Robin Sloan expands the Penumbraverse to new reaches of time and space in a rollicking far-future adventure.
It is eleven thousand years from now. A lot has happened, and yet a lot is still very familiar. Ariel is a boy in a remote village under a wizard's rule. Like many adventurers before him, Ariel is called to explore a world full of eye-popping discoveries and challenges: unknown enemies, a mission to rescue the world, a girl. Here, as they say, be dragons. But none of this happens before Ariel encounters an entity from an earlier civilization, a sentient, sensitive artificial intelligence with a special perspective on all of human history-who becomes both Ariel's greatest ally . . . and our narrator.
Moonbound is an adventure into the richest depths of Story itself from the creator of the Penumbraverse, Robin Sloan. It is a deeply satisfying epic of ancient scale, blasted through the imaginative prism of one of our most forward-thinking writers. And this is only the beginning.
Wie ihr alle wisst, bin ich ein großer Liebhaber des Genre Mix. Insbesondere wenn Fantasy auf Scifi trifft 😍 deshalb stand auch nie außer Frage, ob ich "Die letzte Geschichte der Welt" lesen würde. Schon der KT hat mich überzeugt. Künstliche Intelligenz und Zauberer in einem Buch? Da bin ich dabei!
Insgesamt hat mir die Geschichte um Ariel und die Chronistin auch gut gefallen. Aber eben nur gut.
Die Story wird von der Ki erzählt und ist sehr nüchtern, es passt zwar irgendwie, aber hat bei mir keine Emotionen wachrufen können.
Dass Tiere, wie zum Beispiel Hunde und Bieber, sprechen können, fand ich wiederum super 😁 das wird auch im Laufe der Geschichte sehr plausibel erklärt.
Ariel als Protagonist hat mich die meiste Zeit über nicht sehr interessiert. Genauso wenig hat er nämlich einen großen Teil der Strecke kaum einen Gedanken an seine Freunde verloren. Die immer noch in großer Gefahr waren.
Ich persönlich hätte auch gerne noch viel mehr von den "Drachen" erfahren. Besonders was diese in den weiten des Weltalls so unfassbar schlimmes erlebt haben. Das würde ich sehr gerne erfahren.
Fazit:
Es ist ein etwas anderes Buch, was ich im großen und ganzen ganz gut fand, aber nicht noch einmal lesen werde 🤔 müsst ihr selbst wissen 😉
Aug 2, 2025
3.5
Wie ihr alle wisst, bin ich ein großer Liebhaber des Genre Mix. Insbesondere wenn Fantasy auf Scifi trifft 😍 deshalb stand auch nie außer Frage, ob ich "Die letzte Geschichte der Welt" lesen würde. Schon der KT hat mich überzeugt. Künstliche Intelligenz und Zauberer in einem Buch? Da bin ich dabei!
Insgesamt hat mir die Geschichte um Ariel und die Chronistin auch gut gefallen. Aber eben nur gut.
Die Story wird von der Ki erzählt und ist sehr nüchtern, es passt zwar irgendwie, aber hat bei mir keine Emotionen wachrufen können.
Dass Tiere, wie zum Beispiel Hunde und Bieber, sprechen können, fand ich wiederum super 😁 das wird auch im Laufe der Geschichte sehr plausibel erklärt.
Ariel als Protagonist hat mich die meiste Zeit über nicht sehr interessiert. Genauso wenig hat er nämlich einen großen Teil der Strecke kaum einen Gedanken an seine Freunde verloren. Die immer noch in großer Gefahr waren.
Ich persönlich hätte auch gerne noch viel mehr von den "Drachen" erfahren. Besonders was diese in den weiten des Weltalls so unfassbar schlimmes erlebt haben. Das würde ich sehr gerne erfahren.
Fazit:
Es ist ein etwas anderes Buch, was ich im großen und ganzen ganz gut fand, aber nicht noch einmal lesen werde 🤔 müsst ihr selbst wissen 😉
Robin Sloan ist ein Autor, der offenbar fest davon überzeugt ist, dass Literatur ein Spielplatz sei – und Die letzte Geschichte der Welt sein bisher wildester Versuch, dort eine Art interdisziplinäre Schnitzeljagd zu veranstalten. Das Ergebnis ist ein Text, der mit postapokalyptischen Drachen, sprechenden Bibern und einem allwissenden Erzählerpilz aufwartet – und dennoch die kühnste Idee dieses Romans ist vielleicht nicht einmal das, sondern die Prämisse, dass ein solches Buch funktionieren könnte.
