Stille Helden der Nacht
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Der internationale Bestseller erzählt die wahre Geschichte eines Diplomaten-Ehepaars, das sein Leben riskiert hat, um Tausenden Juden zur Flucht aus Wien zu verhelfen
Wien, 1938. Dr. Ho Fengshan, der Generalkonsul von China, macht sich Sorgen um seine Ehefrau Grace. Die schüchterne US-Amerikanerin fühlt sich nicht wohl mit den gesellschaftlichen Verpflichtungen einer Diplomatenfrau, und der aufkommende Nationalsozialismus bereitet ihr immer mehr Unbehagen. Als Grace sich mit der Jüdin Lola Schnitzler anfreundet, erkennt Dr. Ho sofort das Risiko, das die Beziehung für sie birgt. Er drängt Grace dazu, den Kontakt abzubrechen, schließlich hat er den Auftrag, freundschaftliche Beziehungen zum Dritten Reich aufrechtzuerhalten, und ist sich sicher, dass sie längst unter Beobachtung stehen.
Als aber Lolas Familie Opfer eines brutalen Überfalls wird, beschließt Dr. Ho zu helfen und ihr Visa für Schanghai auszustellen. Doch mit dem Näherrücken des Zweiten Weltkriegs eskaliert auch die Gewalt gegen andere Juden immer stärker. Grace und Dr. Ho werden vor die Zerreißprobe gestellt: Wie viel kann ein einzelner Mensch auf sich nehmen, um Unschuldige zu retten, bis er selbst daran zerbricht?
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eine Ode an die Menschlichkeit
Dr. Ho Fengshan ist Generalkonsul für China in Wien. Dort lebt er zusammen mit seiner Frau Grace und seinem Sohn Monto. Er hat Freunde, darunter auch den Juden Rosenberg und seine Frau hat eine halbjüdische Deutschlehrerin, Lola Schnitzler. Doch die Nazis übernehmen immer mehr das Regime und die anderen Länder, wie die USA und die Briten, schließen ihre Botschaften und vergeben keine Visa an Juden. Nach der Reichskristallnacht sieht Fengshan es als seine Pflicht als gläubiger Christ an, den Juden zu helfen. Entgegen der Anweisung seine Vorgesetzten Chen in Berlin stellt er Visa an Juden aus, die so nach Shanghai fliehen können. Alfons Eichmann, SS-Obersturmbannführer und als der "Teufel von Wien" bekannt, stellt sich bald als Feind der Familie Ho heraus. Er setzt alles daran alle Juden zu vernichten und Dr. Ho sieht er als seinen Feind an. An Fengshans Menschlichkeit und Selbstlosigkeit soll bald seine ganze Familie zerbrechen. Dieses Buch ist eine Hommage an Dr. Ho Fengshan, der vielen 1000 Juden während des Dritten Reiches durch seinen Ungehorsam seinen Vorgesetzten gegenüber, das Leben gerettet hat. Einiges wurde von der Autorin dazu gedichtet um eine spannende Handlung zu kreieren, aber überwiegend beruht es auf der Autobiografie dieses beeindruckenden und mutigen Mannes. Ein tolles Buch über Menschlichkeit das mich sehr beeindruckt hat.
