Schon der Einstieg in die Geschichte schlägt ein, den er ist nicht schleichend, langsam sondern zeigt gleich welche Tragweite und Ernsthaftigkeit das Buch in sich trägt!
Laras Geschichte ist roh, brutal und an manchen Stellen kaum auszuhalten- doch sie zeigt uns auch, das man nicht immer alles "reparieren" muss.
Das man über sich hinauswachsen kann-
mit Rückschlägen und Fehlern, aber nie ohne Hoffnung.
Attila hat Laras Geschichte ungeschönt und mit so viel tiefe erzählt, das ich an ganz vielen Stellen während des lesen eine Gänsehaut bekommen habe.
Denn ja, es ist eine fiktive Geschichte, doch diesen faden Beigeschmack konnte ich während der ganzen intensiven Geschichte nie ganz ausblenden.
Eine spannende, einnehmende Mischung zwischen Kontrollangabe, Hingabe und vor allem bedingungslosem Vertrauen zwischen zwei gebrochenen Menschen.
Lara 47 ist eines der Bücher, die einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen erhält und mich auch nachträglich begleiten wird!
Werbung - Printexemplar als Dankeschön von @a_tti_la erhalten
ISBN 9798258989864
PREIS 15,46 € (EUR)
SEITEN 315
Wenn Freiheit schwer erarbeitet werden muss
Lot 47 wird als Premiumprodukt verkauft. Während Lara scheinbar völlig unbeteiligt auf der Bühne steht, erkennt Mateo in ihren Augen etwas, das ihn zum Handeln bewegt. Zum ersten Mal überhaupt bietet er bei dieser verachtenswerten Fleischschau mit und nimmt 47 mit zu sich nach Hause.
Doch entgegen Laras Ängsten, zu etwas gezwungen oder wie ein höriges Tier gehalten zu werden, begegnet Mateo ihr mit Verständnis und Respekt. Er erkennt früh die Ängste und Bedürfnisse hinter der Nummer 47, während Lara lange braucht, um dies selbst zu begreifen.
Dabei geht es nicht um Kontrolle und Dominanz im eigentlichen Sinne, sondern um Vertrauen, Rücksichtnahme und gegenseitige Wertschätzung. Um die Achtung vor den Grenzen des anderen, aber auch darum, zu den eigenen Wünschen zu stehen und zu akzeptieren, dass Gefühle nicht falsch sein können.
Ich habe den Autor während der Entstehung des Romans unterstützt und das Manuskript von einer frühen Rohfassung bis zur Veröffentlichung begleitet. Umso mehr hat es mich gefreut zu sehen, wie sich der Text entwickelt hat. Was anfangs stellenweise noch etwas holprig wirkte, ist zu einem gelungenen Debütroman herangewachsen.
Die Beziehung zwischen Lara und Mateo berührt. Man leidet mit Lara, hofft mit Mateo und erlebt die Rückschläge ebenso wie die Fortschritte, die beide machen. Obwohl der Roman mit einem Cliffhanger endet, werden die wichtigsten Handlungsstränge zufriedenstellend abgeschlossen.
Leser sollten sich bewusst sein, dass sexuelle Inhalte einen festen Bestandteil der Geschichte bilden.
Der Schreibstil wird konsequent durchgehalten. Ruhige Momente bekommen den nötigen Raum, während die Handlung an den richtigen Stellen an Tempo und Intensität gewinnt. Auch das Cover passt hervorragend zum Roman und macht neugierig, ohne zu viel zu verraten.
Gesamtwertung: 42 von 45 Punkten
Schreibstil 5(5), Charaktere 4(5), Dialoge 5(5), Plot 4(5), Struktur 5(5), Atmosphäre 5(5), Technische Qualität 5(5), Originalität 5(5), Emotionale Wirkung 4(5)
Wer Dark Romance mag, ist hier bestens aufgehoben. 5 von 5 Sternen.
Der Roman „Lara 47“ von Attila Krick erschien am 28.04.2026 über KDP.
Durch Zufall bin ich auf das Buch von Attila Krick aufmerksam geworden – und es hat mich sofort gepackt.
Alles beginnt in einem Theater. Auf einer Bühne werden Frauen vorgeführt. Auch Lara. Oder besser gesagt: Lot 47.
Ehemalige Soldatin einer militärischen Eliteeinheit. Trainiert zu funktionieren. Geprägt von dem, was hinter ihr liegt.
Gekauft wird sie von Mateo. Einem Mann, der eigentlich niemals eine Frau kaufen würde.
Ab diesem Moment ist man mitten in Laras Geschichte. In ihren Gedanken. In ihrer Angst. In ihrem antrainierten Funktionieren. Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, doch die Schatten ihrer Vergangenheit sind in jeder Szene spürbar.
Nach und nach beginnt Lara, sich daraus zu lösen. Mit Mateo. Einem Mann, der zuhört, statt zu drängen. Der wartet. Und der selbst Narben mit sich trägt.
Die Geschichte zieht einen schnell hinein. Attila Kricks Schreibstil ist locker, bildhaft und gleichzeitig präzise. Immer wieder arbeitet er mit kurzen, starken Sätzen, die direkt treffen. Dadurch fühlt man die Geschichte intensiver. Den Schmerz. Die Spannung. Die Unsicherheit.
Das Thema ist definitiv keine leichte Kost – und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen.
Und ja, auch der Spice liefert ab.
Aber es sind vor allem die stilleren Momente, die hängen bleiben. Szenen mit Bedeutung. Augenblicke, die tiefer gehen als reine Leidenschaft und die noch lange nachwirken, selbst wenn das Buch längst beendet ist.
Und dieses Ende … es endet, wie es endet. Mehr sage ich dazu nicht.
Lest es selbst.