Sixteen Ways to Defend a Walled City

Sixteen Ways to Defend a Walled City

Softcover
3.833

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Description

K. J. Parker's new novel is the remarkable tale of the siege of a walled city, and the even more remarkable man who had to defend it.

A siege is approaching, and the city has little time to prepare. The people have no food and no weapons, and the enemy has sworn to slaughter them all.

To save the city will take a miracle, but what it has is Orhan. A colonel of engineers, Orhan has far more experience with bridge-building than battles, is a cheat and a liar, and has a serious problem with authority. He is, in other words, perfect for the job.

Sixteen Ways To Defend a Walled City is the story of Orhan, son of Siyyah Doctus Felix Praeclarissimus, and his history of the Great Siege, written down so that the deeds and sufferings of great men may never be forgotten.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
384
Price
18.00 €

Posts

7
All
3

Irgendwie recht witzig, aber auch teilweise ein bisschen anstrengend und langatmig. Kann man lesen, muss man aber nicht. Ob ich weiterlesen will kann ich noch nicht sagen.

4.5

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, weil der Ich-Erzähler, nun ja, einfach ein wahnsinniger Schwätzer ist. Das ist zwar ziemlich witzig, aber vor lauter irren Gedankengängen, Abschweifungen und sarkastischen Kommentaren droht man manchmal die Handlung etwas aus den Augen zu verlieren. Und die ist selbst schon wahnsinnig genug. Aber nach einiger Zeit hat man sich an den wilden Ritt gewöhnt und unseren (Anti-)Helden sowieso längst ins Herz geschlossen. Er erinnert fast ein bisschen an Frank Lehmann im Mittelalter, und das ist sicher nicht das Schlechteste. Wobei: im Gegensatz zu Herrn Lehmann ist dieser Typ hier ein echter Drecksack. Aber trotzdem kann man seine Handlungen doch (bis zu einem gewissen Punkt) meistens nachvollziehen. Er ist aber beileibe nicht der einzige richtig schräge Charakter in dieser Geschichte. Zudem geht es ziemlich zynisch-blutig zu, auch damit muss man erstmal klarkommen. Nicht zuletzt ist das Buch aber auch ein kluger Kommentar zu Menschen, Gesellschaften, Gruppen und Völkern und wie sie so mit-, unter- und gegeneinander funktionieren. Außergewöhnlich.

3.5

Ist es schlimm, dass ich ab der Hälfte dachte: "Ist mir egal, ob Orhan überlebt; Hauptsache Niko und Lysimachus schaffen es."😅

Leider habe ich nämlich Oberst Orhan, den Erzähler dieser Geschichte, nicht so richtig zu fassen bekommen. Dafür war das pacing gut und die Geschichte sehr flüssig erzählt. Auch wenn ich irgendwie gerade kein großer Fan der Perspektive aus der ersten Person Singular bin. In diesem Fall hat es aber gepasst, immerhin ist es Orhans Geschichte. Klar, einer muss die Verantwortung tragen, auch wenn die Stadt gerade belagert wird, aber im letzten Drittel habe ich wirklich gedacht Orhan hat den Verstand verloren. Und gerade wenn man Verantwortung in Krisensituationen hat, macht man sich eigentlich immer unbeliebt. Aber letztendlich hatte er aufgegeben. Er hätte sie alle verraten, die er diese... ich weiß nicht... 2 Monate so mühsam am Leben gehalten hat, nur um sich von Ogus seine eigene Haut retten zu lassen. Ich kann mir nicht mal ausmalen, wer davon am schlimmsten getroffen worden wäre. Niko, Geiserich und Artavasdus, die ihm immer die Treue gehalten haben, Lysimachus, der mit Freuden wiederholt sein Leben für ihn aufs Spiel gesetzt hat, Faustinus, der ohne ihn die Stadt schon am ersten Tag verloren hätte, Sägemehl, die wirklich alles möglich gemacht hat, damit die Stadt auch nur einen Tag länger steht, Aichma, die er zu schützen geschworen hat Egal wer, letztendlich fand ich es nicht gut, dass er gedanklich damit abgeschlossen hatte. Das hat ihm den Touch eines Feiglings gegeben und ich hatte während der gesamten Geschichte nun wirklich nicht den Eindruck, dass Orhan sonderlich feige gewesen wäre.

4

Leg dich nicht mit Orhan an...

Sechzehn Wege eine befestigte Stadt zu verteidigen ist ein wirklich herausstechendes Fantasy-Werk, mit unglaublich umfassendem Worldbuilding, einem interessanten aber effektiven Humor und einem unglaublichen Mistkerl (manchmal macht er es sogar dem Leser das Leben schwer) als Protagonisten. Wie der Titel schon sagt, handelt dieses Buch von einer Belagerung und das in jedem kleinsten, mühsamsten Detail, allerdings ohne an Spannung zu verlieren. Wer dieses Buch anfängt, sollte allerdings am besten noch vor dem Ende den zweiten Band besorgen... vertraut mir.

5

Unorthodoxe Low-Fantasy/Alternate-History-Mischung. Kurzum: ein phantastisches Lesevergnügen!

