
Zur Geschichte:
Mit nur einundvierzig Jahren erhält Rachel Marless die Nachricht, dass ihr nur noch wenige Monate zu leben bleiben. Nachdem sie die niederschmetternde Diagnose akzeptiert hat, trifft sie eine Entscheidung: Sie will ihre letzten Tage damit verbringen, ihrer einzigen Nichte Linnea Weisheiten, Ratschläge und eine lange Liste ihrer Verfehlungen zu offenbaren. Linnea studiert im ersten Jahr am College und kann nicht glauben, dass sie ihre Lieblingstante verliert, bevor sie gemeinsam die Welt bereisen konnten. Von dem Moment an, in dem sie von der Diagnose erfährt, nimmt sie sich vor, jeden Dienstagnachmittag mit Rachel zu verbringen. Woche für Woche hört sie den Geschichten ihrer Tante zu und erfährt erschütternde Geheimnisse über die Frau, von der sie glaubte, sie besser zu kennen als jeden anderen Menschen. Tante Rachel hat in ihrem Leben schreckliche, unaussprechliche Dinge getan – doch nichts wird so schlimm sein wie ihr letztes Geständnis. Kann Linnea die Wahrheit verkraften, und wird Rachel lange genug leben, um alles zu erzählen? — "To all those I've killed before" von J. L. Hyde ist ein fesselnder Suspense-Roman, den man problemlos in einem Rutsch weglesen kann. Der Roman schafft den Spagat zwischen Humor und Traurigkeit wirklich gut. Einerseits gibt es immer wieder trockene, fast schwarzhumorige Momente, andererseits schwingt durch Rachels Situation permanent etwas Melancholisches mit. Den Twist konnte man zwar schon relativ früh erahnen, aber ehrlich gesagt hat das der Unterhaltung überhaupt keinen Abbruch getan. Die Geschichte bleibt spannend genug, dass man trotzdem unbedingt wissen möchte, wie alles zusammenläuft und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.

