Cleanness
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Description
Longlisted for the Joyce Carol Oates Prize
Longlisted for the Gordon Burn Prize
A New York Times Notable Book of 2020
A New York Times Critics Top Ten Book of the Year
Named a Best Book of the Year by over 30 Publications, including The New Yorker, TIME, The Washington Post, Entertainment Weekly, NPR, and the BBC
In the highly anticipated follow-up to his beloved debut, What Belongs to You, Garth Greenwell deepens his exploration of foreignness, obligation, and desire
Sofia, Bulgaria, a landlocked city in southern Europe, stirs with hope and impending upheaval. Soviet buildings crumble, wind scatters sand from the far south, and political protesters flood the streets with song.
In this atmosphere of disquiet, an American teacher navigates a life transformed by the discovery and loss of love. As he prepares to leave the place he’s come to call home, he grapples with the intimate encounters that have marked his years abroad, each bearing uncanny reminders of his past. A queer student’s confession recalls his own first love, a stranger’s seduction devolves into paternal sadism, and a romance with another foreigner opens, and heals, old wounds. Each echo reveals startling insights about what it means to seek connection: with those we love, with the places we inhabit, and with our own fugitive selves.
Cleanness revisits and expands the world of Garth Greenwell’s beloved debut, What Belongs to You, declared “an instant classic” by The New York Times Book Review. In exacting, elegant prose, he transcribes the strange dialects of desire, cementing his stature as one of our most vital living writers.
Book Information
Posts
Tolle Schreibweise - Viel Sex
Nach „Was zu dir gehört“ habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Und wie erwartet, hat mich Greenwell mit seiner Schreibweise wieder überzeugt. Trotzdem hat mir in diesem Buch irgendwie der rote Faden gefehlt. Was mich aber wirklich beeindruckt hat, war die Art, wie er über den Sex-Akt schreibt, so direkt und gleichzeitig poetisch. Teilweise war das beim Lesen sogar fast unangenehm, besonders, wenn ich im Café saß. Meine Paranoia hat mir eingeredet, dass mir jemand über die Schulter schaut und mitliest.
Und wieder bleibt diese melancholische Traurigkeit zurück...
Ich hatte mich schon bei "Was zu dir gehört" in den Schreibstil von Herrn Greenwell verliebt. Auch das er seinen Charakteren keine Namen gibt. Es hat irgendwo etwas schützendes, doch wie er über sie schreibt, dennoch etwas persönliches. Das Buch ist aber dennoch anders als "Was zu dir gehört". Es wird wieder vom selben Erzähler erzählt, ist aber dieses Mal in Kapitel unterteilt und wirkt durch den Abschluss derer wie eine Art Kurzgeschichten-Sammlung. Das ist aber auch der einzige Unterschied. Nein halt...was ich schon oft gelesen habe in Rezessionen und was dort bemängelt wurde...die detaillierte Darstellung der sexuellen Handlungen. Definitiv nichts für schwache Nerven! Aber in einer Erzählung, wo so viele Emotionen, Gedanken, Schamesäußerungen, Verzweiflung, Triebhaftigkeit, Begierde, usw mitspielen, wie könnte man es weglassen, ausblenden oder beschönigen? Wie sollte man sonst den Wunsch und schließlich die Pein und Erniedrigung hinter den Gedanken des Autors verstehen? Nur durch diese detaillierte Beschreibung wird es nachempfindbar! Anderes Beispiel... Während einer der S*x-Szenen, als er seinen "Partner" beschimpft und erniedrigt, wird deutlich, dass in ihm eine Wut schwelt, die er sich in dem Moment nicht erklären kann. Gleichzeitig bemerkt er aber, dass es genau die Worte sind...die Erniedrigungen...die Pein, die ihm sein Vater immer an den Kopf geworfen hat...als er ihn Prügelte oder als er raus fand, dass der Sohn schwul ist! Tief verwurzelte eigene Verletzungen. Wieder einmal mehr zeigt Herr Greenwell auf, welche Macht Worte und Taten in der frühen Kindheit auf das Leben und erleben von Emotionen haben können. Auf das Lieben können und geliebt werden können! Auf den Aufbau einer zwischenmenschlichen Beziehung. Ich empfinde den Erzähler, den Lehrer, als eine ruhrelose und vor sich selbst davon laufende Person. Getragen von einer inneren Zerrissenheit und Demütigung. Immer auf der Suche nach etwas. Sei es einem Zuhause oder der Liebe, doch selbst als er die mit R. gefunden hatte (was so schön beschrieben war...die Ausflüge und der Versuch ein gemeinsames Weihnachten auszurichten) erfüllte es ihn nicht endgültig und diese tiefen Abgründe der Begierde nach anderen schwelten weiter in ihm. Ich glaube tatsächlich, dass Buch und auch "Was zu dir gehört" sind Bücher, die ich ein zweites Mal lesen würde. Und...ich habe Mitko vermisst... Dennoch kein Buch für die junge Leserschaft denke ich. Spicy Szenen sind was anderes!
