
Was für krasser Psychothriller
Meine Meinung: „Und bitte - sei normal“ Ein Haus am See. Eine ruhige Nachbarschaft. Ein Neufang. Doch ist es für Nora wirklich ein Neuanfang, oder wird sie in die Irre geführt? Was für ein Psychothriller!!! Gleich vorne weg, wer es blutig mag mit Leichen, ist hier fehl am Platz. Der Anspruch von diesen Roman ist auf sehr hohem Niveau. Zum Anfang dachte ich beim Lesen, wo ist hier oben und unten? Was zum Teufel möchte mir der Autor mitteilen? Aber dann, ganz langsam, stieg ich dahinter. Dann kam die Phase, da fühlte ich es, es geht so tief an die Psyche des Menschen und mein Gehirn hatte ordentlich zu arbeiten und lief auf Hochtouren und, ja, genau das liebe ich an guten Büchern. Hier werden Grenzen und Wahrnehmungen verschoben, ganz klein und leise, aber mit fatalen Auswirkungen. Oft habe ich mich gefragt … Ist es real, oder hat Nora doch eine handfeste Paranoia? Dieser Roman ist ein Mix aus „The Truman Show“ und „Big Brother“, nur auf perfidere Art und Weise. Es geht sehr tief in die menschliche Psyche. Die Spannung wird ganz fein justiert und so dezent angezogen, dass man es nicht bewußt merkt, wie hoch das Spannungslevel ist. Beim Lesen stellte sich bei mir schnell das Gefühl der Beklemmung ein und ich kann nur ansatzweise erahnen, wie sich Nora gefühlt haben muss. Ich konnte diese Story nicht locker flockig durchweg lesen, ich habe sie langsam und bewusst mit Pausen gelesen. Dennoch ist es schwer, dieses Buch zur Seite zu legen. Die Story macht was mit einem, ich kann nur sagen, dass es heftig ist und ich kann dieses Gefühl genau beschreiben. Für mich ganz großes Kino. Mein Fazit: Wer einen stillen und beklemmenden Psychothriller mit nachhaltiger Wirkung sucht, ist hier genau richtig. Und wer weiß, vllt gibt es ja auch noch irgendwann die Vorgeschichte von Nora, denn die interessiert mich brennend. Von mir gibt’s eine unglaubliche Leseempfehlung.




