Besonderer Schreibstil
Es wird gespoilert ohne Ende. Spannung...nicht wirklich. Trotzdem hat es mich mitgenommen. Man schwankt zwischen Mitleid, Verärgerung, Unverständnis und gleichzeitig Verständnis.
Besonderer Schreibstil
Es wird gespoilert ohne Ende. Spannung...nicht wirklich. Trotzdem hat es mich mitgenommen. Man schwankt zwischen Mitleid, Verärgerung, Unverständnis und gleichzeitig Verständnis.
Besser als gedacht
Als ich rausgefunden habe dass Caroline Wahl einen neuen Roman rausbringt, war ich Feuer und Flamme. Bis… die negativen Rezensionen kamen und mich ziemlich verschreckt haben. Jetzt habe ich doch mal rangetraut und war dann doch überrascht. Auf der einen Seite ist das Buch anders geschrieben als ihre anderen Beiden Romane… aber irgendwo auch nicht. Es kommt an die anderen Bücher auch nicht wirklich dran, aber es hat mich auch nicht losgelassen und habe es gerade zu verschlungen. Das Buch ist im dritten Erzähler geschrieben der gerne mal Sachen vorwegnimmt und random Sachen reinwirft - muss man mögen (mich hats nicht gestört). Und als jemand der auch laaange als Assistentin gearbeitet hat bzw. noch arbeitet konnte ich echt so viel nachvollziehen. Der Ehrgeiz es besser zu machen, dieser Schwung zwischen es ist so schrecklich, aber ich mach das doch ganz gut und auch die Ohnmacht wirklich Grenzen zu setzen und für sich einzustehen. Und gleichzeitig auch dieser Drang nach Kreativen. Die Hauptprotagonistin ist nicht wirklich sympathisch und manchmal möchte man sie einfach nur schütteln. Aber irgendwie hat das eben seinen Charme. Ich freu mich jedenfalls schon auf das nächste Buch 👀
Ich weiß nicht genau was mir das Buch jetzt sagen soll ehrlich gesagt. War ganz unterhaltsam aber irgendwie auch schräg.
Schwierige Protagonisten. Interessanter Scheibstil, bei dem man als Leser des öfteren angesprochen wird. Zackiges Ende
Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil
Leider war ich kurz vor der Hälfte des Buchs kurz davor, es abzubrechen. Der Schreibstil war mir zu distanziert und die Geschichte nicht wirklich innovativ. In der zweiten Hälfte wurde es etwas besser, weil man etwas mehr in die Gefühlswelt der Protagonistin mitgenommen wurde. Ich denke die Erzählung hätte aus der Ich Perspektive besser funktioniert, weil man die Protagonistin früher besser kennengelernt und dadurch auch verstanden hätte.
Dieses Buch von Caroline Wahl ist anders, als ihre beiden vorherigen Bücher, 22 Bahnen und Windstärke 17. Und doch irgendwie typisch Caroline Wahl. Charlotte, jung, fleißig und ehrgeizig, die immer noch unter dem Einfluss der Eltern steht, hat ihren Wunsch, Musikerin zu werden aufgeben und bewirbt sich als Assistentin der Geschäftsleitung bei einem renommierten Münchner Verlag. Dort erlebt sie einen zutiefst erniedrigenden und selbstzerstörischen Arbeitsalltag unter dem Verleger Ugo Maise. Der Konflikt - narzisstischer Verlagschef und ehrgeizige junge Assistentin, die sich durchbeißen will - wird nicht direkt erzählt, sondern in einem Hin- und Zurückspringen, mit wiederholten Vertröstungen ("Aber dazu später mehr.") und einem mehrfach eingeschobenen Nachsinnen darüber, was die Leser wollen. - Es ist ein gewollt provokantes Buch, liest sich wie eine Abrechnung. - Keine der Personen in diesem Buch war mir sympathisch. Charlotte hat keine Freund:innen, leidet unter einem Vaterkomplex, will unbedingt ihre Kollegin Ivana ausstechen, fährt schwarz und klaut im Supermarkt, ekelt sich vor ihrem hilfsbedürftigen Nachbarn und schaut auf Zahnarzthelferinnen, Schuhverkäuferinnen und Mütter herab. - Das und das Thema machten das Lesen streckenweise anstrengend für mich. Aus dem Buch: "dieses Schwanken zwischen Lob, Zufriedenheit, fast schon Euphorie auf der einen Seite und Unzufriedenheit, Nichtachtung und Wut auf der anderen setzte Charlotte mehr zu, als sie sich lange eingestehen mochte."... "Aber dieser unberechenbare Wechsel zwischen Zuckerbrot und Peitsche, ... waren nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem, meint Charlotte rückblickend, war die Grenze zwischen Arbeit und Privatem, die für den Verleger einfach nicht existierte und die also auch für seine Assistentin nicht existieren dürfte ... das immer überschwänglichere, fast schon übergriffige Lob, die viel zu privaten Fragen nach ihrem Seelen- und Liebesleben, auch die wie zufälligen, niemals ins Eindeutige reichenden Berührungen, das alles machte aus Charlotte ein Wrack." "Im Herbst oder im beginnenden Winter würde sie sich zu fragen anfangen, ab wann man eigentlich von sexueller Belästigung spricht. Diese Frage würde sich Charlotte immer öfter stellen, was vielleicht schon Antwort genug war."
