1, 2, 3, dann reite ich durch den ganzen Himmel
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
borg mir einen Ziegenbock,
borg mir deinen Sonntagsrock,
borg mir deinen Zauberstock.
Mit dem Bock und dem Rock und dem Stock
möcht' ich heute Abend gern
wandern zum Abendstern.
Lieber Onkel Emmerich,
borg mir deinen Schimmel.
Eins, zwei, drei, dann reite ich
durch den ganzen Himmel.
Ich könnt dir dafür bis morgen
meinen Hampelmann,
ein Schweinchen aus Marzipan
und das hölzerne Schaukelpferd borgen.
Alles hat einmal begonnen: die Wüste Radschistan, die Wüste Bajadan, der Mammutzahn, wann begann der Ozean. Wann begann der Menschheit Kinderzahn. Wann fing die Wüste Raschistan zu stauben an?
Vera Ferra-Mikura (1923–1997) gehört zur älteren Generation der bekannten österreichischen Kinderbuchautorinnen. Sie unterscheide nicht zwischen dem Schreiben für Kinder oder Erwachsene, meinte sie einmal. Ihr magischer Realismus zieht wohl beide in Bann bei diesem Buch, das Renate Habinger und Linda Wolfsgruber originell illustriert haben: karg schwebende Bilder – auf einem Daumen sitzt ein Stern, Schornsteine verkohlen Blätter, ein Mensch schwebt zwischen Wolkenkratzern.
Book Information
Author Description
Vera Ferra-Mikura: österr. Schriftstellerin, Lyrikerin, Prosaistin, Kinder- u. Jugendbuchautorin, 1923–1997 Geboren am 14. Februar 1923 in Wien und ebendort am 9. März 1997 gestorben. Vera Ferra-Mikura arbeitete nach dem Abschluss der Hauptschule zunächst in der Vogelhandlung ihrer Eltern und später als Laufmädchen in einem Warenhaus in Wien. Während des Zweiten Weltkrieges war sie als Stenotypistin in einem Architektenbüro und nach 1945 als landwirtschaftliche Hilfskraft auf einem Gut in der Wachau tätig, später arbeitete sie wieder in Wien als Redaktionssekretärin und Lektorin in einem Verlag. Seit 1948 war sie freie Schriftstellerin. Vera Ferra-Mikura selbst sagt zur Berufsbezeichnung „Schriftsteller“: „Über die Berufsbezeichnung ‚Schriftsteller‘, der man hilflos gegenübersteht, werden noch Generationen grübeln müssen, falls sie nicht durch ein anderes Wort ersetzt wird. Aus Bequemlichkeit nimmt man es hin, ein Schriftsteller zu sein. Man stellt die Schrift, wie man Sessel um einen Tisch gruppiert, man stellt die Schrift als Segel in den Wind, man stellt sie wie einen Zaun, wie ein Verkehrszeichen oder einen Kleiderständer irgendwohin, man stellt sie wie einen Gartenzwerg zwischen Blumenbeete, wie einen Schirm in die Ecke, man stellt sie als Behauptung auf, man stellt sie zur Debatte, man stellt sie vor und um. Zuletzt, wenn man aufhört, ein Schriftsteller zu sein, stellt man die Schrift ab und das Schreiben ein.“ Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Lyrikpreis „Neue Wege“ 1951, Ehrenliste des Hans-Christian-Andersen-Preises 1966, Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1988, Österreichischer Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur in Würdigung des Gesamtwerkes 1983, sechsmal den Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur u.v.a.
Description
borg mir einen Ziegenbock,
borg mir deinen Sonntagsrock,
borg mir deinen Zauberstock.
Mit dem Bock und dem Rock und dem Stock
möcht' ich heute Abend gern
wandern zum Abendstern.
Lieber Onkel Emmerich,
borg mir deinen Schimmel.
Eins, zwei, drei, dann reite ich
durch den ganzen Himmel.
Ich könnt dir dafür bis morgen
meinen Hampelmann,
ein Schweinchen aus Marzipan
und das hölzerne Schaukelpferd borgen.
Alles hat einmal begonnen: die Wüste Radschistan, die Wüste Bajadan, der Mammutzahn, wann begann der Ozean. Wann begann der Menschheit Kinderzahn. Wann fing die Wüste Raschistan zu stauben an?
Vera Ferra-Mikura (1923–1997) gehört zur älteren Generation der bekannten österreichischen Kinderbuchautorinnen. Sie unterscheide nicht zwischen dem Schreiben für Kinder oder Erwachsene, meinte sie einmal. Ihr magischer Realismus zieht wohl beide in Bann bei diesem Buch, das Renate Habinger und Linda Wolfsgruber originell illustriert haben: karg schwebende Bilder – auf einem Daumen sitzt ein Stern, Schornsteine verkohlen Blätter, ein Mensch schwebt zwischen Wolkenkratzern.
Book Information
Author Description
Vera Ferra-Mikura: österr. Schriftstellerin, Lyrikerin, Prosaistin, Kinder- u. Jugendbuchautorin, 1923–1997 Geboren am 14. Februar 1923 in Wien und ebendort am 9. März 1997 gestorben. Vera Ferra-Mikura arbeitete nach dem Abschluss der Hauptschule zunächst in der Vogelhandlung ihrer Eltern und später als Laufmädchen in einem Warenhaus in Wien. Während des Zweiten Weltkrieges war sie als Stenotypistin in einem Architektenbüro und nach 1945 als landwirtschaftliche Hilfskraft auf einem Gut in der Wachau tätig, später arbeitete sie wieder in Wien als Redaktionssekretärin und Lektorin in einem Verlag. Seit 1948 war sie freie Schriftstellerin. Vera Ferra-Mikura selbst sagt zur Berufsbezeichnung „Schriftsteller“: „Über die Berufsbezeichnung ‚Schriftsteller‘, der man hilflos gegenübersteht, werden noch Generationen grübeln müssen, falls sie nicht durch ein anderes Wort ersetzt wird. Aus Bequemlichkeit nimmt man es hin, ein Schriftsteller zu sein. Man stellt die Schrift, wie man Sessel um einen Tisch gruppiert, man stellt die Schrift als Segel in den Wind, man stellt sie wie einen Zaun, wie ein Verkehrszeichen oder einen Kleiderständer irgendwohin, man stellt sie wie einen Gartenzwerg zwischen Blumenbeete, wie einen Schirm in die Ecke, man stellt sie als Behauptung auf, man stellt sie zur Debatte, man stellt sie vor und um. Zuletzt, wenn man aufhört, ein Schriftsteller zu sein, stellt man die Schrift ab und das Schreiben ein.“ Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Lyrikpreis „Neue Wege“ 1951, Ehrenliste des Hans-Christian-Andersen-Preises 1966, Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1988, Österreichischer Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur in Würdigung des Gesamtwerkes 1983, sechsmal den Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur u.v.a.