Die Reinheit unseres Verlangens….
Als ich Reinheit von Garth Greenwell gelesen habe, war ich neugierig – gerade weil das Buch so viel Lob für seine sprachliche Präzision bekommen hat. Und ja, man merkt schnell: Greenwell kann schreiben. Seine Sätze sind sorgfältig gebaut, durchdacht, fast schon kunstvoll. Trotzdem hat mich das Buch nur mittelmäßig überzeugt. Die intensive Innensicht des Erzählers ist literarisch beeindruckend, aber für mich stellenweise auch anstrengend. Vieles bleibt im Reflexiven, im Grübeln, im Wiederkäuen von Gefühlen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die emotionale Tiefe behauptet wird, ohne mich wirklich hineinzuziehen. Die expliziten Szenen wirken bewusst ernsthaft und bedeutungsschwer – doch sie haben mich nicht immer berührt, sondern eher auf Distanz gehalten.

Viel (zu viel?) Sex
Schöner, eingängiger Schreibstil, interessanter Protagonist den ich gerne durch Sofia und seine Gedanken begleitet habe. Die umfangreichen, expliziten, in meinem Empfinden gewaltvollen Sexkapitel haben bei mir Unbehagen beim Lesen ausgelöst. Aber überspringen ging auch nicht. Das Buch hat was mit mir gemacht, das ich nicht in Worte fassen kann. Es hallt auch Wochen später noch nach.
Description
Longlisted for the Joyce Carol Oates Prize
Longlisted for the Gordon Burn Prize
A New York Times Notable Book of 2020
A New York Times Critics Top Ten Book of the Year
Named a Best Book of the Year by over 30 Publications, including The New Yorker, TIME, The Washington Post, Entertainment Weekly, NPR, and the BBC
In the highly anticipated follow-up to his beloved debut, What Belongs to You, Garth Greenwell deepens his exploration of foreignness, obligation, and desire
Sofia, Bulgaria, a landlocked city in southern Europe, stirs with hope and impending upheaval. Soviet buildings crumble, wind scatters sand from the far south, and political protesters flood the streets with song.
In this atmosphere of disquiet, an American teacher navigates a life transformed by the discovery and loss of love. As he prepares to leave the place he’s come to call home, he grapples with the intimate encounters that have marked his years abroad, each bearing uncanny reminders of his past. A queer student’s confession recalls his own first love, a stranger’s seduction devolves into paternal sadism, and a romance with another foreigner opens, and heals, old wounds. Each echo reveals startling insights about what it means to seek connection: with those we love, with the places we inhabit, and with our own fugitive selves.
Cleanness revisits and expands the world of Garth Greenwell’s beloved debut, What Belongs to You, declared “an instant classic” by The New York Times Book Review. In exacting, elegant prose, he transcribes the strange dialects of desire, cementing his stature as one of our most vital living writers.
Book Information
Posts
Tolle Schreibweise - Viel Sex
Nach „Was zu dir gehört“ habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Und wie erwartet, hat mich Greenwell mit seiner Schreibweise wieder überzeugt. Trotzdem hat mir in diesem Buch irgendwie der rote Faden gefehlt. Was mich aber wirklich beeindruckt hat, war die Art, wie er über den Sex-Akt schreibt, so direkt und gleichzeitig poetisch. Teilweise war das beim Lesen sogar fast unangenehm, besonders, wenn ich im Café saß. Meine Paranoia hat mir eingeredet, dass mir jemand über die Schulter schaut und mitliest.
Und wieder bleibt diese melancholische Traurigkeit zurück...
