Eine Fingerkuppe Freiheit
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Description
"… der Junge wird Euch mit seinen sieben Jahren die Fantasie lehren wie ein Michelangelo die Farbe…"
Paris 1821, am Institut National des Jeunes Aveugles, Frankreichs nationaler Blindenanstalt: Es ist die „Nachtschrift“ eines gewissen Charles Barbier, die den blinden Louis Braille in tiefes Grübeln versetzt. Fasziniert streicht der Junge mit den Fingerkuppen über die erhabenen Zeichen und stellt sich die eine Frage: Ist diese Schrift, die ursprünglich als Geheimschrift für das Militär ersonnen war, etwa das Vehikel in die Freiheit? Und siehe da – nach anfänglichen Schwierigkeiten gelangt er zu sechs einfachen erhabenen Punkten. Sie sind – so wird ihm bewusst – der Schlüssel zu all dem Wissen, das in den Büchern der Sehenden schlummert und nach dem er unendlich dürstet.
Ein atmosphärischer Roman über das Leben eines beeindruckenden Mannes, dessen Erfindung so vielen die Welt eröffnet: Louis Braille.
Book Information
Author Description
Die Liebe zu Literatur und Sprache führte Thomas Zwerina zum Studium der Anglistik und Germanistik an der J. L. U. Gießen. Über die Jahre hat der umtriebige Autor und Komponist Bühnenerfahrung in den Bereichen Literatur, Theater und Musik gesammelt. Gemeinsam mit Evi Lerch bildet Zwerina das musikalische Duo The Cellular Fools. 2018 ist Thomas Zwerina vollständig erblindet, was ihn aber als Kunstschaffenden nicht müde werden lässt.
Posts
Ein interessantes Buch zur Entstehung der Blindenschrift.
Louis Braille erblindet durch einen Unfall in der Sattlerwerkstatt seines Vaters. Fortan erschließt er sich die Welt ohne Augen. In der Schule ist er einer der Besten und kommt nach Paris auf die Blindenschule. Durch Zufall führt dort jemand eine Art Blindenschrift vor die wenig praktikabel ist. Louis verbessert sie und kämpft für deren Akzeptanz bis zum letzten Atemzug. Die Blindenschrift ist für viele Sehende ein Mysterium aber für die Blinden essentiell. Schier unglaublich war für mich der Kampf zur Akzeptanz der Schrift obwohl die blinden Schüler damit bessere Ergebnisse erzielten. Da Louis Braille Franzose war, schleichen sich einige französische Wörter mit ein, die für mich kein Problem darstellten, da ich diese Sprache während meiner Schulzeit lernte aber einige Wendungen im Buch kommen mir etwas holprig daher, so dass sie etwas den Lesefluss störten. Gern hätte ich auch mehr über die Kindheit von Braille erfahren. Für mich trotzdem ein sehr interessantes Buch und vielleicht ein Anreiz mich näher mit der Schrift der Blinden zu befassen.
„Ich lese, ich schreibe, also bin ich.“ Louis Braille
Im Jahr 2025 feierte die Welt 200 Jahre Brailleschrift. Passend hierzu habe ich mich bei buecheraufreisen auf die Leseliste für „Ein Fingerkuppe Freiheit“ setzen lassen und durfte es jetzt lesen. Vielen Dank. Bei dem Buch "Eine Fingerkuppe Freiheit" handelt es sich um einen Roman, der das Leben von Louis Braille, dem Erfinder der 6-Punkt-Blindenschrift, nachzeichnet. Erzählt von einem Autor, der selbst erblindet ist. Es beginnt mit seiner Kindheit auf dem Land im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Dort fällt der 7jährige, aufgeweckte Louis dem Abbé auf, der sich beim Dorfschullehrer dafür einsetzt, dass der blinde Junge die örtliche Grundschule besuchen kann. Er wird auch danach weiter gefördert und darf schließlich auch das Pariser Blindeninstitut besuchen. Dort entdeckt er die, von Charles Barbier für militärische Zwecke erdachte Nachtschrift, die aber für den täglichen Gebrauch der blinden Menschen zu kompliziert war. Angetrieben von dem Wunsch nach Würde, Freiheit und Eigenständigkeit, entwickelt er 1825 aus der Nachtschrift die noch heute angewendete Sechspunkt Blindenschrift. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte für blinde Menschen nur eine sehr schwer lesbare Prägeschrift, so dass seine Erfindung bahnbrechend für alle Betroffenen war. Endlich war es für blinde Menschen möglich, Zugang zu Literatur, Bildung und Musik erhalten. Musikalisch war Braille nämlich ebenso vielen voraus und brachte eine Notenschrift in Umlauf, die ebenso heute noch von blinden Musikern verwendet wird. Thomas Zwerina zaubert mit seiner poetisch anmutenden Sprache stimmungsvolle Bilder, die einen in das Frankreich des 19. Jahrhunderts versetzen. Sehr einfühlsam, manchmal allerdings auch etwas ausufernd, gewährt er Einblicke in das gewaltige Lebenswerk des Genies Louis Braille. Die Sprache ist durchaus als altmodisch zu bezeichnen und bremst manchmal den Lesefluss, ich fand sie aber im Kontext mit dem Inhalt ganz passend.
