Victory City
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Description
Salman Rushdie is one of Time’s 100 Most Influential People of the Year • “Victory City is a triumph—not because it exists, but because it is utterly enchanting.”—The Atlantic
A BEST BOOK OF THE YEAR: The New York Times Book Review, The New Yorker, Time, NPR, The Washington Post, Chicago Public Library, Polygon, The Globe and Mail, Bookreporter
In the wake of an unimportant battle between two long-forgotten kingdoms in fourteenth-century southern India, a nine-year-old girl has a divine encounter that will change the course of history. After witnessing the death of her mother, the grief-stricken Pampa Kampana becomes a vessel for a goddess, who begins to speak out of the girl’s mouth. Granting her powers beyond Pampa Kampana’s comprehension, the goddess tells her that she will be instrumental in the rise of a great city called Bisnaga—“victory city”—the wonder of the world.
Over the next 250 years, Pampa Kampana’s life becomes deeply interwoven with Bisnaga’s, from its literal sowing from a bag of magic seeds to its tragic ruination in the most human of ways: the hubris of those in power. Whispering Bisnaga and its citizens into existence, Pampa Kampana attempts to make good on the task that the goddess set for her: to give women equal agency in a patriarchal world. But all stories have a way of getting away from their creator, and Bisnaga is no exception. As years pass, rulers come and go, battles are won and lost, and allegiances shift, the very fabric of Bisnaga becomes an ever more complex tapestry—with Pampa Kampana at its center.
Brilliantly styled as a translation of an ancient epic, Victory City is a saga of love, adventure, and myth that is in itself a testament to the power of storytelling.
Book Information
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Wenn eine Stadt von einer Person errichtet wird, dann ist das Schicksal beider untrennbar miteinander verbunden. Diese Person ist Pampa Kampana, die einst viele Jahre ohne Sprechen ausgekommen ist, aber göttliche Magie erhalten hat. Pampa erlebt alles was ihre Stadt erlebt und wie sie dem Untergang nicht entfliehen kann. Während all dieser Jahre dazwischen fehlen weder Familienmitglieder, besondere Charaktere noch unerwartete Wortwitze. Auseinandersetzungen und Liebschaften stehen ebenso oft auf der Tagesordnung. Gleichzeitig sind die Ereignisse wie eine Sage miteinander verwoben. "Victory City" von Salman Rushdie lässt sich wohl als außergewöhnlich beschreiben. Zu Anfang hatte ich so meine Probleme mich auf den Schreibstil und die Geschichte einzulassen, jedoch wollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Viele Aspekte des Inhalts habe ich erst Richtung Buchmitte verstanden. Ich habe es dabei als sehr positiv empfunden, dass es zwischendurch immer mal Ausdrücke zur Auflockerung gegeben hat, die eigentlich nicht ganz in den Kontext passen. Bis zum Ende bin ich unschlüssig gewesen, ob mir das Buch zusagt. Als ich jedoch den letzten Satz gelesen habe und die eigentliche Kernbotschaft aufgelöst wurde, war ich dann doch fasziniert.

Salman Rushdie ist definitiv ein grossartiger Geschichtenerzähler! Schlussendlich geht es wieder um die grossen Fragen: was heisst es, Mensch zu sein und welche Macht haben Worte, beides grossartig eingebunden in die Geschichte der fiktiven Stadt Bisnaga, die von der knapp 250 jährigen, von einer Göttin "besessenen" Pampa Kampana erzählt wird. Die einzigen zwei Dinge, die mich "gestört" haben: ich hätte mir noch mehr Spiel mit der Erzählebene gewünscht. Die Erzählinstanz spricht die ganze Zeit von "wir", die Pampas Epos gefunden haben und jetzt nacherzählen (das eigentliche (fiktive) Werk Pampas bekommt man also auch nur aus zweiter Hand nacherzählt) aber wer "wir" eigentlich ist und was die Entdeckung dieser Schrift für deren fiktive Gegenwart bedeuted, bleibt unklar. Innerhalb der Geschichte von Pampa und Bisnaga: die Idee ist ja, dass sie die Chance hat eine Stadt von Grund auf zu errichten und die Menschen darin zu formen, quasi alles besser zu machen, als es in der Realität der Fall ist. (Wahrscheinlich ist das Vorhaben auch zum Scheitern verurteilt, da die Welt um Bisnaga herum ja nicht bei null anfängt, sondern schon geformt ist). Pampa sagt sie möchte, dass nie wieder Frauen verbrennen, weil ihre Männer in den Krieg ziehen. Trotzdem erschafft sie Soldat*innen und schon bald zieht der König in den Krieg, ohne dass Pampa etwas dagegen hätte. Ich hätte erwartet, dass sie sich an sich gegen Kriege positioniert und nicht nur gegen Frauenverbrennung. Aber vielleicht lebt sie wiederum zu sehr in ihrer Zeit (sie wurde ja nicht neu erschaffen) um sich eine Welt ohne Krieg und Expansion vorstellen zu können.