Der historische Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die Geschichte des Generalkonsuls Dr. Ho Fengshan, der in Wien an der chinesischen Botschaft tätig war. Er ist verheiratet mit Grace Lee, einer Amerikanerin, die sich im Ausland unwohl fühlt, zumal sie nur englisch spricht. Grace lernt die Jüdin Lola Schnitzler kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Die beiden Frauen freunden sich an. Dr. Ho Fengshan steht der Freundschaft skeptisch gegenüber, da er in der Botschaft gezwungen ist, zum Dritten Reich freundschaftliche und respektvolle Beziehungen zu unterhalten. Als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, beschließt er ihnen durch die Ausstellung von Visa zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Die Geschichte des Dr. Ho Fengshan ist historisch verbürgt, er hat zwischen 1938 und 1940 vielen tausend Juden Visa erteilt und ihnen dadurch das Leben retten können. Der Roman hat mir gut gefallen, der Zwiespalt in Dr. Ho Fengshan wird sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert. Lola lernen wir als starke Persönlichkeit kennen. Grace hingegen ist für mich eher von Selbstmitleid geprägt. Das sorgte für die ein oder andere Länge im Buch. War das ersten Drittel sehr detailliert beschrieben, so waren die persönlichen Beziehungen im Roman zum Schluss eher im Schnelldurchlauf geschildert und ließen mich eher etwas enttäuscht zurück. Ich gebe diesem Roman trotzdem gute 3,5 Sterne, da er die Geschichte eines sehr mutigen Mannes beschreibt, der für das Leben anderer sein eigenes Leben und seinen Beruf aufs Spiel gesetzt hat. Eine Hommage an Dr. Ho Fengshan und von mir eine Leseempfehlung an alle die historische Romane zur Zeit des Dritten Reiches suchen
Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden in Wien zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Seine Frau, Grace, lernte eines Tages die junge Jüdin Lola kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Doch als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, bittet Grace ihren Mann, auch Lolas Familie bei der Auswanderung zu helfen. Das Wirken von Dr. Ho Fengshan in Wien ist historisch belegt. Die Freundschaft seiner Frau zur Jüdin Lola ist jedoch nur Fiktion. Der Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Zwiespalt, in dem sich Fengshan befindet, zwischen seinem Wunsch, den Juden zu helfen und doch die Interessen seines Landes zu bewahren, ist in jedem Satz spürbar. Grace wiederum zeichnet sich größtenteils durch ihr Selbstmitleid aus. Erst die Freundschaft mit Lola scheint ihr Denken und Handeln zu verändern. Lola ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der ganzen Niederschläge, die sie erleidet, immer weiter kämpft. Doch bekommt man als Leser irgendwie immer das Gefühl, wie viel diese Frau ertragen muss. Die Geschichte wechselt sich in der Erzählweise immer wieder zwischen den drei Protagonisten ab. Und auch hier kann man das Denken und Handeln der drei Figuren sehr gut spüren. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, bleibt es doch immer wieder spannend und nicht vorhersehbar. Auch wenn ich schon viele historische Romane gelesen habe, die in dieser Zeit spielen, ist der Autorin doch eine Geschichte gelungen, die besonders ist.
Ein Gänsehautroman über den unerschütterlichen Einsatz des chinesischen Generalkonsuls Dr.Ho Fengshan und seiner amerikanischen Ehefrau Grace zur Zeit des 2.Weltkrieges. Kurz nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich 1938 verschlechtert sich die Lage der jüdischen Bevölkerung gravierend, die Nazis sind auf dem Vormarsch, die Übergriffe auf die Juden nehmen zu. Grace fühlt sich aufgrund der Sprachbarrieren und der vielen Arbeit ihres Mannes alleine und knüpft Kontakt zu der Jüdin Lola, deren Familie schon bald Opfer brutaler Überfälle und Zwangsenteignung wird. Dieser Übergriff veranlasst Dr.Ho sich für Visa nach Schanghai einzusetzen. Doch der Druck aufgrund der diplomatischen Verbindungen zwischen China und Deutschland steigt und Dr.Ho erlebt eine Zerreißprobe zwischen Menschlichkeit und Gehorsam gegenüber seinen Vorgesetzten. Dieses Buch ist im Vergleich zu bisher gelesenen Büchern aus dem 2.Weltkrieg ganz speziell. Historisch gut recherchiert erlebt man ein ungewöhnliches Ehepaar, bei denen sowohl Herkunft als auch familiäre Hintergründe ausschlaggebend für ihr Verhalten sind. Überschattet von der Willkür besonders des Obersturmbannführer Adolf Eichmann, der an Grausamkeit, Menschenverachtung und listigem Verhalten nicht zu überbieten war und der für die Verfolgung, Vertreibung und Deportation unzähliger Juden verantwortlich war. Die Geschichte ist interessant aufgebaut, denn abwechselnd erzählen Lola und Grace aus der Ich-Perspektive all ihre Erlebnisse und Gefühle, während man Fengshans Handlungsweise als Beobachter miterlebt. Das hat zur Folge, dass die Sicht der Frauen doch um einiges emotionaler ist. Als Frau all die Geschehnisse durchstehen zu müssen, Grace Wunsch sich zurechtzufinden, mit ihrer Schüchternheit zurechtzukommen und dem Sehnen nach Liebe sowohl von ihrem Mann als auch die erschwerte Verbindung zu ihrem jungen Stiefsohn war sehr nahegehend. Obwohl vieles zeitweise auch sehr trocken und nüchtern wirkte. Eine schreckliche Zeit, in der es schwierig war, Pflicht und Wünsche zu kombinieren. Fengshan ist durch und durch Diplomat, organisiert, ohne sich groß Gefühle anmerken zu lassen, auch wenn zeitweise die Fassade bröckelt. Beide Seiten konnte ich einerseits nachvollziehen, obwohl mir stellenweise doch irgendwie was gefehlt hat und einige Situationen etwas merkwürdig wirkten. Dennoch gab es immer wieder Wendungen, die der eh schon schwierigen Lage noch eins obendrauf gesetzt haben und den Atem stocken ließen. Das Ende war etwas enttäuschend, vielleicht weil es einerseits etwas gerafft war und andererseits auch ziemlich überraschend war, aber eben der Realität entsprach. Eine interessante Kombi aus wahrer Geschichte und einigen fiktiven Elementen. Wer sich für die politische Lage Chinas während dieser Zeit interessiert und auch geschichtlich mehr über die Konflikte der jeweiligen Länder, deren Rettungsversuche, aber auch Versagen gegenüber der jüdischen Bevölkerung erfahren möchte, ist mit diesem Roman gut bedient. Dr. Ho und seine Frau sind ein gutes Beispiel für aufrichtiges Interesse, Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft, obwohl es sie selbst so viel gekostet hat.