Tolles Buch. Eine sehr spannende Geschichte und total spannend erzählt.
Das Buch hat mich aufgewühlt, gestresst, genervt, ungeduldig gemacht und trotzdem gefallen ….
Eigentlich meine ich die Bücher von Caroline Wahl
Ich weiß nicht warum Caroline Wahl ihren Schreibstil so verändert hat. Meiner Meinung nach ins schlechte. Sie hatte in 22 Bahnen und Windstärke 17 sooo einen tollen und besonderen Schreibstil und jetzt ist der irgendwie weg! Ich fand die Story auch etwas langweilig weil meiner Meinung nach super wenig passiert ist und es gar keine Wendung gab’s und am Ende plötzlich alles toll war. 😓👩🏻💻🗒️

Joar.
Nicht so stark wie Windstärke 17, aber definitiv kein minder wichtiges Thema. Lesenswert alle mal.
Puuuuhhhhhhh..
Das Buch handelt von Charlotte. Sie hat einen wirklichen Scheißjob und kommt davon nicht los bis sie selbst nur noch ein Häufchen Elend ist. Zwischendurch gab's mal ne kleine Lovestory, aber so wirklich schön war die natürlich auch nicht.. was aber nicht verwunderlich ist, da Charlottes restliches Leben - also eig nur die Arbeit, mehr ist da nicht - auch nicht so pralle ist. Vibe: alles kacke, aber am Ende ist schon alles gut. Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll und bin auch etwas überfragt wie ich das Buch fand. Es war recht wirr, aber lies sich gut lesen.
Sprachlich einfach und trivial
Die Geschichte klingt interessant, Assistentin in einem renommierten Verlag. Aber sprachlich kann ich diese aneinanderreihende Wiederholungsbanalität nicht ertragen. Es gibt dutzende Beispiele wie das aufgeführte. Atmosphäre wird so auch nicht erzeugt. „Weil sie die Wohnung immer noch nicht ertrug, fuhr sie mit der S-Bahn zum Münchener IKEA, der genauso war wie der Kölner IKEA und ihr noch schlechtere Laune machte, weil er genauso war wie der Kölner IKEA, aber eben nicht der Kölner IKEA. Sogar der Parkplatz und das Industriegebiet, aus dem der IKEA herausragte, sahen aus wie in Köln.“
Krasse Geschichte von Machtmissbrauch und einer Verlagsassistentin auf dem Weg zu sich selbst
Jetzt lag das Buch echt lange auf dem SuB, weil ich vorab schon so viel negative Kritik gehört hatte. Im Nachhinein kann ich zwar verstehen, warum manche das Buch nicht mochten, aber ich fand es von Anfang an gut. Tatsächlich konnte mich Charlottes Geschichte und auch der eigenwillige Erzählstil packen und überzeugen. Charlotte kommt nach München, um einen neuen Job anzutreten. Wirklich gewollt hat sie ihn nicht, das waren eher ihre Eltern, die in dem Job als Assistentin des Verlegers eines großen, namhaften Verlags ein Karrieresprungbrett witterten. Charlottes Aufgaben sind vielfältig, umfangreich und teilweise absurd. Es gibt ein regelrechtes Manual, an das sich die Assistentinnen des Chefs bis ins kleinste Detail halten müssen, und dabei geht es auch um so wichtige Dinge wie den Hitzegrad des Tees oder die Aufbereitung der Bowl samt Servieranweisungen. Im Grunde merkt Charlotte sofort, dass dieser Job sie alles kosten wird und dennoch nimmt sie die Herausforderung an. Vielleicht kann ja gerade sie die Beste sein und hier länger als alle Assistentinnen vor ihr bestehen?! Der Roman liest sich wie ein wilder, chaotischer Ritt – manchmal dachte ich, dass ich direkt in ein ADHS-Gehirn Einblick habe. Gedankenschleifen, Sprünge, Abschweifungen (mehrere Seiten zusammenhangloses Geläster über Cathy Hummels zum Beispiel) und Vorwegnahmen genauso wie Wiederholungen. Was das Buch dann dennoch auch von Sprachstil her faszinierend macht, ist die gelegentliche Stimme der Autorin aus dem Off – eine Metaebene, die Wahl dazu nutzt, ihren eigenen Text zu kritisieren und einzuordnen. Ich fand das ganz gelungen, vor allem wohl auch, weil es aus meiner Sicht immer genau den Punkt traf, über den ich mich gerade aufregen wollte. Caroline Wahl schreibt wie auch in ihren beiden vorherigen Büchern pointiert und mit kurzen Sätzen, manchmal ein bisschen rotzig. Dann wieder sehr gewollt literarisch. Dadurch, dass sich das Buch dem Schreibstil entsprechend sehr schnell liest (und man dank der zahlreichen Wiederholungen und Vorwegnahmen auch nicht so doll aufpassen muss), fand ich es auch gar nicht zu lang, wie ich öfters in der Kritik gelesen habe. “Die Assistentin” ist ein Roman über den Machtmissbrauch eines Vorgesetzten im Verlagswesen, aber auch eine Geschichte von Selbstfindung und Selbstbehauptung. Den nervenaufreibenden Alltag der Assistentinnen in dem Buchverlag fand ich einerseits faszinierend – ich habe mich natürlich die ganze Zeit gefragt, was denn noch passieren muss, bis Charlotte endlich die Reißleine zieht – und andererseits Ohnmacht produzierenden Übermächtigkeit kaum auszuhalten. Die Liebesgeschichte, die da um der Liebesgeschichte willen dabei sein musste, hätte mir nicht gefehlt. Sie war genauso emotionslos und aufgesetzt wie Wahl sie auf der Metaebene angekündigt hat. Insgesamt fand ich das Buch gut, aber nicht besonders spektakulär. Es war inhaltlich interessant, aber stilistisch müsste ich sowas jetzt nicht andauern lesen. Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Roman (“1999 Meter über dem Meer“) von Caroline Wahl sein wird, der am 28.0.582026 bei Rowohlt erscheint. © Tintenhain

Ich bin unentschlossen….
…wie ich das Buch bewerten soll. Der Schreibstil von Caroline Wahl hebt sich sehr von dem anderer Autoren ab. Ganz anders ist er. Mir gefällt das aber. Weil „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehören, habe ich mich sehr auf „Die Assistentin“ gefreut. Komplett überzeugen konnte mich die Geschichte jedoch dieses Mal nicht. Außergewöhnlich ist, dass man teilweise von „außen“ auf die Story und die Protagonistin blickt. Man erfährt sehr früh, wie das Buch ausgehen wird. Gefallen hat mir die Gesellschaftskritik. Zudem finde ich, dass das Thema sehr realistisch ist. Sicherlich haben viele das Gefühl, sich für etwas regelrecht aufzuopfern, sich dabei selbst zu vergessen, zu verlieren und daran unbemerkt immer mehr kaputt zu gehen. Man will perfekt sein, man gibt alles- aber erhält nichts zurück, wird nicht glücklich und hofft schon fast darauf, umzukippen, damit man Hilfe bekommt, ohne den schwierigen Schritt zu machen, offen zuzugeben, dass man diese benötigt. Etwas schade finde ich zum Beispiel, dass der Charakter von Ivana sehr oberflächlich dargestellt ist. Ich hätte gehofft, dass ihr mehr Tiefe gegeben wird. Empfehlen würde ich in erster Linie immer „22 Bahnen“. Trotzdem kann man auch mit gutem Gewissen zu diesem Werk greifen. Vor allem als Schullektüre eignet sich es sehr-meiner Meinung nach.
Spezieller Schreibstil, aber mir gefiel's.