Wahnsinnig beeindruckend
Ich bin durch einen Buch-Podcast auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe es gerade durchgelesen. Was für ein Privileg es doch ist, lesen zu können! Und was für ein Kampf musste gekämpft werden, bis Blinde und Sehbehinderte eine eigene, auf sie angepasste Schrift bekommen haben. Schade nur, dass dem Entwickler der Erfolg zu Lebzeiten versagt geblieben ist. Tolles Buch, wenn auch keine leichte Lektüre!
Ein sehr schönes Buch, das für meinen Geschmack an manchen Stellen noch ein wenig mehr Tiefe verdient hätte. Eine wundervolle Geschichte über einen Jungen, der sich die Welt selbst erschließt und nicht aufgibt, bis er die Welt zumindest in Teilen so erfahren kann, wie es für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Sehr inspirierend!
Eine fiktive Geschichte über Louis Braille, die auf wahren Tatsachen und Menschen beruht. Leider kommt man schwer in die Geschichte rein, da viele französische und gehobene Wörter benutzt werden. Fand es nicht gut, dass Frauen misogyn beschrieben werden und die Sprache auch oft behindertenfeindlich ist.
Berührend
Mit diesem Buch hat Thomas Zwerina Louis Braille ein Denkmal gesetzt! Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und stimmte mich sehr auf das Buch ein. Leider ist der Schreibstil sehr geschwollen, d.h., mit vielen Fremdworten versehen und hat mir das Lesen des Werkes dieses beeindruckenden Mannes sehr verleidet! Das leider viel zu kurze Leben des Louis Braille hätte einen lebendigeren Schreibstil verdient, denn seine Erfindung der 6-Punkte-Schrift war revolutionär! Leider habe ich mir von dem Buch mehr versprochen
Minderheit und Brillanz gegen das Status Quo
**** Worum geht es? **** Paris 1821, ein Junge entdeckt eine lebensverändernde Nachtschrift. Mit den Fingerkuppen streicht er über nichts anderes als seine Freiheit: Eine Schrift erschaffen für Menschen, die nicht sehen können. Ein Roman über Louis Braille. **** Mein Eindruck **** Das Buch zeigt innerhalb der Erzählung mit welchen Hürden der blinde Protagonist und späterer Entwickler der Blindenschrift Louis Braille zu kämpfen hat. Eine Schrift die man ertasten kann, was für ein Blödsinn. Mit schriftstellerischer Brillanz tauchte ich in diese Zeit ein, erlebte eine glaubwürdige Atmosphäre und eine Behandlung von ganz oben herab und fragte mich zusehends was die Lehren für die heutige Zeit sind. Ein Gedankenspiel, das in mir viel in Bewegung brachte. Das Buch ist damit eine Erzählung die viele Komponenten unserer Gesellschaft der damaligen Zeit zusammenbringt und diese nahbar an die Leserschaft heranträgt. Ich habe viel über den Protagonisten erfahren und mich Teil des Ganzen fühlen können. Ich war interessiert und neugierig, ein bisschen wie der Protagonist und genoss das Buch in all seinen sprachlichen Facetten, auch wenn ich mich fragte, ob diese für die Zeit üblich war, die Hochgestochenheit in dem Kontext war durchaus auffällig. Manchmal hätte ich mir gerne einen anderen Fokus in der Geschichte gewünscht, einige Passagen sind sehr ausführlich erzählt worden und wiederum andere kamen für meinen Geschmack zu kurz, auch wird über Louis nur indirekt berichtet. Das Buch ist zwar autobiografisch gehalten, aber letztlich im Stil einer freien Erzählung verfasst und so hätte ich gerne den Charakter von Louis direkter erlebt. Alles in allem sind das aber nur kleinere Kritikpunkte, die die allgemeine Lesefreude nicht wirklich schmälern konnten. **** Empfehlung? **** Ich kann das Buch allen Leser*innen empfehlen, die in einem freieren Stil mehr über die bis heute genutzt Blindenschrift erfahren wollen.
