EinFach Deutsch Textausgaben
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Description
Zu dieser Textausgabe ist folgendes Unterrichtsmodell aus der Reihe EinFach Deutsch erschienen: Georg Büchner: Woyzeck. ISBN 978-3-14-022723-0
Book Information
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Zwischen Fragment und Filmfassung
Büchners „Woyzeck“ ist ein düsteres, fragmentarisches Drama über einen gequälten Soldaten, der unter sozialem Druck und psychischer Belastung zerbricht. Als Buch wirkt es oft spröde und unfertig, kein Wunder, denn Büchner starb jung, das Stück blieb unvollendet. Die Filmadaption, die ich gesehen habe, interpretiert das Material freier, oft mit mehr visuellen Unterschiede und emotionaler Tiefe als der Text selbst. Als Theaterstück funktioniert „Woyzeck“ meist besser als auf dem Papier, vor allem, wenn Regie und Schauspiel die Leerstelle zwischen den Szenen mit Leben füllen. Es ist eher Rohmaterial als eine fertige Geschichte, denn das Buch besteht aus Fragementen, die keine Reihenfolge beinhalten. Ich persönlich fand das als Schullektüre etwas zu spröde und zu weit gegriffen, denn es geht um Menschen, die im Unterstand leben. Das ist heutzutage schwer vorzustellen, da die meisten kaum welche Menschen kennen, in denen es sozial als auch mental so dermaßen schlecht geht. Woyzeck musste als Experimetntierobjekt dienen, da er nicht genug Geld verdient hat. Ich habe mir ein Theaterstück im Rahmen von der Schule angesehen. Diese Künstler haben das Stück stark abgewandelt und es auf Frauenfeindlichkeit gelenkt. Das fand ich irgendwie besser aber auch schlecht, da die Geschichte nicht mehr dem Original entspricht und trotzdem als Theatherspck dann doch besser war, es visuell zu sehen.
Ok?
«Man kann viel sehn, wenn man zwei Augen hat und nicht blind ist und die Sonn scheint.» Musste es wegen der Schule lesen und ich weiß nicht warum , aber irgendwie hat mich die Story etwas interessiert 🫠 Trotzdem fand ich es oft Random, wie die plötzlich angefangen haben zu singen und die ganze Handlungen waren naja… deshalb 2,5-3/5 ⭐️ Ach ja, nicht zu vergessen das die Story eig. schon auf Seite 32 endet und der Rest nur aus Informationen besteht… 💁🏻♀️
Anfangs war ich nicht so überzeugt von dem Drama, obwohl ich zumindest den geschichtlichen Hintergrund – also den historischen Woyzeck, aber auch die Epoche des Vormärzes – ziemlich interessant fand und auch immer noch finde. Aber bevor ich weiter mit meiner eigenen Meinung mache, erzähle ich euch lieber kurz, worum es geht: Woyzeck ist ein einfacher Soldat, der mit Marie zusammen ist – die beiden sind nicht verheiratet, haben allerdings ein Kind zusammen. Woyzeck selbst verdient als Soldat nicht allzu viel, weshalb er sich ein bisschen was dazu verdient, indem er als Proband an einem Experiment teilnimmt. In diesem Experiment ernähren sich die Probanden ausschließlich von Erbsen und sind vertraglich dazu verpflichtet, dem Doktor (in diesem Fall kein normaler Arzt, sondern eher ein Wissenschaftler mit Doktortitel) Bericht über ihr Wohlergehen zu erstatten sowie Urinproben zukommen zu lassen. Das Experiment hat auf Woyzeck allerdings bisher noch unerforschte Ursachen; er bekommt Halluzinationen und allerlei weitere physische sowie psychische Probleme. Als wäre das noch nicht genug, betrügt Marie ihn auch noch vor aller Augen mit dem Tambourmajor (das ist ein Dienstgrad in der Armee; er steht in der Hierarchie weiter oben als Woyzeck). So viel also zum Hintergrund, jetzt kommen wir zu meiner eigenen Meinung xD Ich fand es ziemlich gut, dass wir das Drama im Deutschunterricht so ausführlich analysiert haben, weil ich dadurch die Botschaft dahinter viel besser verstanden habe. Zudem ist erst dann, wenn man sich näher mit dem Werk beschäftigt hat, erkennbar, wie clever Georg Büchner es geschafft hat, in diesem Drama eine Gesellschaftskritik zu äußern, ohne diese direkt anzusprechen. Stattdessen wurden die obersten in der Hierarchie mit ihren Rängen angesprochen (Tambourmajor, Hauptmann, Doktor), wohingegen die unteren richtige Namen bekamen (Woyzeck, Marie, Andres). Außerdem gibt es Unterschiede in der Sprache, die die Charaktere benutzen. So wird die Umgangssprache von den unteren Ständen verwendet, während die oberen eher hochgestochen reden und mit vielen Fachbegriffen um sich werfen. Zudem wird sehr deutlich, dass die Gesellschaft in der literarischen Epoche des Vormärzes (1830-1848) durch materialistische Zwänge geprägt war. Entgegen Schillers Auffassung beweist Georg Büchner, dass der Mensch nicht über der Natur steht, sondern dass er vielmehr äußeren Sachzwängen (wie beispielsweise Verträgen, wie im Fall des Woyzeck) unterworfen ist. Der Schreibstil ist auch gar nicht mehr so schwierig zu verstehen, wenn man erst mal in der Geschichte drin ist. Klar, es ist die Umgangssprache um 1836 herum, aber es ist trotzdem Deutsch – etwas komplizierter zu lesen, aber trotzdem ausdrucksstark. Fazit „Woyzeck“ ist eine der besseren Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. Die Analysen im Deutsch-LK haben zu einem guten Verständnis beigetragen, sodass ich das Drama jedem empfehlen kann, der bereit ist, ein bisschen Zeit dafür zu opfern, hinter das Geschriebene zu blicken.
