Wenn das Patriarchat in Therapie geht
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Description
Book Information
Author Description
Katharina Linnepe studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie. Als Moderatorin, Sprecherin und Podcasterin referiert und spricht sie über Demokratie, Feminismus und Diversität. Sie absolvierte eine Ausbildung zur feministischen Coachin. Ihre satirische Instagram-Serie »Wenn das Patriarchat in Therapie geht« machte sie einem breiten Publikum als Content Creatorin und Comedienne bekannt. Sie lebt in Berlin. katharinalinnepe.com
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Absolute Empfehlung für Jung & Alt.
Ich habe jede einzelne Seite genossen & bis zum Ende war ich schlicht begeistert. Die Autorin schafft es auf kluge, feinfühlige, witzige und moderne Art, das Patriarchat zu entlarven und analysieren. Besonders die Darstellung einer fiktiven Therapiesitzung hat es mir angetan. Das Buch hat mich emotional aufgewühlt und zum nachdenken angeregt. Trotz aller Schwere bietet die Autorin auch Hoffnung auf Veränderung. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich gerne mit Themen, wie toxischer Männlichkeit &gesellschaftlichen Machtverhältnissen beschäftigt. Das war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich ein Buch von Fr. Linnepe gelesen habe!
Ein Buch mit wichtigem Thema - mit Stärken und Schwächen
Was passiert, wenn das Patriarchat in Therapie gehen würde? Das beschreibt die Autorin. Ein Buch mit sehr wichtigem Thema, finde ich zumindest. Mit starker Hintergrundrecherche, vielen Erklärungen und Bezugnahme auf andere Bücher oder Studien. Allerdings komme ich hier und da nicht so gut mit ihrem Schreibstil klar. Ich war auch auf einer Lesung von ihr - da kam der Inhalt nochmal viel besser rüber. Ihre humoristische Art lese ich im Buch nur wenig heraus, das war vor Ort dann doch viel schöner. Dennoch: spannend, gute Fakten.

Interessante Idee
Stell dir vor, das Patriarchat liegt auf der Couch – und wir hören zu. Klingt erstmal schräg, aber genau das macht dieses Buch so besonders. Und ehrlich gesagt: Es würde uns allen ein paar Therapiestunden ersparen. Katharina Linnepe ist Soziologin und Comedienne und nimmt unser Gesellschaftssystem mit Humor, Tiefgang und scharfem Blick auseinander. Sie zeigt, welche schädlichen Glaubenssätze und Denkweisen wir oft ganz unbewusst mittragen. Und sie stellt die Frage: Wie wäre es, wenn wir dem Patriarchat mal wirklich ins Gesicht schauen würden? Was dich erwartet: 🛋️ Kreative Therapiesitzungen mit dem Patriarchat (ja, es spricht und wir können viel daraus lernen) 📚 Klar strukturierte, gut recherchierte Kapitel über patriarchale Strukturen und ihre Auswirkungen 😄 Humorvolle, teils bissige Szenen, die zum Nachdenken anregen 💡 Viele Aha-Momente, besonders für alle, die sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt haben Kleines Minus: Ich hätte mir noch mehr dieser fiktiven Therapiesitzungen gewünscht. Die sind nämlich wirklich originell und bringen vieles auf den Punkt. Der Großteil des Buchs ist eher informativ, aber sehr gut erklärt. Trotzdem brauchte ich viel Zeit und Konzentration für das Buch. Letzteres ist bei mir oft schlecht vorhanden. 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Ein informatives, unterhaltsames und wichtiges Buch über die Baustellen unserer Gesellschaft. Ideal für Einsteiger*innen ins Thema und alle, die verstehen wollen, warum manche Dinge einfach immer noch so schieflaufen.
Leider nicht so humorvoll wie ich mir es vorgestellt habe, aber dafür sehr informativ
Einige der Kapitel ziehen sich nur leider etwas und die "Therapiesitzungen" kommen für mich etwas zu kurz. Aber ich konnte doch nochmal einiges mitnehmen, gerade das Kapitel über die "moralisch bessere Frau" und was das alles mit dem Patriarchat zu tun hat, fand ich total interessant.
Patriarchat und Feminismus – wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Und wo stehen sie gerade? Eine Einführung mit H(umor)-Faktor für interessierte Leser*innen. Inklusive Medikationsplan gegen das Patriarchat. Für mich war es eine erhellende und ermutigende Lektüre. Nur die Therapiesitzungen mag ich mit Katharina Linnepe in der Hauptrolle lieber.