Ein mitreißender historischer Roman, der uns mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit Wiens.
Grace Lee ist die Frau des Generalkonsuls von China Dr. Ho Fengshan. Sie ist schüchtern und kennt die Sprache nicht. Sie findet sich schlecht in Wien zurecht. Alles ist so anders als in ihrer Heimat in den USA. Doch als sie sich endlich auf eine Sprachlehrerin einlässt, blüht sie immer mehr auf. Der Kontakt zu Lola Schnitzler, einer Jüdin, verändert Graces ganze Welt. Sie freunden sich an. Doch ihr Mann erkennt sofort das Risiko, dass mit der Freundschaft einher geht. Er versucht Grace zu überreden den Kontakt abzubrechen. Denn es wirft ein schlechtes Licht auf ihn. Er soll für China die Beziehung zum Dritten Reich aufrecht erhalten. Immer wieder hat Fengshan das Gefühl, dass sie bereits unter Beobachtung stehen. Seine Meinung ändert sich jedoch, als Lola und ihre Familie und ein anderer guter Freund von ihm beide Opfer einer Schikane der Polizei werden. Er versucht sich bei anderen Konsulaten Hilfe zu holen, vergeblich. So beschließt er selbst zu helfen. Er stellt Visa für jeden Antragsteller aus. So hilft er vielen Juden tagtäglich aus Wien zu entkommen. Seinem Vorgesetzten passt dies jedoch gar nicht. Er befürchtet, dass Deutschland davon Wind bekommt und deren Beziehung darunter leiden könnte. Immerhin hofft China doch auf Waffenlieferungen Deutschlands um den Krieg gegen Japan rumreißen zu können. Doch Fengshan stellt weiter Visa aus. Dies führt zu Konsequenzen. Und Grace und Femgshan geraten immer mehr ins Visier, vor allem von Adolf Eichmann. Als Lola dann plötzlich in ein Getto versetzt wird, versucht Grace ihre Nichte zu retten und organisiert mit der Hilfe ihres Mannes, dass sie mit einer Vielzahl anderer Kinder einen Zug nach England nehmen kann. Grace wünscht sich unbedingt ein eigenes Kind. Fengshan hatte bereits einen Sohn aus erster Ehe als die beiden heirateten. Doch die Beziehung zwischen ihm und Grace ist sehr kühl. Als Grace dann doch schwanger wird, kann Sie ihr Glück kaum fassen. Doch es ist gefährlich in diesen Zeiten ein Kind in die Welt zu setzten, vor allem wenn man von der Polizei beobachtet wird. Mir hat dieser Roman sehr gefallen. Es ist ein gutes Zwischenspiel aus wahrer und fiktiver Geschichte. Dr. Ho Fengshan hat zwischen 1938 und 1940 vielen jüdischen Bürgern zur Flucht helfen können. Die Geschichte um Grace und Lola ist fiktiv. Dennoch hätte sie genauso passiert sein können. In diesem Roman steckt so viel mehr, als nur die Thematik der Judenverfolgung in Wien. Es geht auch um eine Familie, die in einem fremden Land lebt und mit den neuen Sitten und Bräuchen zu kämpfen hat. Um eine Frau, die ihren Platz in der Welt sucht und dabei noch versucht Mutter zu sein für ein Kind, dass sie nicht leiden kann. Ein Paar, dass versucht Leben anderer zu retten und sich bei all den Geschehnissen völlig verlieren. Einer Frau, die nach Zuneigung ihres Stiefsohnes und Ehemanns kämpft und einen unerfüllten Kinderwünsch hat. Das Ende des Buches hat mich jedoch nochmal ganz anders überrascht. Man hat gedacht Lola wäre völlig verschwunden und den Nazis zum Opfer gefallen. Doch sie spiel noch eine wichtige Rolle am Ende und zeigt, dass Freundschaft manchmal das letzte ist, woran man sich klammern kann. Nachdem Grace und Fengshan Wien verlassen, ändert sich ihr beider Leben nochmal komplett. Und beide erlangen doch irgendwie noch ein Happy End, oder das was dem in diesen Zeiten am nächsten kommt.