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"… der Junge wird Euch mit seinen sieben Jahren die Fantasie lehren wie ein Michelangelo die Farbe…"
Paris 1821, am Institut National des Jeunes Aveugles, Frankreichs nationaler Blindenanstalt: Es ist die „Nachtschrift“ eines gewissen Charles Barbier, die den blinden Louis Braille in tiefes Grübeln versetzt. Fasziniert streicht der Junge mit den Fingerkuppen über die erhabenen Zeichen und stellt sich die eine Frage: Ist diese Schrift, die ursprünglich als Geheimschrift für das Militär ersonnen war, etwa das Vehikel in die Freiheit? Und siehe da – nach anfänglichen Schwierigkeiten gelangt er zu sechs einfachen erhabenen Punkten. Sie sind – so wird ihm bewusst – der Schlüssel zu all dem Wissen, das in den Büchern der Sehenden schlummert und nach dem er unendlich dürstet.
Ein atmosphärischer Roman über das Leben eines beeindruckenden Mannes, dessen Erfindung so vielen die Welt eröffnet: Louis Braille.
Book Information
Author Description
Die Liebe zu Literatur und Sprache führte Thomas Zwerina zum Studium der Anglistik und Germanistik an der J. L. U. Gießen. Über die Jahre hat der umtriebige Autor und Komponist Bühnenerfahrung in den Bereichen Literatur, Theater und Musik gesammelt. Gemeinsam mit Evi Lerch bildet Zwerina das musikalische Duo The Cellular Fools. 2018 ist Thomas Zwerina vollständig erblindet, was ihn aber als Kunstschaffenden nicht müde werden lässt.
Posts
Ein interessantes Buch zur Entstehung der Blindenschrift.
Louis Braille erblindet durch einen Unfall in der Sattlerwerkstatt seines Vaters. Fortan erschließt er sich die Welt ohne Augen. In der Schule ist er einer der Besten und kommt nach Paris auf die Blindenschule. Durch Zufall führt dort jemand eine Art Blindenschrift vor die wenig praktikabel ist. Louis verbessert sie und kämpft für deren Akzeptanz bis zum letzten Atemzug. Die Blindenschrift ist für viele Sehende ein Mysterium aber für die Blinden essentiell. Schier unglaublich war für mich der Kampf zur Akzeptanz der Schrift obwohl die blinden Schüler damit bessere Ergebnisse erzielten. Da Louis Braille Franzose war, schleichen sich einige französische Wörter mit ein, die für mich kein Problem darstellten, da ich diese Sprache während meiner Schulzeit lernte aber einige Wendungen im Buch kommen mir etwas holprig daher, so dass sie etwas den Lesefluss störten. Gern hätte ich auch mehr über die Kindheit von Braille erfahren. Für mich trotzdem ein sehr interessantes Buch und vielleicht ein Anreiz mich näher mit der Schrift der Blinden zu befassen.
„Ich lese, ich schreibe, also bin ich.“ Louis Braille
Im Jahr 2025 feierte die Welt 200 Jahre Brailleschrift. Passend hierzu habe ich mich bei buecheraufreisen auf die Leseliste für „Ein Fingerkuppe Freiheit“ setzen lassen und durfte es jetzt lesen. Vielen Dank. Bei dem Buch "Eine Fingerkuppe Freiheit" handelt es sich um einen Roman, der das Leben von Louis Braille, dem Erfinder der 6-Punkt-Blindenschrift, nachzeichnet. Erzählt von einem Autor, der selbst erblindet ist. Es beginnt mit seiner Kindheit auf dem Land im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Dort fällt der 7jährige, aufgeweckte Louis dem Abbé auf, der sich beim Dorfschullehrer dafür einsetzt, dass der blinde Junge die örtliche Grundschule besuchen kann. Er wird auch danach weiter gefördert und darf schließlich auch das Pariser Blindeninstitut besuchen. Dort entdeckt er die, von Charles Barbier für militärische Zwecke erdachte Nachtschrift, die aber für den täglichen Gebrauch der blinden Menschen zu kompliziert war. Angetrieben von dem Wunsch nach Würde, Freiheit und Eigenständigkeit, entwickelt er 1825 aus der Nachtschrift die noch heute angewendete Sechspunkt Blindenschrift. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte für blinde Menschen nur eine sehr schwer lesbare Prägeschrift, so dass seine Erfindung bahnbrechend für alle Betroffenen war. Endlich war es für blinde Menschen möglich, Zugang zu Literatur, Bildung und Musik erhalten. Musikalisch war Braille nämlich ebenso vielen voraus und brachte eine Notenschrift in Umlauf, die ebenso heute noch von blinden Musikern verwendet wird. Thomas Zwerina zaubert mit seiner poetisch anmutenden Sprache stimmungsvolle Bilder, die einen in das Frankreich des 19. Jahrhunderts versetzen. Sehr einfühlsam, manchmal allerdings auch etwas ausufernd, gewährt er Einblicke in das gewaltige Lebenswerk des Genies Louis Braille. Die Sprache ist durchaus als altmodisch zu bezeichnen und bremst manchmal den Lesefluss, ich fand sie aber im Kontext mit dem Inhalt ganz passend.