Die Handlung – so es denn eine gibt, die diesen Namen verdient – beginnt elf Jahrtausende in der Zukunft. Die Menschheit ist untergegangen, ihre Nachkommen sind Tiere mit Sprachvermögen und erstaunlich humanistischer Agenda. Die Erinnerung an die versunkene Zivilisation wird von einer künstlichen Intelligenz namens Chronist konserviert, einem archivarischen Symbionten, der sich in einen zwölfjährigen Jungen einnistet und fortan dessen Abenteuer erzählt. Dieser Junge, Ariel, befindet sich – wie es sich für Helden in solchen Konstruktionen gehört – auf einer epischen Reise, die vordergründig dem Kampf gegen einen finsteren Zauberer dient, aber in Wahrheit viel mehr mit der Suche nach Identität, Bedeutung und mythologischer Selbstvergewisserung zu tun hat.
Das alles klingt herrlich schräg – und ist es auch. Man hat gelegentlich das Gefühl, als habe sich Douglas Adams mit Italo Calvino in einem Serverraum eingeschlossen, um gemeinsam Tolkien zu parodieren. Sloans Welt ist randvoll mit verspielten Details, popkulturellen Referenzen, halbgaren wissenschaftlichen Theorien und Figuren, die direkt aus einem Fiebertraum von Hayao Miyazaki stammen könnten. Man kann sich dieser bizarren Mischung kaum entziehen, zumal sie mit erzählerischer Eleganz und aufrichtiger Freude am Fabulieren serviert wird.
Doch was dem Roman an Fantasie nicht mangelt, fehlt ihm mitunter an Stringenz. Die Geschichte mäandert, verweilt zu lang in ihrer eigenen Wunderwelt, und wenn dann doch einmal Spannung aufkommt, wird sie nicht selten von Zufällen oder überhasteten Wendungen wieder zunichte gemacht. Die Figuren – Ariel eingeschlossen – bleiben seltsam schemenhaft, oft mehr Typus als Mensch. Und die Fragen, die der Roman aufwirft – etwa nach der Verantwortung von Technologie oder dem ethischen Fundament posthumaner Zivilisationen – werden eher gestreift als wirklich durchdrungen.
Natürlich könnte man sagen: Das gehört zum Konzept. Dass hier keine Antworten gegeben werden, ist Teil der Erzählhaltung eines AI-Chronisten, der selbst nicht alles versteht und dennoch versucht, Sinn zu stiften. Aber auch das ist eine elegante Ausrede für ein Problem, das nicht hätte sein müssen. Sloan ist ein intelligenter Autor, er kennt die Mechanik des Erzählens, und man merkt dem Buch an, dass es mehr sein will als ein bloßes Abenteuer – es will Bedeutung. Doch Bedeutung verlangt Struktur, Tiefe, Widerstand. Nicht nur Flair.
Trotzdem – und das sage ich mit vollem Bewusstsein für die vorangegangene Kritik – habe ich mich unterhalten gefühlt. Vielleicht, weil dieses Buch in seiner Exzentrik etwas wohltuend Unzeitgemäßes hat. Weil es sich verweigert, in die Formate gängiger Genreunterhaltung zu passen. Weil es etwas wagt. Sloan schreibt, als wolle er das Staunen zurückholen in eine Literatur, die sich allzu oft in Selbstreflexion verliert. Das ist ehrenhaft. Und gelegentlich sogar großartig.
Kurzum: Die letzte Geschichte der Welt ist ein überbordendes, nicht immer kohärentes, aber zutiefst originelles Werk. Kein Roman für Freunde stringenter Plots oder harter Wissenschaft, wohl aber für jene, die bereit sind, sich überraschen zu lassen – und die verstehen, dass auch eine missglückte Utopie einen gewissen Charme entfalten kann, wenn sie klug, verspielt und mit sprachlicher Finesse dargeboten wird. Ich jedenfalls werde Sloan weiter lesen – in der Hoffnung, dass er das große Buch, das er andeutet, eines Tages wirklich schreibt.