Victory City ist das zweite Buch, das ich von Salman Rushdie gelesen habe. Ich fand es eine interessante, wenn auch etwas "entrückte" Lektüre (die Erzählung ist eine Nacherzählung einer Nacherzählung). Victory City ist im Stil alter Legenden/Sagas geschrieben, die Erzählung ist von den Figuren entfernt und konzentriert sich stattdessen auf die breiteren Aspekte der dynastischen Geschichte. Die einzige Figur, mit der der Leser eine engere Verbindung hat, ist Pampa Kampana, die Hauptfigur. Aber auch sie ist ein wenig schwer fassbar. Das Ziel des Romans ist es, die Geschichte des Bisnagan-Reiches zu erklären und zu katalogisieren, seinen Aufstieg, seinen Ruhm und seinen unvermeidlichen Fall. Ich mochte das Buch, aber ich habe es nicht wirklich geliebt. Es war interessant, eine historische Fiktion mit einem Fantasy-Einschlag zu lesen, aber insgesamt hat mich der Roman nicht sehr angesprochen. Ich weiß zu schätzen, was Rushdie getan hat, und erkenne an, dass Victory City als epische und kraftvolle Lektüre angesehen werden kann. Für mich hatte es einfach nicht diese Wirkung. Insgesamt hat mir der Roman gefallen, und ich kann mir vorstellen, dass man ihn im Hinblick auf die Rechte der Frauen, die zyklische Geschichte und die Macht des geschriebenen Wortes noch mehr analysieren lönnte.
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Salman Rushdie is one of Time’s 100 Most Influential People of the Year • “Victory City is a triumph—not because it exists, but because it is utterly enchanting.”—The Atlantic
A BEST BOOK OF THE YEAR: The New York Times Book Review, The New Yorker, Time, NPR, The Washington Post, Chicago Public Library, Polygon, The Globe and Mail, Bookreporter
In the wake of an unimportant battle between two long-forgotten kingdoms in fourteenth-century southern India, a nine-year-old girl has a divine encounter that will change the course of history. After witnessing the death of her mother, the grief-stricken Pampa Kampana becomes a vessel for a goddess, who begins to speak out of the girl’s mouth. Granting her powers beyond Pampa Kampana’s comprehension, the goddess tells her that she will be instrumental in the rise of a great city called Bisnaga—“victory city”—the wonder of the world.
Over the next 250 years, Pampa Kampana’s life becomes deeply interwoven with Bisnaga’s, from its literal sowing from a bag of magic seeds to its tragic ruination in the most human of ways: the hubris of those in power. Whispering Bisnaga and its citizens into existence, Pampa Kampana attempts to make good on the task that the goddess set for her: to give women equal agency in a patriarchal world. But all stories have a way of getting away from their creator, and Bisnaga is no exception. As years pass, rulers come and go, battles are won and lost, and allegiances shift, the very fabric of Bisnaga becomes an ever more complex tapestry—with Pampa Kampana at its center.
Brilliantly styled as a translation of an ancient epic, Victory City is a saga of love, adventure, and myth that is in itself a testament to the power of storytelling.