Das Konzept hat mich sofort angesprochen: klug, provokant, vielversprechend. Vor allem die Szenen, in denen das Patriarchat tatsächlich auf der sprichwörtlichen Couch liegt, fand ich brillant. Scharf beobachtet, originell, sprachlich stark. Doch genau davon gab es viel zu wenig. Stattdessen dominieren lange erklärende Passagen, die sich für mich nicht immer logisch aus dem vorherigen ergeben haben. Der Übergang zwischen den Abschnitten war oft schwer nachvollziehbar, stellenweise wusste ich nicht mehr, worum es gerade ging. Die eigentliche Struktur wurde für mich erst spät erkennbar und da war die Enttäuschung schon da. Ich glaube, mit anderen Erwartungen hätte mich das Buch deutlich mehr überzeugt. So blieb das Gefühl, ein starkes Konzept mit zu wenig konsequenter Umsetzung gelesen zu haben. ★★☆☆☆
⭐️⭐️⭐️⭐️ 4,5 /5 Sterne „Wenn das Patriarchat in Therapie geht“ von Katharina Linnepe
Ein wirklich sehr gutes Buch und definitiv eine Empfehlung für alle, die sich intensiver mit unserem gesellschaftlichen System beschäftigen möchten – aber keine Lust auf trockene, langweilige Ratgeber haben. Die Autorin hat es geschafft, ein komplexes und oft auch schweres Thema verständlich und gleichzeitig unterhaltsam umzusetzen. Immer wieder bringt sie Humor mit rein, sodass es sich nicht zu erdrückend anfühlt, obwohl die Inhalte echt zum Nachdenken anregen. Besonders spannend fand ich, wie viele alltägliche Situationen und Strukturen aufgegriffen werden, die man vielleicht sonst einfach hinnimmt. Nach dem Buch wird einem als Frau nochmal bewusst, wie tief das Patriarchat in unserer Gesellschaft verankert ist und wie sehr es unser Denken und Handeln beeinflusst. Gleichzeitig regt das Buch total dazu an, Dinge bewusster wahrzunehmen und zu hinterfragen. Man nimmt definitiv einiges daraus mit und schaut danach viele Dinge nochmal mit anderen Augen. Für mich eine richtig gute Mischung aus Wissen, Reflexion und einer angenehmen Leichtigkeit beim Lesen – ein Buch, das definitiv im Kopf bleibt und das ich gerne weiterempfeh

Anders als erwartet, aber toll!
Ich kenne die Reels auf Instagram über die Therapiesitzungen des Patriarchats - und ich liebe sie. Klug, witzig, pointiert und oft entlarvend. Wie in einer anderen Rezension angemerkt, besteht das Buch aber eben nicht nur daraus. Das hat mich überrascht, aber absolut positiv. Ich hatte erwartet, schnell durch eine leichte, humorvolle Lektüre zu fliegen (und an Humor fehlt es diesem Buch wirklich nicht!), habe aber länger gebraucht, um es durchzulesen, weil es wirklich mit sehr viel Informationen gespickt ist, gerade über Bereiche, die jetzt nicht die Klassiker feministischer Themen sind, was ich sehr spannend fand. So kann man auch viel mitnehmen, wenn man im Thema schon drin ist. Einstiegsfreundlich ist es trotzdem. Man merkt, dass die Autorin wissenschaftlichen Hintergrund hat, weil sie typisch wissenschaftlich vorgeht, aber sie erklärt auch jeden Fachbegriff, deckt viele Grunderkenntnisse des Feminismus ab. Besonders gefallen haben mir ihre sprachlichen Bilder, ihre Vergleiche, die Fantasie, der sich bedient wurde, um Dinge zu erklären und darzustellen. Das Ende fand ich sehr schön und bekräftigend. Ein großer Pluspunkt ist auf jeden Fall auch die Intersektionalität. Alles in allem: auf jeden Fall empfehlenswert!