Hommage an Dr. Ho Fengshan
Der historische Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die Geschichte des Generalkonsuls Dr. Ho Fengshan, der in Wien an der chinesischen Botschaft tätig war. Er ist verheiratet mit Grace Lee, einer Amerikanerin, die sich im Ausland unwohl fühlt, zumal sie nur englisch spricht. Grace lernt die Jüdin Lola Schnitzler kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Die beiden Frauen freunden sich an. Dr. Ho Fengshan steht der Freundschaft skeptisch gegenüber, da er in der Botschaft gezwungen ist, zum Dritten Reich freundschaftliche und respektvolle Beziehungen zu unterhalten. Als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, beschließt er ihnen durch die Ausstellung von Visa zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Die Geschichte des Dr. Ho Fengshan ist historisch verbürgt, er hat zwischen 1938 und 1940 vielen tausend Juden Visa erteilt und ihnen dadurch das Leben retten können. Die Freundschaft zwischen Grace und Lola ist allerdings Fiktion, so das Nachwort der Autorin. Der Roman hat mir gut gefallen, der Zwiespalt in Dr. Ho Fengshan wird sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert. Lola lernen wir als starke Persönlichkeit kennen. Grace hingegen ist mir mit ihrer immer sich selbst bemitleidenden Art ziemlich auf die Nerven gegangen. Sie hat sich für Lola eingesetzt, hätte aber für ihr eigenes Leben viel mehr tun können. Sprachlich ist der Roman gut zu lesen, er bleibt spannend bis zum Schluss. Das Cover ist mir für den Ernst der Geschichte etwas zu sanft geraten, da es viel Frieden widerspiegelt. Dieser Frieden findet sich im Buch nicht wieder. Ich gebe diesem Roman trotzdem gute 4 Sterne, da er die Geschichte eines sehr mutigen Mannes beschreibt, der für das Leben anderer sein eigenes Leben und seinen Beruf aufs Spiel gesetzt hat. Eine Hommage an Dr. Ho Fengshan und von mir eine Leseempfehlung an alle Leser:Innen historischer Romane zur Zeit des Dritten Reiches. Vielen Dank an @netgalleyde und @tinteundfeder für das Rezensionsexemplar
Lieb gemeinte drei Sterne
Mit der Bewertung dieses historischen Romans habe ich mich extrem schwer getan. Ich kam nicht wirklich in das Buch hinein, fand es teilweise zu schwerfällig in der Schreibweise. Mehr als einmal war ich in der Versuchung, das Buch abzubrechen. Durchgehalten habe ich aufgrund der Thematik und der Tatsache, dass der historische Roman auf tatsächliche Begebenheiten basiert. Dr. Ho Fengshan als chinesischer Diplomat im gerade an das Großreich angeschlossene Wien in Dienst getreten, ist schockiert, wie mit den Juden umgegangen wird. Er nutzt seine Position, um unzähligen Juden zu einer Ausreise nach Shanghai zu verhelfen. Unermüdlich füllt er Visa um Visa aus, obwohl er von seinen Vorgesetzten gesagt bekommt, die Vergabe der Visa einzustellen. In dem Roman dürfen wir auch Dr. Fengshans Sohn Monto, seine Frau Grace und deren Freundin Lola Schnitzler begleiten. Es ist eine Geschichte von Mut, Loyalität, Freundschaft und von den Abartigkeiten, wie die Nazis und deren Schergen sie verübt haben.