Mein erstes Buch der Autorin, ich hatte aldo keinen Vergleich zu ihrem sonstigen Schreibstil. In diesem Buch ist der Stil schon speziell mit den Vorwegnahmen und "Teasern", aber irgendwie mochte ich das. Das Thema fand ich gut und durch die Vorankündigungen auch "spannend" umgesetzt. Bin jetzt auf weitere Bücher gespannt.
2,75⭐️ Irgendwie war ich nach 22 Bahnen und Windstärke 17 hiervon enttäuscht
Schräger, aber interessanter Schreibstil.
Es ist anders. Der Anfang hat mich wirklich genervt, dieses viele Wiederholen, das Vorrausblicken, super unpersönlich. Dann auch noch ein Hinweis, dass das Buch ja ein Bestseller wird. Aber irgendwie hatte der Schreibstil was. Auch wenn dadurch die ganze Zeit sehr viel Distanz zu allen Protagonisten blieb.
Modernes Märchen
Das Buch hat bisher sehr verhaltene Bewertungen bekommen. Da kann ich mich anschließen. Junges Mädchen zieht zu Hause aus, nimmt einen stressigen Job an, bricht zusammen und hat gleichzeitig die Musikkarriere geschafft. Schreibstil mit Dialogen und Abkürzungen sowie permanentes Verweisen auf später haben die Geschichte nicht zum Leben gebracht. Das Ende alles gut, passt nicht in die Realität. Leider für mich eine Enttäuschung. Schade.
ein Drama in 5 Akten
Versuch einer Karriere in München
Ich fand es spannend zu lesen, wie Charlotte ihren Weg geht und sie bei typischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens zu begleiten. Das Buch war für mich sehr leicht zu lesen und hat mich mitfühlen lassen.
Schwierig, erwachsen zu werden
Charlotte, die junge Hauptfigur, nimmt die Stelle einer Assistentin bei einem schwierigen und psychisch instabilen Verleger an. Der Roman handelt vor allem von ihren Erfahrungen in der Arbeit mit dem irren Chef. Sie kann sich nicht lösen, obwohl sie unter diesen Arbeitsbedingungen leidet. Sie geht daran fast zugrunde. Aber es ist auch eine Geschichte über das Loslösen vom Elternhaus einer jungen erwachsenen Frau im ersten richtigen Job, vom Erkennen, dass man das Leben selbst in die Hand nehmen muss und einem niemand die Verantwortung für das eigene Leben abnehmen kann. Schließlich geht alles, wie auch in den anderen beiden Romanen von Caroline Wahl gut aus. Mir war alles ein wenig zu platt, zu erwartbar. Zwar ähneln sich Wahls Romane nicht wirklich , gewisse Elemente kommen aber immer wieder vor (Wasser, Musik, das Ringen der Protagonistin mit Ihrer beruflichen Perspektive, schwierige familiäre Situation, Einzelkämpfertum …, aber der Erzählstil und die Art, wie sie die Geschichten vorantreibt , nutzen sich für mich ab. Trotzdem ein schnell und leicht zu lesender Roman, bei dem ich mich aber ziemlich oft gefragt habe, warum geht Charlotte nicht einfach und lässt sich das fast masochistisch alles so lange gefallen .
Das Ende etwas enttäuschend, habe mir etwas mehr erhofft.
Ein bisschen wie Trash TV: man bemitleidet Charlotte, lechzt aber nach weiteren Dramen und schüttelt permanent den Kopf, weil sie sich schließlich für die Stelle entschieden hat. In einigen Punkten erkannte ich mich (leider) wieder, nichtsdestotrotz bin ich glücklich, kein so vehementer People Pleaser mehr zu sein und meine Grenzen zu kennen, bevor der Super-GAU eintreten könnte.
Ich gehöre ja zu denjenigen, die von den ersten beiden Büchern von Caroline Wahl etwas underwhelmed waren, obwohl ich sie durchaus O.K. bis gut fand, aber eben nicht herausragend. Dieses dagegen finde ich herausragend. Besonders beeindruckt bin ich davon, wie sehr es die Autorin geschafft hat, ihren Schreibstil zu ändern bzw. anzupassen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gesprochen von der Autorin selbst. Zu Beginn dachte ich noch, das stehe ich nicht lange durch, da die Stimme keine typisch angenehme Erzählerinnenstimme ist. Aber sie passt wirklich supergut zum Inhalt des Romans und zum Innenleben der Protagonistin: sie ist sperrig, unangenehm, holprig, ein bisschen jammernd. Caroline Wahl schafft es hier ganz fantastisch, die Verhältnisse in inhabergeführten Verlagen/Agenturen aufzuzeigen, deren narzisstische Inhaber tägliche Grenzüberschreitungen unter den Augen der gesamten Belegschaft begehen, ohne dass jemand einschreitet oder aufbegehrt. Charlotte, die titelgebende Assistentin, von Haus aus nicht ganz stabil aufgestellt, begibt sich in ein zerstörerisches manipulatives Abhängigkeitsverhältnis, da ihr Wunsch nach Lob und Anerkennung über allem steht. Ganz großes Kino, wie detailreich hier das Innenleben der Hauptfigur seziert wird! Freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Caroline Wahl.
