Karen W.
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Description
»Wohin treibst Du? Weißt Du, was Du riskierst?«
Karen verlässt die Stadt, in die sie einst voller Hoffnungen und Träume gekommen ist. Und sie verlässt Peters, ihre große Liebe, mit dem sie zuletzt eher nebeneinanderher als zusammengelebt hat. Mit Tochter Bettina fährt sie zurück in das thüringische Dorf, aus dessen Enge sie vor zwölf Jahren geflohen ist. Was hofft sie hier zu finden? Riskiert sie zu viel auf ihrer Suche? Doch für Karen steht fest: Sie muss den Schritt ins Ungewisse, Offene wagen, will sie wirklich leben.
Ein Roman, der durch die DDR-Zensur in Vergessenheit geriet – die Wiederentdeckung einer beeindruckenden Autorin und Zeitzeugin, die zu Christa Wolfs sogenannter »Weiberrunde« gehörte.
Enthält ein Interview mit der Autorin, im Gespräch mit Carsten Gansel
Book Information
Author Description
Gerti Tetzner wurde 1936 in Thüringen geboren und studierte Rechtswissenschaften. Als sie nach ihren Anfangsjahren im Notariat Richterin werden sollte und über Republikflüchtige hätte urteilen müssen, fand sie einen Weg, den Dienst zu quittieren. Sie studierte am Leipziger Literaturinstitut, knüpfte Kontakte zu literarischen Kreisen und tauschte sich mit Christa Wolf über ihr Romanvorhaben aus. Ihr Debüt »Karen W.« (1974) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nachdem ihr zweiter Roman aufgrund der DDR-Zensur abgelehnt worden war und daraufhin im Westen erscheinen sollte, bekam sie Besuch von der Stasi. Sie musste das Vorhaben aufgeben und schrieb mehrere erfolgreiche Kinderbücher, bevor sie ganz mit dem Schreiben aufhörte. 2025 wurde ihr Roman »Karen W.« wiederentdeckt und neu gefeiert. Heute lebt sie in Berlin und hat vor Kurzem wieder mit dem Schreiben angefangen.
Posts
Gerti Tetzners „Karen W.“ ist ein DDR-Roman mit autobiografischen Zügen über die 29-jährige Karen Waldau, die zusammen mit ihrer siebenjährigen Tochter Bettina über Nacht die Stadt verlässt und aufs Dorf in das Haus ihrer Kindheit nach Osthausen zurückkehrt. Dort angekommen windet sie sich aus ihrer Stadtrolle, nimmt Hilfsarbeiten an, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern, und träumt und sucht nach einem Leben, das sie in der Stadt nicht fand. Eine romantische Verklärung des Landlebens ist der Roman aber nicht. Vielmehr wird dem*der Leser*in mit „Karen W.“ ein Portrait über eine zumindest aus meiner Perspektive heraus authentische Realität des Lebens geboten, das… …Arbeitsabläufe und -organisation in der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft thematisiert. …Irritation, Hoffnung und Zweifel einer jungen Nachkriegsgeneration in einer sich strukturierenden DDR-Gesellschaft Raum gibt. …Abhängigkeiten, Freizügigkeit und Freiheiten des Sozialen aufgliedert. Dabei liegen die Themen nicht so offensichtlich da, sie lassen sich aber sehr gut aus den jeweiligen Kontexten herauslesen. Karen ist eine sich beständig fragende Frau. Fragen stehen stilistisch im Roman im Vordergrund. Egal, ob es um die Beziehung zu Fritz Peters (Vater von Bettina), die Verstrickungen ihres Vaters in die nationalsozialistische Vergangenheit, ihre Entscheidung Peters (vorerst) zurückzulassen oder ihre eigenen Beziehungen zu früheren Männern geht - über Fragen wird das Gegebene brüchig und dadurch zugänglich gemacht. Was bleibt, ist eine angenehm lesbare Geschichte über die Suche nach dem weiblichen „Ich“ in der DDR-Gesellschaft, die hin und wieder nicht ganz in sich schlüssig ist, aber ein interessantes Zeugnis über eine DDR-Realität ablegt und durch die Wiederauflage nach über 50 Jahren eine Öffentlichkeit durch die Aufbau Verlage erfährt, die sehr willkommen ist. Hervorhebenswert ist auch das dem Roman beigefügte Gespräch zwischen Gerti Tetzner und Carsten Gansel, das Einblick in die autobiografische Seite, die Zensur in der DDR sowie Hintergründe zum Text gibt. Lesenswert!