Wahnsinnig beeindruckend
Ich bin durch einen Buch-Podcast auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe es gerade durchgelesen. Was für ein Privileg es doch ist, lesen zu können! Und was für ein Kampf musste gekämpft werden, bis Blinde und Sehbehinderte eine eigene, auf sie angepasste Schrift bekommen haben. Schade nur, dass dem Entwickler der Erfolg zu Lebzeiten versagt geblieben ist. Tolles Buch, wenn auch keine leichte Lektüre!
Ein sehr schönes Buch, das für meinen Geschmack an manchen Stellen noch ein wenig mehr Tiefe verdient hätte. Eine wundervolle Geschichte über einen Jungen, der sich die Welt selbst erschließt und nicht aufgibt, bis er die Welt zumindest in Teilen so erfahren kann, wie es für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Sehr inspirierend!
Eine fiktive Geschichte über Louis Braille, die auf wahren Tatsachen und Menschen beruht. Leider kommt man schwer in die Geschichte rein, da viele französische und gehobene Wörter benutzt werden. Fand es nicht gut, dass Frauen misogyn beschrieben werden und die Sprache auch oft behindertenfeindlich ist.
Berührend
Mit diesem Buch hat Thomas Zwerina Louis Braille ein Denkmal gesetzt! Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und stimmte mich sehr auf das Buch ein. Leider ist der Schreibstil sehr geschwollen, d.h., mit vielen Fremdworten versehen und hat mir das Lesen des Werkes dieses beeindruckenden Mannes sehr verleidet! Das leider viel zu kurze Leben des Louis Braille hätte einen lebendigeren Schreibstil verdient, denn seine Erfindung der 6-Punkte-Schrift war revolutionär! Leider habe ich mir von dem Buch mehr versprochen
Minderheit und Brillanz gegen das Status Quo
**** Worum geht es? **** Paris 1821, ein Junge entdeckt eine lebensverändernde Nachtschrift. Mit den Fingerkuppen streicht er über nichts anderes als seine Freiheit: Eine Schrift erschaffen für Menschen, die nicht sehen können. Ein Roman über Louis Braille. **** Mein Eindruck **** Das Buch zeigt innerhalb der Erzählung mit welchen Hürden der blinde Protagonist und späterer Entwickler der Blindenschrift Louis Braille zu kämpfen hat. Eine Schrift die man ertasten kann, was für ein Blödsinn. Mit schriftstellerischer Brillanz tauchte ich in diese Zeit ein, erlebte eine glaubwürdige Atmosphäre und eine Behandlung von ganz oben herab und fragte mich zusehends was die Lehren für die heutige Zeit sind. Ein Gedankenspiel, das in mir viel in Bewegung brachte. Das Buch ist damit eine Erzählung die viele Komponenten unserer Gesellschaft der damaligen Zeit zusammenbringt und diese nahbar an die Leserschaft heranträgt. Ich habe viel über den Protagonisten erfahren und mich Teil des Ganzen fühlen können. Ich war interessiert und neugierig, ein bisschen wie der Protagonist und genoss das Buch in all seinen sprachlichen Facetten, auch wenn ich mich fragte, ob diese für die Zeit üblich war, die Hochgestochenheit in dem Kontext war durchaus auffällig. Manchmal hätte ich mir gerne einen anderen Fokus in der Geschichte gewünscht, einige Passagen sind sehr ausführlich erzählt worden und wiederum andere kamen für meinen Geschmack zu kurz, auch wird über Louis nur indirekt berichtet. Das Buch ist zwar autobiografisch gehalten, aber letztlich im Stil einer freien Erzählung verfasst und so hätte ich gerne den Charakter von Louis direkter erlebt. Alles in allem sind das aber nur kleinere Kritikpunkte, die die allgemeine Lesefreude nicht wirklich schmälern konnten. **** Empfehlung? **** Ich kann das Buch allen Leser*innen empfehlen, die in einem freieren Stil mehr über die bis heute genutzt Blindenschrift erfahren wollen.