Längere Zeit habe ich mich aufgrund der schlechten Rezensionen gescheut, "Die Assistentin" zu lesen, hatten mir doch die beiden ersten Bücher von Caroline Wahl so gut gefallen. Ich habe mich dann für das neue Hörbuch mit Chantal Busse entschieden. Die erste Hälfte des Buches fand ich auch wirklich richtig gut. Die Erzählperspektive geht von Charlotte aus, die in einem Rückblick ihre Zeit als Assistentin des CEO eines Verlags schildert. Die Schreibweise hat mir wieder sehr gefallen, wenn auch dieses Buch, anders als die vorherigen, nicht so eine Sogwirkung auf mich hatte. Auch das Thema ist interessant. Charlottes Chef ist kurz gesagt unmöglich, machtgeil, sexistisch und krank. Sie reflektiert die Zeit als Assistentin sehr ehrlich und beleuchtet dabei verschiedene problematische Perspektiven und Beziehungen. Denn auch die zu ihren Eltern, Kolleginnen und ihrem Freund ist von Ambivalenz geprägt. Leider nahm mein Interesse am Buch ab der Hälfte doch nach und nach ab, da wirklich nur sehr wenig passiert und es auch am Ende nicht zu einem Plottwist kommt. Die ständigen Wiederholungen von "dazu später mehr" fand ich am Anfang gut, aber später doch zu häufig. Daher kann ich am Ende doch nur 3,5 Sterne vergeben, muss aber sagen, dass ich den Hate zum Buch echt nicht verstehen kann.
Ich bin ehrlich traurig. Ich habe 22 BAHNEN geliebt und mich über das neue Buch gefreut. Aber DIE ASSISTENTIN ist einfach nur anstrengend. Die ständigen Wiederholungen, das Vorweggreifen von Ereignissen und dann doch „Aber das soll hier noch nicht Thema sein“ und eigentlich das komplette Fehlen einer Geschichte hat einfach keinen Lesespaß bereitet. Auch die Protagonistin ist nicht zwingend eine Sympathieperson, sondern man möchte sie schüttelt und sie anschreien, doch bitte endlich zu gehen!
Ganz anders
Die ersten beiden Bücher von Caroline Wahl mochte ich wirklich gerne, weshalb ich mir ihr gleich die Assistentin vorbestellt hatte. Allerdings ist dieses Mal der Funke leider nicht übergesprungen. Der Erzählstil war so ein Durcheinander, dass ich manchmal nicht wusste ob Charlotte die Erzählerin ist oder ob es da noch eine Metaebene darüber gibt. Ebenso wurde so oft die Handlung einfach vorweggenommen, was meiner Meinung nach die komplette Spannung zerstörte. Das Ende fand ich so abrupt, aber wahrscheinlich war das ja beabsichtigt so wie die Erzählung darauf angespielt hat.
Hat mich nicht so abgeholt…
Wie die bisherigen Bücher der Autorin.
Nette Geschichte, aber anstrengend zu lesen
Die Story ist an sich interessant. Eine Frau, die einen Job als Assistentin bekommt und die Entwicklung ihres Lebens in einem Jahr in dem sie diesem Job nachgeht. Männliches Ego, Psychische Krankheiten und Stressbedingte Zusammenbrüche, neben einer vermeintlich tragischen Liebesgeschichte. Hört sich an sich gut an. Aber die Art und Weise, wie das Buch geschrieben ist, ist nicht nur verwirrend, auf Dauer nervt es auch. Andauernde Wiederholungen, viel Foreshadowing und unzählige Raffungen. Für manche Leute mag dieser Schreibstil etwas besonderes sein, für mich war es anstrengend. Auch das Ende lässt zu Wünschen übrig. Ich würde diesen Roman nicht nochmal lesen.
