Dank des Schreibstils bin ich nur so durch das Buch geflogen. Die den unterschiedlichen Situationen angepasste Sprache macht das Buch immersiver. Das Social-Media-Thema und der stetig steigende Spannungsaufbau machen das Buch zu einem Leseerlebnis abseits von 08/15 und einem beklemmend-realistischen Thriller. Besonders gut fand ich, dass man nah an der Psyche der Hauptfigur war und auch im Kontrast hierzu Einblicke in die Gedanken der stalkenden Person bekommt. Pluspunkt: Personenliste und Glossar am Ende des Buchs Sicher nicht das letzte Buch, was ich von ihr gelesen habe.

Leider nicht meins ..
Zuerst einmal bedanke ich mich bei der Autorin für das tolle Rezensionsexemplar und die tolle Bloggerbox, die ich zugeschickt bekommen habe. Der Inhalt war durchdacht und toll gestaltet, mit Briefen des Stalkers und einem Stein und vielen kleinen tollen Gadgets. Auch das Cover des Buches fand ich auf den ersten Blick sehr ansprechend und habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen. Da mich auch der Klappentext sehr ansprach, konnte ich es kaum abwarten. Leider hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Der Anfang hat sich sehr gezogen und es passiert bis ca. 60% des Buches kaum etwas. Danach wurde es insgesamt spannender und es passiert endlich etwas, trotzdem konnte es mich dann leider nicht mehr überzeugen. Auch in den Schreibstil mit den verschiedenen Sprachen und auch der Jugendsprache immer wieder, kam ich nicht rein. Die Protagonisten waren insgesamt sehr spannend und ich hätte mir gewünscht insgesamt mehr über die einzelnen Personen zu erfahren.
Perfider Stalker hat sein Objekt auserkoren
Ein Thriller der mich total begeistert hat. Daniela Schattmann hat eine Gabe, die Influencerszene geschickt zu verpacken. Großartiger Nervenkitzel mit starken Charakteren.
„Rot: Rubikon“ greift ein aktuelles und spannendes Thema auf: die Schattenseiten digitaler Sichtbarkeit, den psychologischen Druck von Online-Ruhm und die feine Grenze zwischen Bewunderung und gefährlicher Besessenheit. Die Geschichte rund um den erfolgreichen Streamer Norik ist von Beginn an fesselnd und entwickelt sich zu einem beklemmenden Psychothriller, der lange nachwirkt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Manipulation durch den mysteriösen Absender „Rubikon“. Die schleichende Eskalation, der zunehmende Kontrollverlust und Noriks innerer Zerfall werden glaubwürdig und intensiv geschildert. Die Atmosphäre ist dicht, oft unangenehm nah an der Realität, und gerade deshalb so wirkungsvoll. Auch die Dynamik zwischen Norik und seinem besten Freund Simon verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und verstärkt das Gefühl von Hilflosigkeit. Die Spannung bleibt konstant hoch, die Handlung ist gut durchdacht und erschreckend plausibel. Der Roman zeigt eindrucksvoll, welchen Preis digitale Aufmerksamkeit fordern kann und wie schnell öffentliche Anerkennung in persönliche Abhängigkeit umschlägt. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Sprache. Der verwendete Slang und die sehr starke Orientierung an der Streaming- und Online-Welt haben mich persönlich etwas gestört. Wer mit dieser Ausdrucksweise wenig anfangen kann, könnte hier stellenweise aus dem Lesefluss geraten. Das ist jedoch Geschmackssache und schmälert die Qualität der Geschichte insgesamt kaum. Alles in allem ein moderner, psychologisch präziser Thriller mit einem starken Thema, hoher Spannung und einer beunruhigenden Nähe zur Realität. Trotz kleiner sprachlicher Abstriche ein sehr gelungenes Buch, das zum Nachdenken anregt und definitiv im Gedächtnis bleibt.

Stalkerthriller sind eigentlich nicht meine erste Wahl, aber weil mich Band 1 so großartig unterhalten hat, musste Band 2 natürlich her und ich habe mich gefreut, Simon und Nika wiederzutreffen. Daniela Schattmann schafft es, mich schon zu Beginn unwohl fühlen zu lassen, obwohl eigentlich nichts Schlimmes passiert. Schreibkunst vom Feinsten. Norik erlebt einen leisen Albtraum, ohne wirklich greifen zu können, woher die Bedrohung kommt. Die Spannung wurde richtig heftig beklemmend, bis sich der Stalker zu erkennen gegeben hat. Ab da hat mich die Geschichte viele Seiten lang nur noch aufgeregt, um ehrlich zu sein. Ich konnte Noriks Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen, vor allem weil er ja eigentlich ein cleveres Kerlchen ist. Der Stalker hingegen wirkt teilweise wie jemand mit übermenschlichen Skills, was für mich deutlich drüber war. Zwischendurch fragt man sich sogar, wer hier von wem obsessed ist. Wäre es kein Reziexemplar gewesen, hätte ich wahrscheinlich eine Pause gemacht. Zum Glück habe ich weitergelesen, denn gegen Ende nimmt das Buch noch einmal richtig Fahrt auf und bringt die starke Spannung zurück. Im Gesamten hat mich das Buch dann doch gut unterhalten. Ich denke aber, rund 100 Seiten weniger hätten den Spannungsbogen stärker gehalten.




