
Mirco Deflorin hat mir mit Semikolon kurzweilige, interessante und tiefgründige Lesestunden bereitet. Auch wenn der Thrill nicht im Vordergrund stand, war die Stimmung durchgehend düster und mysteriös. Die Bezeichnung Mystery-Thriller oder Spannungsroman mit Mysteryelementen passt zu Semikolon sehr gut. Der Titel Semikolon ist gelungen gewählt. Der Autor erklärt während der Geschichte immer wieder, was es damit auf sich hat. Sehr gut gefallen hat mir die psychologische Komponente. Die Protagonisten waren authentisch dargestellt. Beim Lesen begleitet man die Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe, die sich Semikolon nennt, auf einer mehrtägigen Wanderung durch den Odenwald. Protagonist ist Jonas, ein Autor mit Depression und Schreibblockade. Die anderen Teilnehmer sind eine bunte Truppe, deren Vorgeschichten man zunächst nicht kennt. Schnell entwickelt man Sympathien oder Misstrauen gegenüber einzelnen Teilnehmern. Als ein Mitglied der Truppe verunglückt, stellt man sich die Frage, ob es wirklich ein Unfall war. Im weiteren Verlauf nimmt die mysteriöse Komponente immer mehr zu. Auch Sagen und Legenden aus dem Odenwald werden thematisiert. Ich mochte das Gesamtpaket und die Auflösung. Wer mal eine Geschichte lesen möchte, die anders ist, als die Thriller, die man sonst so liest, ist mit Semikolon genau richtig