Als mein Mann sich dieses Buch im Laden heraussuchte und nach einigem darin Herumblättere verkündete, dass es sich mit der Art des Stils und der Formulierungen an Männer richtete, war ich erstmal ganz glücklich. Ich freue mich ja immer, wenn er sich über Feminismus informieren möchte und als er dann auch noch vorschlug, es danach gemeinsam zu besprechen, war ich hooked. Leider haben wir die Zielgruppe vollkommen fehleingeschätzt. Das hier scheint sich entweder an Menschen zu richten, die sich mit dem Patriarchat zwar auseinandersetzen wollen, es bisher aber überhaupt nicht getan haben. Oder an Menschen, die schon die Social Media Videos der Autorin gefeiert haben. Ich konnte mit dem Humor leider gar nichts anfangen und würde sogar in Frage stellen, ob es den überhaupt gibt oder ob nicht schon die Videos eigentlich Aufklärungscontent sein, die vielleicht mal ein Schmunzeln oder (durchaus zustimmendes) Kopfnicken provozieren sollten. Die tollen und gut geschriebenen Thesen, die hier getroffen werden, werden leider oft von langem Abschweifen ohne Zurückführung zum Thema oder gänzlich fehlenden Quellen überschattet. Das nervt vor allem bei Thesen, die als Tatsachen formuliert werden, obwohl sie sich durch den wissenschaftlichen Standard nicht belegen lassen. Schade. Ich hatte wirklich mehr erwartet und mir erhofft. Aber immerhin gibt das Buch einige interessante Talking Points und ganz ohne Lerneffekt sind wir nicht verblieben.
•°• manches kann nicht therapiert werden •°•
Bin durch den lila Podcast auf das Buch gestoßen und habe heute das Hörbuch abgeschlossen. Ich fand es etwas "trockener" als erwartet. Die "Therapiestunden" machen nur einen kleinen Teil des Buches aus, was ich ein bisschen schade fand Empowernd fand ich das Kapitel über Wut. Interessant auch den Ansatz, dass wir dazu verleitet werden, die Frau als das (moralisch) bessere Geschlecht zu sehen - betrachtet man Gewalttaten, Morde etc. Aber was, wenn das auch eine Konditionierung des Patriarchats ist und wir mit dieser Aussage genauso auf genetische Unterschiede zeigen, wie es das Patriarchat tut? Spannend. Angenehm zu hören, auch wenn sich ein paar Kapitel schon ziehen ...
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
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Katharina Linnepe studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie. Als Moderatorin, Sprecherin und Podcasterin referiert und spricht sie über Demokratie, Feminismus und Diversität. Sie absolvierte eine Ausbildung zur feministischen Coachin. Ihre satirische Instagram-Serie »Wenn das Patriarchat in Therapie geht« machte sie einem breiten Publikum als Content Creatorin und Comedienne bekannt. Sie lebt in Berlin. katharinalinnepe.com
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Absolute Empfehlung für Jung & Alt.
Ich habe jede einzelne Seite genossen & bis zum Ende war ich schlicht begeistert. Die Autorin schafft es auf kluge, feinfühlige, witzige und moderne Art, das Patriarchat zu entlarven und analysieren. Besonders die Darstellung einer fiktiven Therapiesitzung hat es mir angetan. Das Buch hat mich emotional aufgewühlt und zum nachdenken angeregt. Trotz aller Schwere bietet die Autorin auch Hoffnung auf Veränderung. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich gerne mit Themen, wie toxischer Männlichkeit &gesellschaftlichen Machtverhältnissen beschäftigt. Das war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich ein Buch von Fr. Linnepe gelesen habe!
Ein Buch mit wichtigem Thema - mit Stärken und Schwächen
Was passiert, wenn das Patriarchat in Therapie gehen würde? Das beschreibt die Autorin. Ein Buch mit sehr wichtigem Thema, finde ich zumindest. Mit starker Hintergrundrecherche, vielen Erklärungen und Bezugnahme auf andere Bücher oder Studien. Allerdings komme ich hier und da nicht so gut mit ihrem Schreibstil klar. Ich war auch auf einer Lesung von ihr - da kam der Inhalt nochmal viel besser rüber. Ihre humoristische Art lese ich im Buch nur wenig heraus, das war vor Ort dann doch viel schöner. Dennoch: spannend, gute Fakten.