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Wenn eine Stadt von einer Person errichtet wird, dann ist das Schicksal beider untrennbar miteinander verbunden. Diese Person ist Pampa Kampana, die einst viele Jahre ohne Sprechen ausgekommen ist, aber göttliche Magie erhalten hat. Pampa erlebt alles was ihre Stadt erlebt und wie sie dem Untergang nicht entfliehen kann. Während all dieser Jahre dazwischen fehlen weder Familienmitglieder, besondere Charaktere noch unerwartete Wortwitze. Auseinandersetzungen und Liebschaften stehen ebenso oft auf der Tagesordnung. Gleichzeitig sind die Ereignisse wie eine Sage miteinander verwoben. "Victory City" von Salman Rushdie lässt sich wohl als außergewöhnlich beschreiben. Zu Anfang hatte ich so meine Probleme mich auf den Schreibstil und die Geschichte einzulassen, jedoch wollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Viele Aspekte des Inhalts habe ich erst Richtung Buchmitte verstanden. Ich habe es dabei als sehr positiv empfunden, dass es zwischendurch immer mal Ausdrücke zur Auflockerung gegeben hat, die eigentlich nicht ganz in den Kontext passen. Bis zum Ende bin ich unschlüssig gewesen, ob mir das Buch zusagt. Als ich jedoch den letzten Satz gelesen habe und die eigentliche Kernbotschaft aufgelöst wurde, war ich dann doch fasziniert.

Salman Rushdie ist definitiv ein grossartiger Geschichtenerzähler! Schlussendlich geht es wieder um die grossen Fragen: was heisst es, Mensch zu sein und welche Macht haben Worte, beides grossartig eingebunden in die Geschichte der fiktiven Stadt Bisnaga, die von der knapp 250 jährigen, von einer Göttin "besessenen" Pampa Kampana erzählt wird. Die einzigen zwei Dinge, die mich "gestört" haben: ich hätte mir noch mehr Spiel mit der Erzählebene gewünscht. Die Erzählinstanz spricht die ganze Zeit von "wir", die Pampas Epos gefunden haben und jetzt nacherzählen (das eigentliche (fiktive) Werk Pampas bekommt man also auch nur aus zweiter Hand nacherzählt) aber wer "wir" eigentlich ist und was die Entdeckung dieser Schrift für deren fiktive Gegenwart bedeuted, bleibt unklar. Innerhalb der Geschichte von Pampa und Bisnaga: die Idee ist ja, dass sie die Chance hat eine Stadt von Grund auf zu errichten und die Menschen darin zu formen, quasi alles besser zu machen, als es in der Realität der Fall ist. (Wahrscheinlich ist das Vorhaben auch zum Scheitern verurteilt, da die Welt um Bisnaga herum ja nicht bei null anfängt, sondern schon geformt ist). Pampa sagt sie möchte, dass nie wieder Frauen verbrennen, weil ihre Männer in den Krieg ziehen. Trotzdem erschafft sie Soldat*innen und schon bald zieht der König in den Krieg, ohne dass Pampa etwas dagegen hätte. Ich hätte erwartet, dass sie sich an sich gegen Kriege positioniert und nicht nur gegen Frauenverbrennung. Aber vielleicht lebt sie wiederum zu sehr in ihrer Zeit (sie wurde ja nicht neu erschaffen) um sich eine Welt ohne Krieg und Expansion vorstellen zu können.
Victory City ist das zweite Buch, das ich von Salman Rushdie gelesen habe. Ich fand es eine interessante, wenn auch etwas "entrückte" Lektüre (die Erzählung ist eine Nacherzählung einer Nacherzählung). Victory City ist im Stil alter Legenden/Sagas geschrieben, die Erzählung ist von den Figuren entfernt und konzentriert sich stattdessen auf die breiteren Aspekte der dynastischen Geschichte. Die einzige Figur, mit der der Leser eine engere Verbindung hat, ist Pampa Kampana, die Hauptfigur. Aber auch sie ist ein wenig schwer fassbar. Das Ziel des Romans ist es, die Geschichte des Bisnagan-Reiches zu erklären und zu katalogisieren, seinen Aufstieg, seinen Ruhm und seinen unvermeidlichen Fall. Ich mochte das Buch, aber ich habe es nicht wirklich geliebt. Es war interessant, eine historische Fiktion mit einem Fantasy-Einschlag zu lesen, aber insgesamt hat mich der Roman nicht sehr angesprochen. Ich weiß zu schätzen, was Rushdie getan hat, und erkenne an, dass Victory City als epische und kraftvolle Lektüre angesehen werden kann. Für mich hatte es einfach nicht diese Wirkung. Insgesamt hat mir der Roman gefallen, und ich kann mir vorstellen, dass man ihn im Hinblick auf die Rechte der Frauen, die zyklische Geschichte und die Macht des geschriebenen Wortes noch mehr analysieren lönnte.







