurde es gesagt]). Weil Emma hübsch war und deutlich mehr männliche und keine weiblichen Freunde hatte, wird sie direkt als Schlampe abgestempelt. An solchen Kraftausdrücken wird auch nicht gespart. Im Laufe der Geschichte - die sich kapitelmäßig abwechselnd zwischen der Vergangenheit und Gegenwart abspielt - wird dann auch klarer, wieso Sara Emma so hasst und als unbeteiligte Leserin kam es mir echt hoch! Allerdings hatte Sara schon vorher eine negative Meinung von Emma, die sie auch deutlich gezeigt hat, also stellte sich mir schon die Frage woher die Abneigung wirklich kommt. Wenn man dann aber genauer hinschaut, merkt man schnell wer die eigentlich treibende Kraft in diesem Spiel ist: Brielle. Hübsch, reich, beliebt und weiß immer was sie sagen muss. Sie ist Sara's beste Freundin und Sara fühlt sich in ihrer Nähe sicherer, lebensfähiger und ist vor lauter Hass einfach nur noch geblendet. "Das wirst du bereuen" erzählt somit die Geschichte wie Sara sie erlebt, was zunächst einfach nur verstörrend ist, weil sie so geblendet ist und nur das sieht, was sie will. Sie sieht sich als Opfer und kann nicht verstehen wieso die Anwälte und Therapeuten sie belehren wollen. Schließlich zerstört Emma auch nach ihrem Tod noch Sara's Leben, denkt sie. Alles wird sehr übertrieben dargestellt, weil Sara übertrieben ist. Sie versucht sich einzureden, dass es ihr gutes Recht war so zu handeln. So wird es zwar nicht in der Geschichte geschrieben, aber so interpretiere ich es. Und je mehr man erfährt, desto weniger ist Sara's Charakter nachvollziehbar und ich habe erst mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen. Es war grausam! Nach ein paar Minuten musste ich dann aber doch weiterlesen, weil mich die Geschichte gepackt hat. Ich wollte wissen ob Sara endlich sieht, was sie da gemacht hat und ob sie erkennt, wer an der ganzen Sache Schuld ist. Am Ende war ich doch froh es nicht abgebrochen zu haben. Fazit: Dieses Buch ist nicht einfach nur eine erfundene Geschichte. Es erzählt aus dem wahren Leben. Leute, die andere mobben, fühlen sich im Recht und merken gar nicht, was sie sich selbst damit auch antun. "Das wirst du bereuen" ist deshalb ein toll gewählter Titel, der darauf abzielt zu erzählen, wie Mobbing auch das Leben der Mobber verändern und belasten kann. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und Maciel hat ihre Protagonistin hier auf eine Reise der Erkenntnis geführt, die mich bewegt hat. Sara ist nicht gerade die beste Protagonistin, aber all das was sie erlebt und verarbeiten muss, ist sehr glaubhaft dargestellt. Es war ein sehr berührendes Buch und man kann viele Dinge zwischen den Zeilen lesen. Es befasst sich auch damit Verluste zu überwinden. Fehler zu erkennen. Hürden zu überwinden. Eine neue Chance alles ändern zu können. Selbst besser zu werden. Dieses Buch würde ich tatsächlich als Verdeutlichung an den Orten präsentieren, wo Mobbing ein Thema ist. Denn besser könnte eine Geschichte nicht erzählen, was man alles schlimmes anrichten kann - vorallem für sich selbst.

4

Ein bisschen wie "tote Mädchen lügen nicht". Mobbing ist leider aktuell ein immer schlimmer werdendes thema, das in Schulen öfter angesprochen werden sollte.

2

Sehr schwach

An sich ein gutes Thema aber leider sehr anstrengend und langwierig zu lesen. Teilweise auch sehr langweilig. Der Schreibstil erlaubt es nicht sich in die Lage hineinzuversetzen und es kann keine Sympathie zu den Protagonisten aufgebaut werden. Teilweise auch sehr kindisch geschrieben. Leider eine absolute Zeitverschwendung für mich.

