
Mein Fazit: Auch dieser Teil dieser Fantasyromanreihe hat mich wieder sehr begeistern und einnehmen können. Nun freue ich mich auf den 3. Teil und die Magie.
Ich habe mich sehr gefreut in die 2. Story der Chroniken der Gebissenen einzutauchen und war auch sehr gespannt, ob es mich genauso abholen könnte, wie Teil 1. Es geht wieder direkt in die Story hinein, diesmal zu Winifred Crowsdale. Sie lebt im Menschensektor, ist 41 Jahre alt und ist seit 10 Jahren mit ihrem Freund Jay zusammen. Sie möchte die Beziehung auf das nächste Level zu bringen, doch sie muss schmerzlich erkennen, was ihrem Freund wichtig ist, sie nämlich nicht. Sie macht kurzen Prozess und beendet alles. Das sie damit ganz von vorne mit allem beginnen muss, war ihr jedoch nicht ganz so klar. Mit Baylor, dem Hund eines Freundespaares, schlägt sie sich mehr schlecht als recht durch. Eines Tages trifft sie auf das Zaubererhaus, welches ich schon im Vorgängerband sehr gemacht habe, und endlich scheint ihr Leben bergauf zu gehen. Diesmal erlebt man auch das Haus viel intensivier und es bekommt eine feste Rolle. Dieses Mal steht es auf der Grenze zwischen dem Menschen- und dem Vampirsektor. Da sich Fred mit Kurierfahrten übers Wasser hält, entdeckt sie den Vampirsektor als sichere Einnahmequelle für sich, doch dieser trägt seine gefährlichen Tücken. Dort trifft sie auf den beeindruckenden Vampir Valdarr Blodvakt, den Rabe des Nordens und auch leider Sohn des Großmeisters. Aber er hilft ihr immer wieder aus der Misere hinaus. Neue Chance eröffnen sich auch für Fred, es ist nicht immer einfach, doch sie ist eine Kämpfernatur und auch in ihr schlummert nicht nur ein Mensch. Es ist abermals eine wunderbare Szenerie. Es gibt Menschen, Wandler, Vampire und Magie, in seinen verschiedensten Formen. Man begibt sich in eine spannende, fantastische und mystische Handlung hinein, die absolut lebendig ist und mit scharfsinnigen Gedanken und auch etwas Humor und interessanten Charakteren besetzt wurde. Die gesamte Handlung spielt sich über mehrere Monate ab und es hat sein ganz eigenes Tempo, ohne dabei abzuschweifen oder langatmig zu wirken. Dabei gibt es vieles zu entdecken und man trifft auch auf ein paar bereits bekannte Charaktere. Die Liebe und ihre verirrten Zweige spielt hier eine untergeordnete Rolle, aber zeigt sich in ihrer Form von Slow burn in seinen Empfindungen und ausdrucksstarken Gefühlen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, fesselnd, einnehmend und spannungsgeladen. Man liest sich sehr mitfiebernd durch die überwiegend kurzen Kapitellängen. Es liegt sehr viel im Detail und ich mochte die bildlichen Darstellungen sowie den mitschwingenden Humor. Fred erzählt ihre Story in der Ich-Perspektive. Also Bonus gibt es drei Szenen aus der sich von Valdarr. Die einzelnen Charaktere waren wirklich sehr gut und ausreichend herausgearbeitet. Das Buchcover zeigt eine Frau mit ihrem Husky und ist in rötlich gehalten. Es passt perfekt zur Handlung. „Hier der Ratschlag von einem Punk mit Lippenpiercing: Lerne den Unterschied zwischen besitzen und ehren. Ersteres hast du versucht. Letzteres werde ich tun.“





