
Ein extrem interessantes Buch über Verluste, das Loslassen und wie wir als Menschen für das was wir lieben über uns hinauswachsen.
"Afterlife Crisis" hat meine Erwartungen mehrfach übertroffen. Manchmal konnte ich das Buch (bzw meinen eReader) kaum weglegen, andere Male musste ich erst einen Moment innehalten, um das Gelesene zu verarbeiten bevor ich weiterlesen konnte. Man fiebert sofort mit den Charakteren mit und der Kopf schwirrt nur so voller Theorien, was als nächstes passieren würde – und jedes mal kommt es ganz anders. Die Spannung hört kaum auf bevor sie gewollt mit Humor und Gemütlichkeit abgelöst wird. Eine echte Achterbahnfahrt. Jeder einzelne der Charaktere hat eine unglaubliche Tiefe, in die man kurzweilig entführt wird. Miltraud, die Protagonistin des Buches, durchgeht eine wundervoll erzählte Charakterentwicklung und ich muss sagen: sie ist eine richtige Badass Female MC. Die Themen des Verlusts und des Loslassens werden in einer so facettenreichen Weise angesprochen, dass die Menschlichkeit nur so heraus strahlt. Die einen Stellen bangt man, die nächsten weint man, an anderen hat man ein bittersüßes Lächeln auf den Lippen. Einfach nur ergreifend. Der Schreibstil ist blumig, fast schon poetisch in seinen Umschreibungen, daher braucht es auf jeden Fall etwas mehr Konzentration zu lesen, wie eine alltägliche Romanze in Umgangssprache. Dennoch hatte ich äußerst selten das Problem, etwas nicht direkt verstanden zu haben. Die Tropes reichen quer durch das, was die Buchwelt zu bieten hat. Von Found Family bis zu ganz viel Angst über Action war echt alles dabei. Es ist keine klassische Romanze und reicht weit fernab, was man vom derzeitigen Buchmarkt gewöhnt ist.