Interessante Idee
Stell dir vor, das Patriarchat liegt auf der Couch – und wir hören zu. Klingt erstmal schräg, aber genau das macht dieses Buch so besonders. Und ehrlich gesagt: Es würde uns allen ein paar Therapiestunden ersparen. Katharina Linnepe ist Soziologin und Comedienne und nimmt unser Gesellschaftssystem mit Humor, Tiefgang und scharfem Blick auseinander. Sie zeigt, welche schädlichen Glaubenssätze und Denkweisen wir oft ganz unbewusst mittragen. Und sie stellt die Frage: Wie wäre es, wenn wir dem Patriarchat mal wirklich ins Gesicht schauen würden? Was dich erwartet: 🛋️ Kreative Therapiesitzungen mit dem Patriarchat (ja, es spricht und wir können viel daraus lernen) 📚 Klar strukturierte, gut recherchierte Kapitel über patriarchale Strukturen und ihre Auswirkungen 😄 Humorvolle, teils bissige Szenen, die zum Nachdenken anregen 💡 Viele Aha-Momente, besonders für alle, die sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt haben Kleines Minus: Ich hätte mir noch mehr dieser fiktiven Therapiesitzungen gewünscht. Die sind nämlich wirklich originell und bringen vieles auf den Punkt. Der Großteil des Buchs ist eher informativ, aber sehr gut erklärt. Trotzdem brauchte ich viel Zeit und Konzentration für das Buch. Letzteres ist bei mir oft schlecht vorhanden. 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Ein informatives, unterhaltsames und wichtiges Buch über die Baustellen unserer Gesellschaft. Ideal für Einsteiger*innen ins Thema und alle, die verstehen wollen, warum manche Dinge einfach immer noch so schieflaufen.
Leider nicht so humorvoll wie ich mir es vorgestellt habe, aber dafür sehr informativ
Einige der Kapitel ziehen sich nur leider etwas und die "Therapiesitzungen" kommen für mich etwas zu kurz. Aber ich konnte doch nochmal einiges mitnehmen, gerade das Kapitel über die "moralisch bessere Frau" und was das alles mit dem Patriarchat zu tun hat, fand ich total interessant.
Patriarchat und Feminismus – wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Und wo stehen sie gerade? Eine Einführung mit H(umor)-Faktor für interessierte Leser*innen. Inklusive Medikationsplan gegen das Patriarchat. Für mich war es eine erhellende und ermutigende Lektüre. Nur die Therapiesitzungen mag ich mit Katharina Linnepe in der Hauptrolle lieber.
Das Konzept hat mich sofort angesprochen: klug, provokant, vielversprechend. Vor allem die Szenen, in denen das Patriarchat tatsächlich auf der sprichwörtlichen Couch liegt, fand ich brillant. Scharf beobachtet, originell, sprachlich stark. Doch genau davon gab es viel zu wenig. Stattdessen dominieren lange erklärende Passagen, die sich für mich nicht immer logisch aus dem vorherigen ergeben haben. Der Übergang zwischen den Abschnitten war oft schwer nachvollziehbar, stellenweise wusste ich nicht mehr, worum es gerade ging. Die eigentliche Struktur wurde für mich erst spät erkennbar und da war die Enttäuschung schon da. Ich glaube, mit anderen Erwartungen hätte mich das Buch deutlich mehr überzeugt. So blieb das Gefühl, ein starkes Konzept mit zu wenig konsequenter Umsetzung gelesen zu haben. ★★☆☆☆
⭐️⭐️⭐️⭐️ 4,5 /5 Sterne „Wenn das Patriarchat in Therapie geht“ von Katharina Linnepe
Ein wirklich sehr gutes Buch und definitiv eine Empfehlung für alle, die sich intensiver mit unserem gesellschaftlichen System beschäftigen möchten – aber keine Lust auf trockene, langweilige Ratgeber haben. Die Autorin hat es geschafft, ein komplexes und oft auch schweres Thema verständlich und gleichzeitig unterhaltsam umzusetzen. Immer wieder bringt sie Humor mit rein, sodass es sich nicht zu erdrückend anfühlt, obwohl die Inhalte echt zum Nachdenken anregen. Besonders spannend fand ich, wie viele alltägliche Situationen und Strukturen aufgegriffen werden, die man vielleicht sonst einfach hinnimmt. Nach dem Buch wird einem als Frau nochmal bewusst, wie tief das Patriarchat in unserer Gesellschaft verankert ist und wie sehr es unser Denken und Handeln beeinflusst. Gleichzeitig regt das Buch total dazu an, Dinge bewusster wahrzunehmen und zu hinterfragen. Man nimmt definitiv einiges daraus mit und schaut danach viele Dinge nochmal mit anderen Augen. Für mich eine richtig gute Mischung aus Wissen, Reflexion und einer angenehmen Leichtigkeit beim Lesen – ein Buch, das definitiv im Kopf bleibt und das ich gerne weiterempfeh

Anders als erwartet, aber toll!