Jul 29, 2025
Robin Sloan ist ein Autor, der offenbar fest davon überzeugt ist, dass Literatur ein Spielplatz sei – und Die letzte Geschichte der Welt sein bisher wildester Versuch, dort eine Art interdisziplinäre Schnitzeljagd zu veranstalten. Das Ergebnis ist ein Text, der mit postapokalyptischen Drachen, sprechenden Bibern und einem allwissenden Erzählerpilz aufwartet – und dennoch die kühnste Idee dieses Romans ist vielleicht nicht einmal das, sondern die Prämisse, dass ein solches Buch funktionieren könnte.
Die Handlung – so es denn eine gibt, die diesen Namen verdient – beginnt elf Jahrtausende in der Zukunft. Die Menschheit ist untergegangen, ihre Nachkommen sind Tiere mit Sprachvermögen und erstaunlich humanistischer Agenda. Die Erinnerung an die versunkene Zivilisation wird von einer künstlichen Intelligenz namens Chronist konserviert, einem archivarischen Symbionten, der sich in einen zwölfjährigen Jungen einnistet und fortan dessen Abenteuer erzählt. Dieser Junge, Ariel, befindet sich – wie es sich für Helden in solchen Konstruktionen gehört – auf einer epischen Reise, die vordergründig dem Kampf gegen einen finsteren Zauberer dient, aber in Wahrheit viel mehr mit der Suche nach Identität, Bedeutung und mythologischer Selbstvergewisserung zu tun hat.
Das alles klingt herrlich schräg – und ist es auch. Man hat gelegentlich das Gefühl, als habe sich Douglas Adams mit Italo Calvino in einem Serverraum eingeschlossen, um gemeinsam Tolkien zu parodieren. Sloans Welt ist randvoll mit verspielten Details, popkulturellen Referenzen, halbgaren wissenschaftlichen Theorien und Figuren, die direkt aus einem Fiebertraum von Hayao Miyazaki stammen könnten. Man kann sich dieser bizarren Mischung kaum entziehen, zumal sie mit erzählerischer Eleganz und aufrichtiger Freude am Fabulieren serviert wird.
Doch was dem Roman an Fantasie nicht mangelt, fehlt ihm mitunter an Stringenz. Die Geschichte mäandert, verweilt zu lang in ihrer eigenen Wunderwelt, und wenn dann doch einmal Spannung aufkommt, wird sie nicht selten von Zufällen oder überhasteten Wendungen wieder zunichte gemacht. Die Figuren – Ariel eingeschlossen – bleiben seltsam schemenhaft, oft mehr Typus als Mensch. Und die Fragen, die der Roman aufwirft – etwa nach der Verantwortung von Technologie oder dem ethischen Fundament posthumaner Zivilisationen – werden eher gestreift als wirklich durchdrungen.
Natürlich könnte man sagen: Das gehört zum Konzept. Dass hier keine Antworten gegeben werden, ist Teil der Erzählhaltung eines AI-Chronisten, der selbst nicht alles versteht und dennoch versucht, Sinn zu stiften. Aber auch das ist eine elegante Ausrede für ein Problem, das nicht hätte sein müssen. Sloan ist ein intelligenter Autor, er kennt die Mechanik des Erzählens, und man merkt dem Buch an, dass es mehr sein will als ein bloßes Abenteuer – es will Bedeutung. Doch Bedeutung verlangt Struktur, Tiefe, Widerstand. Nicht nur Flair.
Trotzdem – und das sage ich mit vollem Bewusstsein für die vorangegangene Kritik – habe ich mich unterhalten gefühlt. Vielleicht, weil dieses Buch in seiner Exzentrik etwas wohltuend Unzeitgemäßes hat. Weil es sich verweigert, in die Formate gängiger Genreunterhaltung zu passen. Weil es etwas wagt. Sloan schreibt, als wolle er das Staunen zurückholen in eine Literatur, die sich allzu oft in Selbstreflexion verliert. Das ist ehrenhaft. Und gelegentlich sogar großartig.
Kurzum: Die letzte Geschichte der Welt ist ein überbordendes, nicht immer kohärentes, aber zutiefst originelles Werk. Kein Roman für Freunde stringenter Plots oder harter Wissenschaft, wohl aber für jene, die bereit sind, sich überraschen zu lassen – und die verstehen, dass auch eine missglückte Utopie einen gewissen Charme entfalten kann, wenn sie klug, verspielt und mit sprachlicher Finesse dargeboten wird. Ich jedenfalls werde Sloan weiter lesen – in der Hoffnung, dass er das große Buch, das er andeutet, eines Tages wirklich schreibt.