Ein sehr emotionales Buch über eine schwierige und grausame Zeit. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn das Thema kein schönes ist. Schade das alles so schlimm verlaufen ist damals. Man kann sich gar nicht vorstellen was in den Köpfen der Menschen damals so vor sich ging und welche Ängste sie ausstanden. Toll das es Menschen gab, die versuchten den Juden zu helfen. Leider ohne großen Erfolg und mit eigenem Opfer. Sehr bewegende Geschichte.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der internationale Bestseller erzählt die wahre Geschichte eines Diplomaten-Ehepaars, das sein Leben riskiert hat, um Tausenden Juden zur Flucht aus Wien zu verhelfen
Wien, 1938. Dr. Ho Fengshan, der Generalkonsul von China, macht sich Sorgen um seine Ehefrau Grace. Die schüchterne US-Amerikanerin fühlt sich nicht wohl mit den gesellschaftlichen Verpflichtungen einer Diplomatenfrau, und der aufkommende Nationalsozialismus bereitet ihr immer mehr Unbehagen. Als Grace sich mit der Jüdin Lola Schnitzler anfreundet, erkennt Dr. Ho sofort das Risiko, das die Beziehung für sie birgt. Er drängt Grace dazu, den Kontakt abzubrechen, schließlich hat er den Auftrag, freundschaftliche Beziehungen zum Dritten Reich aufrechtzuerhalten, und ist sich sicher, dass sie längst unter Beobachtung stehen.
Als aber Lolas Familie Opfer eines brutalen Überfalls wird, beschließt Dr. Ho zu helfen und ihr Visa für Schanghai auszustellen. Doch mit dem Näherrücken des Zweiten Weltkriegs eskaliert auch die Gewalt gegen andere Juden immer stärker. Grace und Dr. Ho werden vor die Zerreißprobe gestellt: Wie viel kann ein einzelner Mensch auf sich nehmen, um Unschuldige zu retten, bis er selbst daran zerbricht?
Book Information
Posts
Eine Ode an die Menschlichkeit
Dr. Ho Fengshan ist Generalkonsul für China in Wien. Dort lebt er zusammen mit seiner Frau Grace und seinem Sohn Monto. Er hat Freunde, darunter auch den Juden Rosenberg und seine Frau hat eine halbjüdische Deutschlehrerin, Lola Schnitzler. Doch die Nazis übernehmen immer mehr das Regime und die anderen Länder, wie die USA und die Briten, schließen ihre Botschaften und vergeben keine Visa an Juden. Nach der Reichskristallnacht sieht Fengshan es als seine Pflicht als gläubiger Christ an, den Juden zu helfen. Entgegen der Anweisung seine Vorgesetzten Chen in Berlin stellt er Visa an Juden aus, die so nach Shanghai fliehen können. Alfons Eichmann, SS-Obersturmbannführer und als der "Teufel von Wien" bekannt, stellt sich bald als Feind der Familie Ho heraus. Er setzt alles daran alle Juden zu vernichten und Dr. Ho sieht er als seinen Feind an. An Fengshans Menschlichkeit und Selbstlosigkeit soll bald seine ganze Familie zerbrechen. Dieses Buch ist eine Hommage an Dr. Ho Fengshan, der vielen 1000 Juden während des Dritten Reiches durch seinen Ungehorsam seinen Vorgesetzten gegenüber, das Leben gerettet hat. Einiges wurde von der Autorin dazu gedichtet um eine spannende Handlung zu kreieren, aber überwiegend beruht es auf der Autobiografie dieses beeindruckenden und mutigen Mannes. Ein tolles Buch über Menschlichkeit das mich sehr beeindruckt hat.