Ich kenne die Reels auf Instagram über die Therapiesitzungen des Patriarchats - und ich liebe sie. Klug, witzig, pointiert und oft entlarvend. Wie in einer anderen Rezension angemerkt, besteht das Buch aber eben nicht nur daraus. Das hat mich überrascht, aber absolut positiv. Ich hatte erwartet, schnell durch eine leichte, humorvolle Lektüre zu fliegen (und an Humor fehlt es diesem Buch wirklich nicht!), habe aber länger gebraucht, um es durchzulesen, weil es wirklich mit sehr viel Informationen gespickt ist, gerade über Bereiche, die jetzt nicht die Klassiker feministischer Themen sind, was ich sehr spannend fand. So kann man auch viel mitnehmen, wenn man im Thema schon drin ist. Einstiegsfreundlich ist es trotzdem. Man merkt, dass die Autorin wissenschaftlichen Hintergrund hat, weil sie typisch wissenschaftlich vorgeht, aber sie erklärt auch jeden Fachbegriff, deckt viele Grunderkenntnisse des Feminismus ab. Besonders gefallen haben mir ihre sprachlichen Bilder, ihre Vergleiche, die Fantasie, der sich bedient wurde, um Dinge zu erklären und darzustellen. Das Ende fand ich sehr schön und bekräftigend. Ein großer Pluspunkt ist auf jeden Fall auch die Intersektionalität. Alles in allem: auf jeden Fall empfehlenswert!
Als mein Mann sich dieses Buch im Laden heraussuchte und nach einigem darin Herumblättere verkündete, dass es sich mit der Art des Stils und der Formulierungen an Männer richtete, war ich erstmal ganz glücklich. Ich freue mich ja immer, wenn er sich über Feminismus informieren möchte und als er dann auch noch vorschlug, es danach gemeinsam zu besprechen, war ich hooked. Leider haben wir die Zielgruppe vollkommen fehleingeschätzt. Das hier scheint sich entweder an Menschen zu richten, die sich mit dem Patriarchat zwar auseinandersetzen wollen, es bisher aber überhaupt nicht getan haben. Oder an Menschen, die schon die Social Media Videos der Autorin gefeiert haben. Ich konnte mit dem Humor leider gar nichts anfangen und würde sogar in Frage stellen, ob es den überhaupt gibt oder ob nicht schon die Videos eigentlich Aufklärungscontent sein, die vielleicht mal ein Schmunzeln oder (durchaus zustimmendes) Kopfnicken provozieren sollten. Die tollen und gut geschriebenen Thesen, die hier getroffen werden, werden leider oft von langem Abschweifen ohne Zurückführung zum Thema oder gänzlich fehlenden Quellen überschattet. Das nervt vor allem bei Thesen, die als Tatsachen formuliert werden, obwohl sie sich durch den wissenschaftlichen Standard nicht belegen lassen. Schade. Ich hatte wirklich mehr erwartet und mir erhofft. Aber immerhin gibt das Buch einige interessante Talking Points und ganz ohne Lerneffekt sind wir nicht verblieben.
•°• manches kann nicht therapiert werden •°•
Bin durch den lila Podcast auf das Buch gestoßen und habe heute das Hörbuch abgeschlossen. Ich fand es etwas "trockener" als erwartet. Die "Therapiestunden" machen nur einen kleinen Teil des Buches aus, was ich ein bisschen schade fand Empowernd fand ich das Kapitel über Wut. Interessant auch den Ansatz, dass wir dazu verleitet werden, die Frau als das (moralisch) bessere Geschlecht zu sehen - betrachtet man Gewalttaten, Morde etc. Aber was, wenn das auch eine Konditionierung des Patriarchats ist und wir mit dieser Aussage genauso auf genetische Unterschiede zeigen, wie es das Patriarchat tut? Spannend. Angenehm zu hören, auch wenn sich ein paar Kapitel schon ziehen ...





