Zu politisch, zu unschlüssig. Die Handlung ist sehr detailliert verfasst, wo Informationen überflüssig sind. Natürlich kann der Prozess einer dreißigjährigen Frau, wo sie leben möchte und mit wem, langwierig und bis in die Kindheit aufgegriffen werden, aber das kam sehr schlecht verfasst rüber. Es gab wunderbare Momente, aber dann wieder schnöde, fade Gedankengänge.
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»Wohin treibst Du? Weißt Du, was Du riskierst?«
Karen verlässt die Stadt, in die sie einst voller Hoffnungen und Träume gekommen ist. Und sie verlässt Peters, ihre große Liebe, mit dem sie zuletzt eher nebeneinanderher als zusammengelebt hat. Mit Tochter Bettina fährt sie zurück in das thüringische Dorf, aus dessen Enge sie vor zwölf Jahren geflohen ist. Was hofft sie hier zu finden? Riskiert sie zu viel auf ihrer Suche? Doch für Karen steht fest: Sie muss den Schritt ins Ungewisse, Offene wagen, will sie wirklich leben.
Ein Roman, der durch die DDR-Zensur in Vergessenheit geriet – die Wiederentdeckung einer beeindruckenden Autorin und Zeitzeugin, die zu Christa Wolfs sogenannter »Weiberrunde« gehörte.
Enthält ein Interview mit der Autorin, im Gespräch mit Carsten Gansel
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Author Description
Gerti Tetzner wurde 1936 in Thüringen geboren und studierte Rechtswissenschaften. Als sie nach ihren Anfangsjahren im Notariat Richterin werden sollte und über Republikflüchtige hätte urteilen müssen, fand sie einen Weg, den Dienst zu quittieren. Sie studierte am Leipziger Literaturinstitut, knüpfte Kontakte zu literarischen Kreisen und tauschte sich mit Christa Wolf über ihr Romanvorhaben aus. Ihr Debüt »Karen W.« (1974) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nachdem ihr zweiter Roman aufgrund der DDR-Zensur abgelehnt worden war und daraufhin im Westen erscheinen sollte, bekam sie Besuch von der Stasi. Sie musste das Vorhaben aufgeben und schrieb mehrere erfolgreiche Kinderbücher, bevor sie ganz mit dem Schreiben aufhörte. 2025 wurde ihr Roman »Karen W.« wiederentdeckt und neu gefeiert. Heute lebt sie in Berlin und hat vor Kurzem wieder mit dem Schreiben angefangen.
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Gerti Tetzners „Karen W.“ ist ein DDR-Roman mit autobiografischen Zügen über die 29-jährige Karen Waldau, die zusammen mit ihrer siebenjährigen Tochter Bettina über Nacht die Stadt verlässt und aufs Dorf in das Haus ihrer Kindheit nach Osthausen zurückkehrt. Dort angekommen windet sie sich aus ihrer Stadtrolle, nimmt Hilfsarbeiten an, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern, und träumt und sucht nach einem Leben, das sie in der Stadt nicht fand. Eine romantische Verklärung des Landlebens ist der Roman aber nicht. Vielmehr wird dem*der Leser*in mit „Karen W.“ ein Portrait über eine zumindest aus meiner Perspektive heraus authentische Realität des Lebens geboten, das… …Arbeitsabläufe und -organisation in der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft thematisiert. …Irritation, Hoffnung und Zweifel einer jungen Nachkriegsgeneration in einer sich strukturierenden DDR-Gesellschaft Raum gibt. …Abhängigkeiten, Freizügigkeit und Freiheiten des Sozialen aufgliedert. Dabei liegen die Themen nicht so offensichtlich da, sie lassen sich aber sehr gut aus den jeweiligen Kontexten herauslesen. Karen ist eine sich beständig fragende Frau. Fragen stehen stilistisch im Roman im Vordergrund. Egal, ob es um die Beziehung zu Fritz Peters (Vater von Bettina), die Verstrickungen ihres Vaters in die nationalsozialistische Vergangenheit, ihre Entscheidung Peters (vorerst) zurückzulassen oder ihre eigenen Beziehungen zu früheren Männern geht - über Fragen wird das Gegebene brüchig und dadurch zugänglich gemacht. Was bleibt, ist eine angenehm lesbare Geschichte über die Suche nach dem weiblichen „Ich“ in der DDR-Gesellschaft, die hin und wieder nicht ganz in sich schlüssig ist, aber ein interessantes Zeugnis über eine DDR-Realität ablegt und durch die Wiederauflage nach über 50 Jahren eine Öffentlichkeit durch die Aufbau Verlage erfährt, die sehr willkommen ist. Hervorhebenswert ist auch das dem Roman beigefügte Gespräch zwischen Gerti Tetzner und Carsten Gansel, das Einblick in die autobiografische Seite, die Zensur in der DDR sowie Hintergründe zum Text gibt. Lesenswert!