Der historische Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die Geschichte des Generalkonsuls Dr. Ho Fengshan, der in Wien an der chinesischen Botschaft tätig war. Er ist verheiratet mit Grace Lee, einer Amerikanerin, die sich im Ausland unwohl fühlt, zumal sie nur englisch spricht. Grace lernt die Jüdin Lola Schnitzler kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Die beiden Frauen freunden sich an. Dr. Ho Fengshan steht der Freundschaft skeptisch gegenüber, da er in der Botschaft gezwungen ist, zum Dritten Reich freundschaftliche und respektvolle Beziehungen zu unterhalten. Als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, beschließt er ihnen durch die Ausstellung von Visa zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Die Geschichte des Dr. Ho Fengshan ist historisch verbürgt, er hat zwischen 1938 und 1940 vielen tausend Juden Visa erteilt und ihnen dadurch das Leben retten können. Der Roman hat mir gut gefallen, der Zwiespalt in Dr. Ho Fengshan wird sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert. Lola lernen wir als starke Persönlichkeit kennen. Grace hingegen ist für mich eher von Selbstmitleid geprägt. Das sorgte für die ein oder andere Länge im Buch. War das ersten Drittel sehr detailliert beschrieben, so waren die persönlichen Beziehungen im Roman zum Schluss eher im Schnelldurchlauf geschildert und ließen mich eher etwas enttäuscht zurück. Ich gebe diesem Roman trotzdem gute 3,5 Sterne, da er die Geschichte eines sehr mutigen Mannes beschreibt, der für das Leben anderer sein eigenes Leben und seinen Beruf aufs Spiel gesetzt hat. Eine Hommage an Dr. Ho Fengshan und von mir eine Leseempfehlung an alle die historische Romane zur Zeit des Dritten Reiches suchen
Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden in Wien zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Seine Frau, Grace, lernte eines Tages die junge Jüdin Lola kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Doch als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, bittet Grace ihren Mann, auch Lolas Familie bei der Auswanderung zu helfen. Das Wirken von Dr. Ho Fengshan in Wien ist historisch belegt. Die Freundschaft seiner Frau zur Jüdin Lola ist jedoch nur Fiktion. Der Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Zwiespalt, in dem sich Fengshan befindet, zwischen seinem Wunsch, den Juden zu helfen und doch die Interessen seines Landes zu bewahren, ist in jedem Satz spürbar. Grace wiederum zeichnet sich größtenteils durch ihr Selbstmitleid aus. Erst die Freundschaft mit Lola scheint ihr Denken und Handeln zu verändern. Lola ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der ganzen Niederschläge, die sie erleidet, immer weiter kämpft. Doch bekommt man als Leser irgendwie immer das Gefühl, wie viel diese Frau ertragen muss. Die Geschichte wechselt sich in der Erzählweise immer wieder zwischen den drei Protagonisten ab. Und auch hier kann man das Denken und Handeln der drei Figuren sehr gut spüren. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, bleibt es doch immer wieder spannend und nicht vorhersehbar. Auch wenn ich schon viele historische Romane gelesen habe, die in dieser Zeit spielen, ist der Autorin doch eine Geschichte gelungen, die besonders ist.
Ein Gänsehautroman über den unerschütterlichen Einsatz des chinesischen Generalkonsuls Dr.Ho Fengshan und seiner amerikanischen Ehefrau Grace zur Zeit des 2.Weltkrieges. Kurz nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich 1938 verschlechtert sich die Lage der jüdischen Bevölkerung gravierend, die Nazis sind auf dem Vormarsch, die Übergriffe auf die Juden nehmen zu. Grace fühlt sich aufgrund der Sprachbarrieren und der vielen Arbeit ihres Mannes alleine und knüpft Kontakt zu der Jüdin Lola, deren Familie schon bald Opfer brutaler Überfälle und Zwangsenteignung wird. Dieser Übergriff veranlasst Dr.Ho sich für Visa nach Schanghai einzusetzen. Doch der Druck aufgrund der diplomatischen Verbindungen zwischen China und Deutschland steigt und Dr.Ho erlebt eine Zerreißprobe zwischen Menschlichkeit und Gehorsam gegenüber seinen Vorgesetzten. Dieses Buch ist im Vergleich zu bisher gelesenen Büchern aus dem 2.Weltkrieg ganz speziell. Historisch gut recherchiert erlebt man ein ungewöhnliches Ehepaar, bei denen sowohl Herkunft als auch familiäre Hintergründe ausschlaggebend für ihr Verhalten sind. Überschattet von der Willkür besonders des Obersturmbannführer Adolf Eichmann, der an Grausamkeit, Menschenverachtung und listigem Verhalten nicht zu überbieten war und der für die Verfolgung, Vertreibung und Deportation unzähliger Juden verantwortlich war. Die Geschichte ist interessant aufgebaut, denn abwechselnd erzählen Lola und Grace aus der Ich-Perspektive all ihre Erlebnisse und Gefühle, während man Fengshans Handlungsweise als Beobachter miterlebt. Das hat zur Folge, dass die Sicht der Frauen doch um einiges emotionaler ist. Als Frau all die Geschehnisse durchstehen