Beste Schullektüre bisher
Ich glaube ich habe noch nie eine Schullektüre gelesen, die mich so interessiert/ fasziniert hat. Ich werde vermutlich noch mehr Werke von Büchner lesen müssen :) Dieses Buch ist natürlich keine leichte Lektüre und ohne Lektüreschlüssel an manchen Stellen für den heutigen Leser unverständlich, aber es lohnt sich wirklich. Ich bin meinem Deutschlehrer sehr dankbar, dass wir dieses Buch noch behandelt haben, obwohl es nicht im Abiturerlass steht.
An sich interessante Story
Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ stellt eine interessante Geschichte dar, mit der man sich intensiv auseinandersetzen kann. Ich habe das Buch erzwungener Maßen für die Schule gelesen. Von alleine hätte ich dieses Buch nicht gelesen, da ich weder vom Schreibstil noch von der Geschichte an sich begeistert bin. Wenn man sich jedoch mit dem Drama auseinandersetzt kann es schon interessant werden :)
Ehrlich gesagt ist die Sprache echt ein Kampf. Alles ist so abgehackt und wirr, dass man kaum im Lesefluss bleibt das war für mich richtig anstrengend und nervig. Aber inhaltlich ist es schon krass. Wie das Buch beschreibt, wie Woyzeck durch sein Trauma und den Druck von oben kaputt geht, ist echt gut gemacht. Das Ende hat mich dann nochmal richtig spannend und düster. Inhaltlich ok und psychologisch stark, aber der Schreibstil und manche Szenen machen es einem echt schwer das Buch zu Lesen.
Verwirrend aber irgendwie gut
Ich hab noch nie sowas gelesen und daher war es erst mal komisch, diese Dialoge zu lesen. Es war irgendwie gut und Woyzeck gestört aber gleichzeitig war es auch verwirrend. Das, was Woyzeck am Ende getan hat, lässt einen echt darüber nachdenken, Ob er jetzt wirklich Täter war oder irgendwie auch das Opfer. (schaut euch auf YouTube dieses Playmobil Video dazu an das erklärt ziemlich viel und ist gut) Ich hab mir das übrigens freiwillig angetan und für eine Schullektüre ist es nicht mal so schlecht.
Ansich ok. Man kann die Hälfte nur halb verstehen und das Buch springt die ganze Zeit hin und her ne ganz durchschnittliche kurze Lektüre. Passt irgendwie zum Kriegstrauma topic, ist aber zu abgedreht. Spoiler: Das er am Ende seine Frau tötet ist ganz spannend usw. und rettet das Buch sonst eher 2 Sterne
(für Vorsprechen gelesen) Ich habe Woyzeck das erste Mal früher in der Schule gelesen und danach eine Inszenierung auf der Bühne gesehen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie ich es fand, allerdings hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen, gerade Woyzecks leidender Abschlussmonolog. Jetzt reißt mich Woyzecks Schlussmonolog immer noch mit. Ich hätte mir allerdings gewünscht ihn, als auch alle anderen Charaktere noch näher kennenzulernen. Wäre dies ein fertiges Werk Georg Büchners, würde ich es wahrscheinlich zu eines der spannenderen und interessanteren Stücke zählen, die ich gelesen habe. So wird das Thema klar (Woyzeck wird von verschiedenen Seiten der Gesellschaft ausgenutzt), es fehlt aber an Tiefe. Es ist einfach unfertig.