3

Vorab möchte ich sagen, dass mir das Cover dieses Buches unglaublich gut gefällt, das Deutsche besser als das Originalcover. Es sieht aus wie eine Kreidetafel auf der zuvor etwas gestanden und das man dann weg gewischt hat. Darauf ist der Titel des Buches geprägt, in einem knalligen Pink in einer hübschen, verschnörkelten Schreibschrift - so, als hätte man etwas Neues auf die Tafel geschrieben. Das Cover ist einfach, zweifarbig, ohne viele Details - es ist perfekt und passt wirklich super zum Inhalt. Wie dem Klappentext und dem Inhalt zu entnehmen ist, geht es in diesem Buch um Mobbing. Mobbing ist ein sehr heikles Thema und in der heutigen Zeit, gerade auch im Internet, bittere Realität. Ich bin sehr vorsichtig an dieses Buch herangegangen, habe mich einfach mal berieseln lassen und mir nicht zu viele Gedanken gemacht, da die behandelte Thematik alles andere als einfach oder alltäglich - zumindest in Büchern - ist. Mobbing ist ein sehr wichtiges Thema, dass leider viel zu selten angesprochen und gegen das viel zu wenig unternommen wird. Ich war auf einen fesselnden, nervenaufreibenden Roman gefasst; ein Buch, dass einen "so schnell nicht mehr loslässt." Dieser Aussage muss ich leider ein wenig widersprechen. Meines Erachtens wurde die ganze Thematik nicht wirklich gut umgesetzt. Die Story an sich ist erschreckend, schockierend - doch dieses ganze drum herum war einfach zu naiv und dümmlich. Besonders, was die Charaktere an geht. Ich habe mich, gleich von der ersten Seite an, so sehr über Sara und Brielle aufgeregt, dass ich das Buch am liebsten mehr als einmal gegen die Wand geschmettert hätte. Ich meine klar, in einem Punkt haben sie Recht. Wenn jemand Selbstmord begeht, dann ist dies immer die eigene Entscheidung. Nur man selbst kann entscheiden, ob man weiter machen will oder nicht; ob man Hilfe annehmen will oder nicht; ob man zumindest versuchen möchte, mit den Dingen, die einen erst so weit getrieben haben, irgendwie klar zu kommen oder nicht ... man selbst entscheidet sich für diesen einen, letzten Ausweg. Niemand steht daneben und zwingt einen, sich selbst eine Schlinge um den Hals zu legen oder aber Tabletten zu schlucken. In der Hinsicht haben Sara und Brielle Recht. Sie sind nicht Schuld an Emma's Tod. Doch der Meinung zu sein, dass das, was sie getan haben, nicht schlimm ist und dass es "normal" sei, dass man sich heute mit Schimpfwörtern betitelt und Hasstiraden aufeinander los lässt und dass es nicht stimmt, dass sie mit ihrem Handeln und Tun nicht doch irgendwie dazu beigetragen haben, dass Emma sich schlecht fühlt; Angst hat und die ganze Situation einfach nicht erträgt hat mich einfach in den Wahnsinn getrieben. Wie dumm und naiv kann man sein? Ich will einfach nicht glauben, dass es tatsächlich solch dumme Menschen auf dieser Erde gibt. Wenn dem tatsächlich so ist, kann man die Menschheit wohl irgendwann ganz abschreiben. Ich meine okay, dass man währenddessen vielleicht nicht die schrecklichen Ausmaße erkennt, die man mit seinem Handeln anrichtet, dass man nicht daran denkt, dass man etwas so schlimmes damit anrichtet, dass sich eine Person etwas antun könnte - meinetwegen. Soll es alles geben. Aber dass man, nachdem sich die Person selbst umgebracht hat, weiterhin auf ihr rum hackt, über sie lästert, ihr die Schuld in die Schuhe schiebt für die Konsequenzen, die man jetzt zu tragen hat und einfach nicht einsieht, dass man Mist gebaut hat und vielleicht irgendwie doch ein Stückchen dazu beigetragen hat und es einem kein Stückchen Leid tut und einen noch nicht einmal das schlechte Gewissen quält ... ist in meinen Augen einfach nur dumm, naiv und fast schon unmöglich ... Aus diesem Grund konnte ich mich absolut nicht mit den Charakteren anfreunden, geschweige denn identifizieren. Ich hätte Sara und Brielle am liebsten gepackt und feste durchgeschüttelt, so lange, bis Ihnen endlich klar wird, was