zu müssen, Grace Wunsch sich zurechtzufinden, mit ihrer Schüchternheit zurechtzukommen und dem Sehnen nach Liebe sowohl von ihrem Mann als auch die erschwerte Verbindung zu ihrem jungen Stiefsohn war sehr nahegehend. Obwohl vieles zeitweise auch sehr trocken und nüchtern wirkte. Eine schreckliche Zeit, in der es schwierig war, Pflicht und Wünsche zu kombinieren. Fengshan ist durch und durch Diplomat, organisiert, ohne sich groß Gefühle anmerken zu lassen, auch wenn zeitweise die Fassade bröckelt. Beide Seiten konnte ich einerseits nachvollziehen, obwohl mir stellenweise doch irgendwie was gefehlt hat und einige Situationen etwas merkwürdig wirkten. Dennoch gab es immer wieder Wendungen, die der eh schon schwierigen Lage noch eins obendrauf gesetzt haben und den Atem stocken ließen. Das Ende war etwas enttäuschend, vielleicht weil es einerseits etwas gerafft war und andererseits auch ziemlich überraschend war, aber eben der Realität entsprach. Eine interessante Kombi aus wahrer Geschichte und einigen fiktiven Elementen. Wer sich für die politische Lage Chinas während dieser Zeit interessiert und auch geschichtlich mehr über die Konflikte der jeweiligen Länder, deren Rettungsversuche, aber auch Versagen gegenüber der jüdischen Bevölkerung erfahren möchte, ist mit diesem Roman gut bedient. Dr. Ho und seine Frau sind ein gutes Beispiel für aufrichtiges Interesse, Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft, obwohl es sie selbst so viel gekostet hat.

Ein mitreißender historischer Roman, der uns mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit Wiens.
Grace Lee ist die Frau des Generalkonsuls von China Dr. Ho Fengshan. Sie ist schüchtern und kennt die Sprache nicht. Sie findet sich schlecht in Wien zurecht. Alles ist so anders als in ihrer Heimat in den USA. Doch als sie sich endlich auf eine Sprachlehrerin einlässt, blüht sie immer mehr auf. Der Kontakt zu Lola Schnitzler, einer Jüdin, verändert Graces ganze Welt. Sie freunden sich an. Doch ihr Mann erkennt sofort das Risiko, dass mit der Freundschaft einher geht. Er versucht Grace zu überreden den Kontakt abzubrechen. Denn es wirft ein schlechtes Licht auf ihn. Er soll für China die Beziehung zum Dritten Reich aufrecht erhalten. Immer wieder hat Fengshan das Gefühl, dass sie bereits unter Beobachtung stehen. Seine Meinung ändert sich jedoch, als Lola und ihre Familie und ein anderer guter Freund von ihm beide Opfer einer Schikane der Polizei werden. Er versucht sich bei anderen Konsulaten Hilfe zu holen, vergeblich. So beschließt er selbst zu helfen. Er stellt Visa für jeden Antragsteller aus. So hilft er vielen Juden tagtäglich aus Wien zu entkommen. Seinem Vorgesetzten passt dies jedoch gar nicht. Er befürchtet, dass Deutschland davon Wind bekommt und deren Beziehung darunter leiden könnte. Immerhin hofft China doch auf Waffenlieferungen Deutschlands um den Krieg gegen Japan rumreißen zu können. Doch Fengshan stellt weiter Visa aus. Dies führt zu Konsequenzen. Und Grace und Femgshan geraten immer mehr ins Visier, vor allem von Adolf Eichmann. Als Lola dann plötzlich in ein Getto versetzt wird, versucht Grace ihre Nichte zu retten und organisiert mit der Hilfe ihres Mannes, dass sie mit einer Vielzahl anderer Kinder einen Zug nach England nehmen kann. Grace wünscht sich unbedingt ein eigenes Kind. Fengshan hatte bereits einen Sohn aus erster Ehe als die beiden heirateten. Doch die Beziehung zwischen ihm und Grace ist sehr kühl. Als Grace dann doch schwanger wird, kann Sie ihr Glück kaum fassen. Doch es ist gefährlich in diesen Zeiten ein Kind in die Welt zu setzten, vor allem wenn man von der Polizei beobachtet wird. Mir hat dieser Roman sehr gefallen. Es ist ein gutes Zwischenspiel aus wahrer und fiktiver Geschichte. Dr. Ho Fengshan hat zwischen 1938 und 1940 vielen jüdischen Bürgern zur Flucht helfen können. Die Geschichte um Grace und Lola ist fiktiv. Dennoch hätte sie genauso passiert sein können. In diesem Roman steckt so viel mehr, als nur die Thematik der Judenverfolgung in Wien. Es geht auch um eine Familie, die in einem fremden Land lebt und mit den neuen Sitten und Bräuchen zu kämpfen hat. Um eine Frau, die ihren Platz in der Welt sucht und dabei noch versucht Mutter zu sein für ein Kind, dass sie nicht leiden kann. Ein Paar, dass versucht Leben anderer zu retten und sich bei all den Geschehnissen völlig verlieren. Einer Frau, die nach Zuneigung ihres Stiefsohnes und Ehemanns kämpft und einen unerfüllten Kinderwünsch hat. Das Ende des Buches hat mich jedoch nochmal ganz anders überrascht. Man hat gedacht Lola wäre völlig verschwunden und den Nazis zum Opfer gefallen. Doch sie spiel noch eine wichtige Rolle am Ende und zeigt, dass Freundschaft manchmal das letzte ist, woran man sich klammern kann. Nachdem Grace und Fengshan Wien verlassen, ändert sich ihr beider Leben nochmal komplett. Und beide erlangen doch irgendwie noch ein Happy End, oder das was dem in diesen Zeiten am nächsten kommt.

