Madeleine

Madeleine

Softcover
3.36
ErfahrungsbücherGedankenWahre GeschichteLeben

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Description

Madeleine wurde am Donnerstag, den 3. Mai 2007, in Praia da Luz, Portugal, entführt. Sämtliche polizeilichen Ermittlungen wurden im Laufe des Jahres 2008 eingestellt. 2011 wurden die Ermittlungen erneut aufgegriffen. Denn die Eltern werden die Hoffnung niemals aufgeben und setzen die Suche bis heute fort.

Aktualisierte Taschenbuchausgabe mit großem farbigen Tafelteil und allen wichtigen Dokumenten, Phantombildern und Fotos, die den Entführungsfall dokumentieren

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Autobiographies
Format
Softcover
Pages
480
Price
10.30 €

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Abgebrochen : Rezension

Rezension zu „Madeleine: Unsere Tochter ist verschwunden“ von Kate McCann Ich habe dieses Buch nach etwa 55 Seiten abgebrochen – nicht, weil mich der Fall nicht interessiert, sondern weil mich die Perspektive der Autorin bzw. der MUTTER von Maddie zunehmend irritiert und emotional abgestoßen hat. Was mich am meisten gestört hat, ist die Art, wie Kate McCann die Ereignisse beschreibt. In einer Situation, in der das eigene Kind – Madeleine McCann – gerade verschwunden ist, hätte ich persönlich eine andere, unmittelbarere emotionale Reaktion erwartet. Stattdessen wirkt es stellenweise fast distanziert: Es wird geschrieben, reflektiert, teilweise sogar strukturiert zurückgeblickt. Für mich fühlt sich das nicht wie rohe Verzweiflung an, sondern eher wie ein Versuch, Kontrolle über die Geschichte zu gewinnen – was ich rational nachvollziehen kann, emotional aber schwer akzeptiere. Besonders irritierend fand ich die Passagen, in denen Hoffnung formuliert wird („es geht ihr gut, ich weiß das“), während gleichzeitig die Lage extrem ernst ist. Auch wenn das psychologisch erklärbar sein mag, wirkt es beim Lesen widersprüchlich und lässt mich als Leser eher zweifeln als mitfühlen. Ein weiterer Punkt, der für mich schwer wiegt: die Ausgangssituation selbst. Die Entscheidung, kleine Kinder allein in einem Hotelzimmer zu lassen, während man essen geht, ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar. Dass dann nur ein Kind verschwindet, während die anderen unversehrt bleiben, verstärkt dieses Gefühl von Unstimmigkeit zusätzlich. Diese Gedanken haben es mir unmöglich gemacht, mich auf die Erzählung einzulassen. Das Buch ist klar aus der Perspektive der Mutter geschrieben – und genau das ist gleichzeitig seine Stärke und Schwäche. Es bietet Einblick in ihre Gedankenwelt, aber keine objektive Aufarbeitung. Wer Zweifel oder kritische Fragen zum Fall hat, wird hier wahrscheinlich keine Antworten finden, sondern eher neue Irritationen. Mein Fazit: Ich kann nachvollziehen, dass dieses Buch für manche Leser berührend ist. Für mich persönlich hat es jedoch vor allem Unbehagen und Widerspruch ausgelöst. Ich habe es deshalb frühzeitig abgebrochen. Wer eine nüchterne oder investigative Darstellung sucht, ist hier vermutlich nicht richtig – wer sich jedoch bewusst auf eine sehr subjektive, emotionale Perspektive einlassen möchte, könnte mehr daraus ziehen.

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