Greta sucht Mister Right. Stattdessen trifft sie auf Henry – einen manipulativen Kerl, der sie für eine geheime Dating-Studie rekrutiert. Bald findet sich Greta in einem Netz aus Regeln, Fremden und Grenzüberschreitungen wieder, die sie an den Rand ihrer selbst bringen. Dieses Buch ist keine leichte Kost, sondern eine schonungslose Auseinandersetzung mit Manipulation, toxischen Beziehungen und dem Wunsch nach Liebe, der Menschen verletzlich macht. Sara Seppelt trifft mit ihren Figuren ins Mark: authentisch, unbequem und mit einer Klarheit, die einen gleichzeitig abstößt und fesselt. Ich wollte Greta beim Lesen ständig zurufen: „Bitte wach auf!“ Und genau das macht „Die Studie“ so stark – es konfrontiert uns mit eigenen Grenzen und Ängsten, während wir Greta auf ihrem Weg begleiten. Für alle, die tiefgründige Contemporary Romance mögen, die nicht nur Herzklopfen, sondern auch echte Konflikte zeigt, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
Eines direkt vorab: Ich kann Henry nicht ausstehen! Da wir das jetzt geklärt haben, können wir zur Rezension kommen: Es geht um Greta und die Tatsache, dass Greta verzweifelt ist. Menschen, die verzweifelt sind, machen gerne mal dumme Sachen, so auch Greta. Sie ist in einen Typen verliebt – und ja, ich meine Typ hier bewusst abwertend – der in ihr lediglich einen Kumpel sieht, den er ein wenig ausnutzen kann. Oder ein wenig mehr. Geschenke für die Familie einpacken und verschicken… sowas halt. Und Greta schmachtet ihn seit zwei Jahren an. Die Protagonistin arbeitet am Theater als Maskenbildnerin und, um es sanft auszudrücken, ihr Selbstbewusstsein ist nicht das Beste. Auf Anraten ihrer Freundin und Kollegin meldet sie sich in einer Partnerbörse an… und trifft dort auf Henry. Und Henry ist ein Arsch. Er will keine Beziehung mit Greta, er will sie für eine dubiose Studie, die er veranstaltet. Und um sie dazu zu bekommen, zieht er alle Register. Henry ist absolut manipulativ und drückt bei Greta die richtigen Schalter, um das zu bekommen, was er will. Sara Seppelt trifft Henrys Ton genau, auf eine absolut unangenehme, widerliche Weise. Die meisten Frauen kennen diese Art Menschen und es ist schon merkwürdig, ihn zwischen zwei Buchdeckeln wiederzufinden. Alles an seiner Person ist unangenehm zu lesen. Das ist die absolute Stärke der Autorin: Den Charakteren in ihrem Buch durch ihre Handlungen und die Art ihrer Worte Leben einzuhauchen. Sie wirken absolut authentisch! So authentisch, dass mir manchmal der Widerwillen hochkommt. Als Greta und Henry sich das erste Mal begegnen, musste ich mich zwingen, weiter zu lesen, denn Henry… Er bekommt mir einfach nicht. Er ekelt mich an. Und das bleibt auch so: Henry manipuliert Greta, stellt sie bloß und redet ihr ein, dass Sex mit Fremden ihr Selbstwertgefühl pushen würde. Dass er als ihr Freund auftritt, macht es nicht besser. Aber es ist eine Romance. Tief in mir schlummert die felsenfeste Überzeugung, dass alles gut ausgeht. Und natürlich tut es das. Über die Sei