Hommage an Dr. Ho Fengshan
Der historische Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die Geschichte des Generalkonsuls Dr. Ho Fengshan, der in Wien an der chinesischen Botschaft tätig war. Er ist verheiratet mit Grace Lee, einer Amerikanerin, die sich im Ausland unwohl fühlt, zumal sie nur englisch spricht. Grace lernt die Jüdin Lola Schnitzler kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Die beiden Frauen freunden sich an. Dr. Ho Fengshan steht der Freundschaft skeptisch gegenüber, da er in der Botschaft gezwungen ist, zum Dritten Reich freundschaftliche und respektvolle Beziehungen zu unterhalten. Als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, beschließt er ihnen durch die Ausstellung von Visa zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen. Die Geschichte des Dr. Ho Fengshan ist historisch verbürgt, er hat zwischen 1938 und 1940 vielen tausend Juden Visa erteilt und ihnen dadurch das Leben retten können. Die Freundschaft zwischen Grace und Lola ist allerdings Fiktion, so das Nachwort der Autorin. Der Roman hat mir gut gefallen, der Zwiespalt in Dr. Ho Fengshan wird sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert. Lola lernen wir als starke Persönlichkeit kennen. Grace hingegen ist mir mit ihrer immer sich selbst bemitleidenden Art ziemlich auf die Nerven gegangen. Sie hat sich für Lola eingesetzt, hätte aber für ihr eigenes Leben viel mehr tun können. Sprachlich ist der Roman gut zu lesen, er bleibt spannend bis zum Schluss. Das Cover ist mir für den Ernst der Geschichte etwas zu sanft geraten, da es viel Frieden widerspiegelt. Dieser Frieden findet sich im Buch nicht wieder. Ich gebe diesem Roman trotzdem gute 4 Sterne, da er die Geschichte eines sehr mutigen Mannes beschreibt, der für das Leben anderer sein eigenes Leben und seinen Beruf aufs Spiel gesetzt hat. Eine Hommage an Dr. Ho Fengshan und von mir eine Leseempfehlung an alle Leser:Innen historischer Romane zur Zeit des Dritten Reiches. Vielen Dank an @netgalleyde und @tinteundfeder für das Rezensionsexemplar
Lieb gemeinte drei Sterne
Mit der Bewertung dieses historischen Romans habe ich mich extrem schwer getan. Ich kam nicht wirklich in das Buch hinein, fand es teilweise zu schwerfällig in der Schreibweise. Mehr als einmal war ich in der Versuchung, das Buch abzubrechen. Durchgehalten habe ich aufgrund der Thematik und der Tatsache, dass der historische Roman auf tatsächliche Begebenheiten basiert. Dr. Ho Fengshan als chinesischer Diplomat im gerade an das Großreich angeschlossene Wien in Dienst getreten, ist schockiert, wie mit den Juden umgegangen wird. Er nutzt seine Position, um unzähligen Juden zu einer Ausreise nach Shanghai zu verhelfen. Unermüdlich füllt er Visa um Visa aus, obwohl er von seinen Vorgesetzten gesagt bekommt, die Vergabe der Visa einzustellen. In dem Roman dürfen wir auch Dr. Fengshans Sohn Monto, seine Frau Grace und deren Freundin Lola Schnitzler begleiten. Es ist eine Geschichte von Mut, Loyalität, Freundschaft und von den Abartigkeiten, wie die Nazis und deren Schergen sie verübt haben.