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Zu dieser Textausgabe ist folgendes Unterrichtsmodell aus der Reihe EinFach Deutsch erschienen: Georg Büchner: Woyzeck. ISBN 978-3-14-022723-0
Book Information
Posts
Zwischen Fragment und Filmfassung
Büchners „Woyzeck“ ist ein düsteres, fragmentarisches Drama über einen gequälten Soldaten, der unter sozialem Druck und psychischer Belastung zerbricht. Als Buch wirkt es oft spröde und unfertig, kein Wunder, denn Büchner starb jung, das Stück blieb unvollendet. Die Filmadaption, die ich gesehen habe, interpretiert das Material freier, oft mit mehr visuellen Unterschiede und emotionaler Tiefe als der Text selbst. Als Theaterstück funktioniert „Woyzeck“ meist besser als auf dem Papier, vor allem, wenn Regie und Schauspiel die Leerstelle zwischen den Szenen mit Leben füllen. Es ist eher Rohmaterial als eine fertige Geschichte, denn das Buch besteht aus Fragementen, die keine Reihenfolge beinhalten. Ich persönlich fand das als Schullektüre etwas zu spröde und zu weit gegriffen, denn es geht um Menschen, die im Unterstand leben. Das ist heutzutage schwer vorzustellen, da die meisten kaum welche Menschen kennen, in denen es sozial als auch mental so dermaßen schlecht geht. Woyzeck musste als Experimetntierobjekt dienen, da er nicht genug Geld verdient hat. Ich habe mir ein Theaterstück im Rahmen von der Schule angesehen. Diese Künstler haben das Stück stark abgewandelt und es auf Frauenfeindlichkeit gelenkt. Das fand ich irgendwie besser aber auch schlecht, da die Geschichte nicht mehr dem Original entspricht und trotzdem als Theatherspck dann doch besser war, es visuell zu sehen.
Ok?
«Man kann viel sehn, wenn man zwei Augen hat und nicht blind ist und die Sonn scheint.» Musste es wegen der Schule lesen und ich weiß nicht warum , aber irgendwie hat mich die Story etwas interessiert 🫠 Trotzdem fand ich es oft Random, wie die plötzlich angefangen haben zu singen und die ganze Handlungen waren naja… deshalb 2,5-3/5 ⭐️ Ach ja, nicht zu vergessen das die Story eig. schon auf Seite 32 endet und der Rest nur aus Informationen besteht… 💁🏻♀️
Anfangs war ich nicht so überzeugt von dem Drama, obwohl ich zumindest den geschichtlichen Hintergrund – also den historischen Woyzeck, aber auch die Epoche des Vormärzes – ziemlich interessant fand und auch immer noch finde. Aber bevor ich weiter mit meiner eigenen Meinung mache, erzähle ich euch lieber kurz, worum es geht: Woyzeck ist ein einfacher Soldat, der mit Marie zusammen ist – die beiden sind nicht verheiratet, haben allerdings ein Kind zusammen. Woyzeck selbst verdient als Soldat nicht allzu viel, weshalb er sich ein bisschen was dazu verdient, indem er als Proband an einem Experiment teilnimmt. In diesem Experiment ernähren sich die Probanden ausschließlich von Erbsen und sind vertraglich dazu verpflichtet, dem Doktor (in diesem Fall kein normaler Arzt, sondern eher ein Wissenschaftler mit Doktortitel) Bericht über ihr Wohlergehen zu erstatten sowie Urinproben zukommen zu lassen. Das Experiment hat auf Woyzeck allerdings bisher noch unerforschte Ursachen; er bekommt Halluzinationen und allerlei weitere physische sowie psychische Probleme. Als wäre das noch nicht genug, betrügt Marie ihn auch noch vor aller Augen mit dem Tambourmajor (das ist ein Dienstgrad in der Armee; er steht in der Hierarchie weiter oben als Woyzeck). So viel also zum Hintergrund, jetzt kommen wir zu meiner eigenen Meinung xD Ich fand es ziemlich gut, dass wir das Drama im Deutschunterricht so ausführlich analysiert haben, weil ich dadurch die Botschaft dahinter viel besser verstanden habe. Zudem ist erst dann, wenn man sich näher mit dem Werk beschäftigt hat, erkennbar, wie clever Georg Büchner es geschafft hat, in diesem Drama eine Gesellschaftskritik zu äußern, ohne diese direkt anzusprechen. Stattdessen wurden die obersten in der Hierarchie mit ihren Rängen angesprochen (Tambourmajor, Hauptmann, Doktor), wohingegen die unteren richtige Namen bekamen (Woyzeck, Marie, Andres). Außerdem gibt es Unterschiede in der Sprache, die die Charaktere benutzen. So wird die Umgangssprache von den unteren Ständen verwendet, während die oberen eher hochgestochen reden und mit vielen Fachbegriffen um sich werfen. Zudem wird sehr deutlich, dass die Gesellschaft in der literarischen Epoche des Vormärzes (1830-1848) durch materialistische Zwänge geprägt war. Entgegen Schillers Auffassung beweist Georg Büchner, dass der Mensch nicht über der Natur steht, sondern dass er vielmehr äußeren Sachzwängen (wie beispielsweise Verträgen, wie im Fall des Woyzeck) unterworfen ist. Der Schreibstil ist auch gar nicht mehr so schwierig zu verstehen, wenn man erst mal in der Geschichte drin ist. Klar, es ist die Umgangssprache um 1836 herum, aber es ist trotzdem Deutsch – etwas komplizierter zu lesen, aber trotzdem ausdrucksstark. Fazit „Woyzeck“ ist eine der besseren Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. Die Analysen im Deutsch-LK haben zu einem guten Verständnis beigetragen, sodass ich das Drama jedem empfehlen kann, der bereit ist, ein bisschen Zeit dafür zu opfern, hinter das Geschriebene zu blicken.