Kurz & knapp: Eine interessante Ausgangslage, ein gewitzter Hauptcharakter, eine Welt voller Details, ein angenehmes Tempo und ein sarkastischer Humor stehen eher oberflächlich gezeichneten Charakteren und einem plötzlichen Ende gegenüber. Ich nehme an, dass das ein Buch der Kategorie „love it or hate it“ ist. Das Genre – Fantasy, nur eben ohne alles, was man so damit verbinden würde - ist speziell und außergewöhnlich. Wer auf die moderne Young Adult Romantasy aus ist, wird bei K. J. Parker enttäuscht werden. Doch Geschichtsbegeisterte, Freunde humoristischer Romane oder Menschen, die sich auf eine völlig unmagische und gefühlsduseleiarme Weise in eine fremde Welt entführen lassen wollen, werden auf ihre Kosten kommen. Ausführlich: Seid gewarnt: Dieses Buch passt in keine Schublade. Offiziell eingruppiert wird es in den Bereich Fantasy, doch gibt es keine übernatürlichen Wesen, keine Magie und keine veränderten Naturgesetze. Nur ist es trotzdem nicht u n s e r e Welt. Oder…? Die Völker tragen Namen wie Robur, Echmen oder Hus, deren Reiche man auf unseren Karten vergeblich suchen wird. Doch gleichzeitig scheinen es Abbilder tatsächlicher Staaten zu sein. So lieben beispielsweise die Robur ihre Wagenrennen im Hippodrom, bei denen „die Blauen“ und „die Grünen“ miteinander konkurrieren (Konstantinopel lässt grüßen). Derlei Anspielungen auf die Weltgeschichte finden sich über das ganze Buch verteilt – ein wahrer Schatz für Geschichtskundige. So viel zur Welt – doch worum dreht es sich überhaupt? Die Geschichte folgt Orhan, einem hochintelligenten, wenn auch nicht sonderlich charismatischen Ingenieur, der sich aufmacht, um die belagerte Hauptstadt der Robur gegen die feindliche Übermacht vor ihren Toren zu verteidigen. Dabei lügt und betrügt er, lässt sich wahnwitzige Täuschungsmanöver einfallen und muss sich mit den Bewohnern der von ihm zu rettenden Stadt auseinandersetzen, die nicht nur ihm nicht wirklich wohlgesonnen (schließlich ist er ein „Milchgesicht“), sondern auch untereinander zerstritten sind. Neben den zahlreichen Easter Eggs aus der Weltgeschichte hat mich vor allem der zynische Humor und Einfallsreichtum, mit dem die Stadt vor dem Ende bewahrt werden soll, vollkommen abgeholt. Dass es keine Zauberer, Drachen oder Elbenschützen gibt, tut der Geschichte gut. Alles, was zwischen den Belagerern und den Robur steht, sind Strategie und eine gewisse Chuzpe. Auch das Tempo ist fabelhaft gewählt. Nachdem die Belagerung einmal begonnen hat, passiert alles Schlag auf Schlag – doch stets so, dass man noch folgen kann. Das Ensemble besteht aus eher wenigen Charakteren, die auch nur oberflächlich in Erscheinung treten. Wir haben natürlich Orhan, den Erzähler, bei dem man immer das Gefühl haben muss, dass er einem nicht alles verrät und allgemein unaufrichtig ist – auch dem Leser gegenüber. Nikephoros und Lysimachus sind nicht die hellsten Kerzen auf der Torte, aber stark. Sägemehl ist handwerklich begabt, Aichma gescheit und unabhängig. Normalerweise würde man meinen, dass die Oberflächlichkeit, mit der diese Charaktere abgehandelt werden, einen Minuspunkt darstellen. Doch für Orhan sind fast alle Bewohner der Stadt nur Mittel zum Zweck und genau so werden sie auch dargestellt – wie Schachfiguren in einer Partie, die längst verloren scheint und von Orhan hin- und her verschoben werden. Kommen wir zu den Schwächen. Obwohl ich fünf Sterne vergeben habe, komme ich nicht umhin, ein wenig herumzukritteln. Erstens: das Ende. Es kommt, um es in die Worte des Autors zu kleiden: „abrupt“. Wahrscheinlich soll es der Gipfel des allgemeinen Zynismus sein, der dieses Buch so prägt. Doch auf mich wirkt es, als habe man das Werk auf den letzten Metern noch „schnell-schnell“ irgendwie abschließen müssen. Die zweite Schwäche ist, dass man aus Orhans Motiven nicht ganz schlau wird. Immer wieder bekommt der Leser vor Augen geführt, wie feige Orhan eigentlich ist und wie wenig er von den meisten seiner Mitmenschen hält. Trotzdem unternimmt er wahnsinnige Anstrengungen, was die Verteidigung der Stadt anbelangt – zumindest die Kopfarbeit betreffend. Aus der Schusslinie versucht er, sich im wahrsten Sinne des Wortes tunlichst herauszuhalten. Auch andere Charaktere bleiben teils rätselhaft. Man muss sich darauf einlassen, dass das Setting selbst die Geschichte ist. Sechzehn Wege, eine befestigte Stadt zu verteidigen ist der Auftakt zu einer Trilogie, deren Bände man getrost auch unabhängig voneinander lesen kann. Teil 1 hat meines Erachtens die spannendsten Wendungen, Teil 3 die witzigsten Zitate und Teil 2 bewegt sich bei beiden Kriterien in der Mitte. Die Ich-Erzähler sind in allen drei Bänden zwar verschiedene Charaktere, doch von sehr ähnlichem Schlag. Ob man diesem eher überdrüssig wird oder sich freut, „mehr von dem guten Stoff“ zu bekommen, muss jeder selbst wissen. Ich jedenfalls bin hellauf begeistert!

5

Short but so brutal and so clever

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