Geisterhafter Cosy Crime mit Längen und Lücken. Am ärgerlichsten: die richtig schlechte Übersetzung ins Deutsche.
Vorweg: Titel und Klappentext versprechen hysterisches Chaos mit nem coolen Ex-Auftragskiller, der sich statt mit der Rente und dem Garten mit einer Mordermittlung und sozialen Menschen UND Geistern befassen muss. Tolle Idee, klingt prima, dachte ich. Leider war das schlussendlich nicht der Fall. Wenn einer gar nix mit Gärtnern zu tun hat, dann der Auftragskiller. Niemand schreibt ein Handbuch und eigentlich ist Eleanor die Hauptfigur in dem Roman. Und Charlie. Vielleicht sogar der Inspektor. Die Prämisse des Buches hat Potenzial, die Ausführung war eher mäh. Am Anfang des Buches hatte ich den Eindruck, dass Seiten oder ganze Kapitel fehlen müssten, da riesige Lücken vorhanden sind, die mich irgendwann googlen ließen, ob das vielleicht doch der zweite oder gar dritte Band einer Reihe ist. Ist es nicht. Es ist der erste Band. Das Aufeinandertreffen der handelnden Figuren geht so schnell und unerklärt, dass ich da schon wegen der Hektik der Autorin abbrechen wollte. Der Mordfall plätschert vor sich hin, es ist sehr hilfreich, dass Eleanor alles kann und alles weiß (gähn), aus dem Geisterplot hätte man hysterisch gute Komik machen können, doch da passiert nix. Am ärgerlichsten an dem Buch ist aber die richtig schlechte Übersetzung, ein Lektorat im Tiefschlaf (sofern überhaupt vorhanden) und für mich fast unverzeihliche Fehler der Autorin (Beispiel: Charlie wird nach seinem Geburtstag gefragt. Er antwortet 12.9.2003. Nur 20 Seiten später wird über seinen 21. Geburtstag im April gesprochen - und weder das eine noch das andere ist plotrelevant und somit vielleicht Absicht). Die Pommes sind drei Seiten lang Pommes, danach sind es Chips. Figuren duzen sich plötzlich, um sich unerklärt drei Kapitel weiter wieder zu siezen und bei nächster Gelegenheit wieder ins Du zu wechseln. Und sowas kann ich echt nicht leiden. Fazit: Idee gut, Titel großartig, aber irreführend, Übersetzung und Lektorat grottig. Der Krimi an sich ist okay, aber auch nicht besonders gut erzählt. Kann man lesen, wenn man's in nem Bücherschrank findet oder als 7. KU-Buch im Monat, aber ne Kaufempfehlung gibt's nicht.