Beste Schullektüre bisher
Ich glaube ich habe noch nie eine Schullektüre gelesen, die mich so interessiert/ fasziniert hat. Ich werde vermutlich noch mehr Werke von Büchner lesen müssen :) Dieses Buch ist natürlich keine leichte Lektüre und ohne Lektüreschlüssel an manchen Stellen für den heutigen Leser unverständlich, aber es lohnt sich wirklich. Ich bin meinem Deutschlehrer sehr dankbar, dass wir dieses Buch noch behandelt haben, obwohl es nicht im Abiturerlass steht.
An sich interessante Story
Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ stellt eine interessante Geschichte dar, mit der man sich intensiv auseinandersetzen kann. Ich habe das Buch erzwungener Maßen für die Schule gelesen. Von alleine hätte ich dieses Buch nicht gelesen, da ich weder vom Schreibstil noch von der Geschichte an sich begeistert bin. Wenn man sich jedoch mit dem Drama auseinandersetzt kann es schon interessant werden :)
Ehrlich gesagt ist die Sprache echt ein Kampf. Alles ist so abgehackt und wirr, dass man kaum im Lesefluss bleibt das war für mich richtig anstrengend und nervig. Aber inhaltlich ist es schon krass. Wie das Buch beschreibt, wie Woyzeck durch sein Trauma und den Druck von oben kaputt geht, ist echt gut gemacht. Das Ende hat mich dann nochmal richtig spannend und düster. Inhaltlich ok und psychologisch stark, aber der Schreibstil und manche Szenen machen es einem echt schwer das Buch zu Lesen.
Verwirrend aber irgendwie gut
Ich hab noch nie sowas gelesen und daher war es erst mal komisch, diese Dialoge zu lesen. Es war irgendwie gut und Woyzeck gestört aber gleichzeitig war es auch verwirrend. Das, was Woyzeck am Ende getan hat, lässt einen echt darüber nachdenken, Ob er jetzt wirklich Täter war oder irgendwie auch das Opfer. (schaut euch auf YouTube dieses Playmobil Video dazu an das erklärt ziemlich viel und ist gut) Ich hab mir das übrigens freiwillig angetan und für eine Schullektüre ist es nicht mal so schlecht.
Ansich ok. Man kann die Hälfte nur halb verstehen und das Buch springt die ganze Zeit hin und her ne ganz durchschnittliche kurze Lektüre. Passt irgendwie zum Kriegstrauma topic, ist aber zu abgedreht. Spoiler: Das er am Ende seine Frau tötet ist ganz spannend usw. und rettet das Buch sonst eher 2 Sterne
(für Vorsprechen gelesen) Ich habe Woyzeck das erste Mal früher in der Schule gelesen und danach eine Inszenierung auf der Bühne gesehen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie ich es fand, allerdings hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen, gerade Woyzecks leidender Abschlussmonolog. Jetzt reißt mich Woyzecks Schlussmonolog immer noch mit. Ich hätte mir allerdings gewünscht ihn, als auch alle anderen Charaktere noch näher kennenzulernen. Wäre dies ein fertiges Werk Georg Büchners, würde ich es wahrscheinlich zu eines der spannenderen und interessanteren Stücke zählen, die ich gelesen habe. So wird das Thema klar (Woyzeck wird von verschiedenen Seiten der Gesellschaft ausgenutzt), es fehlt aber an Tiefe. Es ist einfach unfertig.



