Ich hatte mich schon bei "Was zu dir gehört" in den Schreibstil von Herrn Greenwell verliebt. Auch das er seinen Charakteren keine Namen gibt. Es hat irgendwo etwas schützendes, doch wie er über sie schreibt, dennoch etwas persönliches. Das Buch ist aber dennoch anders als "Was zu dir gehört". Es wird wieder vom selben Erzähler erzählt, ist aber dieses Mal in Kapitel unterteilt und wirkt durch den Abschluss derer wie eine Art Kurzgeschichten-Sammlung. Das ist aber auch der einzige Unterschied. Nein halt...was ich schon oft gelesen habe in Rezessionen und was dort bemängelt wurde...die detaillierte Darstellung der sexuellen Handlungen. Definitiv nichts für schwache Nerven! Aber in einer Erzählung, wo so viele Emotionen, Gedanken, Schamesäußerungen, Verzweiflung, Triebhaftigkeit, Begierde, usw mitspielen, wie könnte man es weglassen, ausblenden oder beschönigen? Wie sollte man sonst den Wunsch und schließlich die Pein und Erniedrigung hinter den Gedanken des Autors verstehen? Nur durch diese detaillierte Beschreibung wird es nachempfindbar! Anderes Beispiel... Während einer der S*x-Szenen, als er seinen "Partner" beschimpft und erniedrigt, wird deutlich, dass in ihm eine Wut schwelt, die er sich in dem Moment nicht erklären kann. Gleichzeitig bemerkt er aber, dass es genau die Worte sind...die Erniedrigungen...die Pein, die ihm sein Vater immer an den Kopf geworfen hat...als er ihn Prügelte oder als er raus fand, dass der Sohn schwul ist! Tief verwurzelte eigene Verletzungen. Wieder einmal mehr zeigt Herr Greenwell auf, welche Macht Worte und Taten in der frühen Kindheit auf das Leben und erleben von Emotionen haben können. Auf das Lieben können und geliebt werden können! Auf den Aufbau einer zwischenmenschlichen Beziehung. Ich empfinde den Erzähler, den Lehrer, als eine ruhrelose und vor sich selbst davon laufende Person. Getragen von einer inneren Zerrissenheit und Demütigung. Immer auf der Suche nach etwas. Sei es einem Zuhause oder der Liebe, doch selbst als er die mit R. gefunden hatte (was so schön beschrieben war...die Ausflüge und der Versuch ein gemeinsames Weihnachten auszurichten) erfüllte es ihn nicht endgültig und diese tiefen Abgründe der Begierde nach anderen schwelten weiter in ihm. Ich glaube tatsächlich, dass Buch und auch "Was zu dir gehört" sind Bücher, die ich ein zweites Mal lesen würde. Und...ich habe Mitko vermisst... Dennoch kein Buch für die junge Leserschaft denke ich. Spicy Szenen sind was anderes!
Die Reinheit unseres Verlangens….
Als ich Reinheit von Garth Greenwell gelesen habe, war ich neugierig – gerade weil das Buch so viel Lob für seine sprachliche Präzision bekommen hat. Und ja, man merkt schnell: Greenwell kann schreiben. Seine Sätze sind sorgfältig gebaut, durchdacht, fast schon kunstvoll. Trotzdem hat mich das Buch nur mittelmäßig überzeugt. Die intensive Innensicht des Erzählers ist literarisch beeindruckend, aber für mich stellenweise auch anstrengend. Vieles bleibt im Reflexiven, im Grübeln, im Wiederkäuen von Gefühlen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die emotionale Tiefe behauptet wird, ohne mich wirklich hineinzuziehen. Die expliziten Szenen wirken bewusst ernsthaft und bedeutungsschwer – doch sie haben mich nicht immer berührt, sondern eher auf Distanz gehalten.

Viel (zu viel?) Sex
Schöner, eingängiger Schreibstil, interessanter Protagonist den ich gerne durch Sofia und seine Gedanken begleitet habe. Die umfangreichen, expliziten, in meinem Empfinden gewaltvollen Sexkapitel haben bei mir Unbehagen beim Lesen ausgelöst. Aber überspringen ging auch nicht. Das Buch hat was mit mir gemacht, das ich nicht in Worte fassen kann. Es hallt auch Wochen später noch nach.








