Zukunftsvision mit Fehlern
Werbung - Rezensionsexemplar über netgalley.de bekommen. Henk und sein Mann kämpfen in der nahen Zukunft (2041) mit einer Gruppe von Wissenschaftlern gegen die KI NOVA, die bereits dabei ist, sich überall einzuschreiben und so die Menschheit als Ganzes endgültig zu entmündigen. Dabei hilft ihnen Henks verstorbener Großvater, der das Ganze bereits vorausgesehen und deshalb recht spezifische, aber dennoch kryptische Hinweise hinterlassen hat - und zwar analog in einem Tagebuch, damit NOVA nicht darauf zugreifen kann. Tatsächlich versucht die sechsköpfige Truppe mithilfe verschiedener Codes NOVA mit einem Ethikprogramm namens AURORA ein Gewissen einzuimpfen. Mich hat der Plot leider nicht wirklich überzeugt. Es lief irgendwie zu glatt, es gibt natürlich die Bösewichte, die es zu verhindern versuchen, die werden aber am Ende einfach festgenommen (wieso eigentlich erst da?) und insgesamt läuft alles sehr glatt, dafür aber sehr platt. Die Charaktere überzeugen auch nicht wirklich, haben zu wenig Tiefe und damit zu wenig Motivation. Der Schreibstil wirkt abgehackt und teilweise sind komplette doppelt gewesen (z.B. Seite 125). Das Ganze wird am Ende aufgelöst und es gibt eine KI mit Gewissen. Ob das nun insgesamt Sinn gemacht hat? Nicht wirklich, zumindest hat es für mich nicht gut funktioniert. Deswegen „nur“ 3 (von 5) Sternen. Der Roman „Die verstummte Welt“ von Harry Knopf erschien bereits am 01.10.2025 in der Buch-Werkstatt GmbH