sie da gemacht haben. Immer wieder betonte Sara, dass sie doch nichts schlimmes gemacht haben, dass sie Emma immerhin nicht verprügelt haben oder so - aber Psychoterror ist viel schlimmer als Handgreiflichkeiten. Diese psychischen "Prügeleien" können viel mehr in einem Menschen anrichten, als eine Ohrfeige oder einen Tritt in den Hintern. Auch die anderen Nebenprotagonisten konnte ich einfach nicht ertragen, weder Tyler, noch Dylan oder Noelle waren mir wirklich sympatisch. Naivität und Dummheit in Person, nichts weiter. Die einzigen, die ich wirklich mochte waren Tommy, Alex und Carmichael. Die beiden Jungs, weil sie trotz ihres jungen Alters, so viel erwachsener wirkten, als Sara oder Brielle oder sonst irgend jemanden. Und auch Carmichael war anders, sympatisch, ehrlich und neutral. Ihn habe ich wirklich gemocht und ich habe sehr darauf gehofft, dass er es vielleicht schafft, Sara ein wenig den Kopf zurecht zu rücken. Die Story hat mich so gesehen doch ein wenig mitgenommen, doch eher aus dem Gesichtspunkt, dass ich es einfach nicht glauben konnte, wie dumm diese Menschen sind; wie schrecklich sie sind, einem anderen Menschen so etwas anzutun. Selbst wenn Emma tatsächlich mit der ganzen Schule geschlafen hat, wen interessierts? Das ist ganz alleine ihre Sache. Soll sie sich doch sämtliche Geschlechtskrankheiten holen; soll sie doch schwanger werden, das ist ihr Problem. Gut, einem Mädchen den Freund auszuspannen ist vielleicht auch nicht gerade nett, aber ganz ehrlich - ist es nicht der Typ, auf den man sauer sein sollte? Immerhin ist er derjenige, der betrogen hat; der schwach wurde, dessen Liebe nicht stark genug war und den es einen feuchten Dreck interessiert, wie es einem geht. Das Ende muss ich allerdings sagen, hat mir einigermaßen gut gefallen. Die Rede, die Sara gehalten hat, hat verdeutlicht, dass sie am Ende doch eingesehen hat, dass sie etwas schlimmes getan hat; dass es auch teilweise ihre Schuld war, weshalb Emma sich so verloren gefühlt hat und dass sie all die Sachen womöglich nur aus Gründen des Gruppenzwangs getan hat. Im Laufe seines Leben, ganz besonders im Laufe der Pubertät, muss jeder lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden; ein eigenständiger Mensch zu werden und nicht nur das zu tun, was die anderen tun. Man muss lernen, zu seinen Entscheidungen zu stehen, egal ob man beliebt ist oder nicht; nicht immer ist es gut, mit dem Strom zu schwimmen. Manchmal ist es besser, dagegen zu schwimmen. Sara hat es zum Glück am Ende des Buches begriffen und ihre abschließende Stellungnahme hat mich auch ein wenig gerührt. Doch musste es tatsächlich sein, es auf diese Art zu lernen? Auf so schreckliche Art und Weise? Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe und auch am Ende meiner Rezension angelangt bin, weiß ich noch immer nicht so Recht, wie ich das Buch bewerten soll. Vielleicht war es gewollt, die Charaktere so unglaublich naiv und dümmlich darzustellen; vielleicht hat es aber auch wirklich nur ein wenig an der Umsetzung gehapert. Hätte Sara anders reagiert, hätte es womöglich nicht genug Stoff gegeben, um ein ganzes Buch darüber zu schreiben. Ich will der Autorin nicht unterstellen, dass sie einen besseren Job hätte manchen können; ganz im Gegenteil. Ich finde es unglaublich bewundernswert ober ein solch ernstes Thema zu schreiben, doch leider konnte mich das Buch nicht so beeindrucken, wie manch andere. Doch das ist nur meine Meinung. Das Buch ist es sicherlich Wert gelesen zu werden, auch wenn es mich nicht so stark beeindrucken konnte, wie manch anderes Buch. Nichtsdestotrotz finde ich es gut, dass solch ernste Themen auch auf diesem Weg an die Jugendlichen herangetragen werden. Ich bin mir sicher, dass das vielleicht einigen die Augen öffnet. Trotzdem kann ich dem Buch leider nicht mehr als 2,5 Elefanten geben.

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