8. Juni
Bewertung:4.5

Beklemmendes Debüt mit kleinen Schwächen

Gleich als Erstes - der irgendwie abgehackte Schreibstil, der oft eher aus aneinandergereihten Wortgruppen als aus ganzen Sätzen bestand, war gewöhnungsbedürftig und dem Lesefluss bisweilen etwas abträglich. Zur Stimmung passte er mal mehr, mal weniger gut. Inhaltlich finde ich hier ein äußerst atmosphärisches, düster-beklemmendes Thriller-/Horror-/Mystery-Debüt, das mich wirklich nervös gemacht und auch berührt hat. Die Spannung baut sich ohne Längen immer weiter und weiter auf und fesselt einen an dieses Buch, so wie das düstere Geheimnis von Moldow die Brüder Tim und Luis an das verfallene Dorf ihrer frühen Kindheit fesselt. Zunächst rätselhaft und unerklärlich wird es hier rasch unheimlich, um schließlich in einem atemlosen Fiebertraum zu gipfeln. Moldow hallt nach, und den Autor werde ich sehr gerne im Auge behalten.

MOLDOW
MOLDOWvon M. Stoever
8. Juni
In jedem Fall ein Buch, was nachhallt.
Bewertung:3.5

In jedem Fall ein Buch, was nachhallt.

„Moldow“ von M. Stoever ist für mich weniger Horror als vielmehr ein atmosphärischer Mystery-Thriller, der von seiner düsteren Stimmung und psychologischen Tiefe lebt. Die Idee eines verlassenen Dorfes, das aus Erinnerungen und Karten verschwunden ist, erzeugt von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre. Still, feucht, vergessen, doch trotzdem irgendwie präsent. Besonders stark fand ich die psychologische Ebene rund um die Brüder Tim und Luis. Während sie nach dem Tod ihrer Mutter und durch ihr Tagebuch immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Familie eintauchen, beginnen Erinnerungen zu bröckeln und Wahrnehmungen unsicher zu werden. Gerade dieses langsame Kippen der Realität macht den Roman unglaublich intensiv. Die Geschichte entwickelt schon früh eine permanente unterschwellige Spannung. Was zunächst wie eine einfache Spurensuche wirkt, wird immer düsterer und bedrückender. Das Moor, die verlassenen Häuser und die seltsam unwirkliche Stimmung sorgen dafür, dass man irgendwie ein ungutes Gefühl hat. Trotzdem konnte mich das Buch leider nicht komplett überzeugen. Ich bin mit dem Schreibstil einfach nicht warm geworden. Die vielen Wiederholungen, die häufigen „und“ Konstruktionen und die sehr kurzen Hauptsätze haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Ich musste mehrfach neu ansetzen, um das Buch überhaupt zu beenden, obwohl mich die Geschichte selbst eigentlich interessiert hat. Und genau das macht die Bewertung für mich schwierig: Inhaltlich steckt hier unglaublich viel Atmosphäre, Spannung und Tiefe drin, aber der Schreibstil hat für mich vieles davon gedämpft. Trotzdem ist „Moldow“ definitiv ein Buch, das nachhallt. Dieses Gefühl zwischen Realität, Erinnerung und Einbildung bleibt noch lange im Kopf zurück.

MOLDOW
MOLDOWvon M. Stoever
30. Mai
Bewertung:4

Wunderschön Atmosphärisch erzählt der Autor die Geschichte zweier Brüder , die zurückkehren nach Moldow , um ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. Die Stimmung ist so düster und gruselig und zieht einen immer weiter in die Geschichte. Den Autor behalte ich im Auge. Ich habe es über KU gelesen.

MOLDOW
MOLDOWvon M. Stoever
25. Mai
Bewertung:4

Atmosphärischer Horror

Dieses Buch lebt von seiner Atmosphäre. Tim und Luis gehen der rätselhaften Geschichte ihrer Familie nach. Nach und nach wird die Geschichte immer beklemmender. Ich konnte mir Moldow bildlich vorstellen:Leere Häuser, verwittert und verfallen. Dazu spielt die Geschichte im November, was dem Ganzen noch mehr Düsternis verliehen hat. Tim und Luis stehen einander nah, die Dialoge sind voller Gefühl, beide teilen einen Schmerz, das hat man gemerkt und das fand ich sehr gut. So konnte ich gut mit beiden mitfühlen. Obwohl ich beide gerne kräftig durchgeschüttelt hätte. Mehr möchte ich gar nicht sagen um nicht zu spoilern, nur soviel: Es hat mir wirklich gut gefallen. Eine Leseempfehlung für diejenigen die gerne einen atmosphärischen und beklemmenden Horrorroman lesen möchten wo sich die Handlung langsam und stetig aufbaut.

MOLDOW
MOLDOWvon M. Stoever
14. Mai
Bewertung:5

Keine Werbung - selbst gekauft ASIN B0GYVBTJDZ PREIS 3,99 € SEITEN 315 Starker Einstieg, Spannung, die bis zum Schluss hält Als ihre Mutter durch die Krebserkrankung gestorben ist, finden Luis und Tim ihr Tagebuch und damit einen ersten Hinweis auf eine Vergangenheit, die seit dreissig Jahren totgeschwiegen wurde. Die beiden Brüder machen sich auf ins Wendland, um endlich Klarheit zu schaffen - und finden ein Grauen, dass sich immer weiter ausbreitet. Ich kann kaum mehr zum Inhalt schreiben, ohne wirklich zu spoilern. Schon die Leseprobe hatte mich sofort. Und es wurde tatsächlich immer düsterer. Was als Vergangenheitssuche beginnt, entwickelt schon auf den ersten zwanzig Seiten eine Gänsehaut. Als Leser merkt man direkt, dass da etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Und es bleibt bei den beiden dann auch nicht bei einem geplanten Wochenende. Es werden fast zwei Wochen, bis es „vorbei“ ist. Wobei selbst das Ende mit einem Fragenzeichen versehen werden kann. Einbildung oder Tatsache? Es bleibt der bittere Geschmack, dass auch die Realität am Schluss vielleicht nicht echt ist. M. Stoever arbeitet mit nur zwei Charakteren - den Brüdern Luis und Tim und deren Verhältnis zueinander, das immer mehr kippt. Spannungstechnisch kann der Roman durchaus mit einigen „großen“ Schriftstellern konkurrieren. Subtil drängend wird der Leser immer weiter mitgezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste danach auch erst eine Pause machen und das Ganze sacken lassen. Einziger Wermutstropfen: der inflationäre Gebrauch von „und“-Verbindungen, die meinen inneren Lektor-Monk haben steil gehen lassen und mich dann doch immer wieder etwas raus gebracht haben. Dafür hat mich andererseits der Roman noch tagelang nach dem Lesen beschäftigt. Es stimmte alles, Charaktere, Stimmung, Worldbuilding; durchaus 5 (von 5) Sternen. Der Roman „MOLDOW“ von M. Stoever erschien am 08.05.2026 im Selfpublishing.

MOLDOW
MOLDOWvon M. Stoever