„Die Assistentin“ von Caroline Wahl ist ein stilles, aber eindringliches Buch über Abhängigkeit, Anpassung und persönliche Grenzen. Die Hauptfigur wirkt nicht wie eine klassische Heldin, sondern wie ein echter Mensch mit Widersprüchen und Prägungen. Besonders stark ist die Dynamik zwischen ihr und ihrem Chef, die von Macht, Unsicherheit und unausgesprochenem Wissen geprägt ist. Sie erkennt seine Schwächen und sein destruktives Verhalten, bleibt aber dennoch, nicht aus Naivität, sondern aus tief verankerten Mustern. Das Buch zeigt sehr ehrlich, wie solche Verhaltensweisen entstehen und warum Menschen oft länger bleiben, als sie selbst möchten. Dabei verzichtet die Autorin bewusst auf einfache Lösungen oder moralische Bewertungen. Stattdessen entsteht ein Gefühl von Stillstand, das sich bei genauerem Hinsehen als innerer Prozess entpuppt. Die Geschichte macht deutlich, dass jeder Mensch seine eigene Grenze hat, die früher oder später erreicht wird. Dieser Moment wirkt nicht wie ein Scheitern, sondern wie ein möglicher Neuanfang. Ein starkes und authentisches Buch, das lange nachwirkt.
Eine riesengroße Fehlentscheidung…oder doch nicht?
In den ersten 160 Seiten des Buches habe ich mir auch gedacht: Was für eine Fehlentscheidung das Buch zu kaufen…obwohl ich bei einer Lesung von Caro Wahl so begeistert von der Idee und den gelesenen Ausschnitten war. Da ich selber auch als Assistentin arbeite, war ich gespannt, wie die Autorin das Geschichte von Charlotte weiter entwickelt. Aber ab Seite 160 und dem Punkt, wo Charlotte die erste Assistentin wird, geht es, aus meiner Sicht, bergauf mit dem Schreibbstil und der Geschichte. Klar, dieser Roman ist anders als „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ aber auch nicht so wahnsinnig schlecht, wie viele ihn beschreiben. Ich fand die Idee rund um den allwissenden Erzähler fast richtig gut und erfrischend (okay, ja…manchmal auch too much) Ab einem gewissen Punkt konnte ich sehr, sehr gut mit Charlotte mitfühlen. Allein dieser innere Ehrgeiz alles gut, richtig und perfekt für den Chef zu machen, so dass er sich auf einen verlassen kann. Sicherlich ist mein Chef nicht so wie im Buch beschrieben, aber es gibt eben solche Chef‘s und ich finde es gut das Caro Wahl diese Thematik einmal beleuchtet und darauf aufmerksam gemacht hat. Allein, dass man damit rechnet, dass da jetzt eine richtig, richtig schlimme Sache passiert und am Ende, ja…ist es eigentlich gar nicht „richtig dramatisch schlimm“ aber in Summe doch furchtbar genug, was man alles akzeptiert um es einem Menschen Recht zu machen…seinen Job zu behalten und so in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. (Wie furchtbar waren bitte diese Eltern?!) Ich hoffe man in etwa versteht, was ich damit sagen möchte.🧐 Fazit: Für mich nicht ihr bestes Buch, aber trotzdem ein guter, solider Roman bei dem das Lesen lohnt.
Für alle „Der Teufel trägt Prada“-Fans ein must read! Und auch sonst ein must-read.
Charlotte wollte eigentlich Musikerin werden, gibt diesen Traum aber auf und nimmt aus Vernunft einen Job in einem Münchner Verlag an. Dort arbeitet sie eng mit ihrem Chef zusammen, gewinnt sein Vertrauen und steigt in die Machtstrukturen auf. Dafür muss sie jedoch große persönliche Opfer bringen, kämpft hart und riskiert sogar ihre Gesundheit und ihre Beziehung zu Bo. Der Schreibstil ist (wie schon in den vorherigen Büchern „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“) sehr sprunghaft, wirkt hier jedoch noch einmal deutlich intensiver und stellenweise fast schon chaotisch. Immer wieder werden Handlungsstränge aus späteren Teilen des Buches vorweggenommen oder angeteasert, was einerseits Spannung erzeugt, andererseits aber auch zur Unruhe beiträgt. Insgesamt hinterlässt das einen rastlosen Eindruck, der jedoch erstaunlich gut zum Inhalt passt: Charlottes Leben ist geprägt von Stress, Überforderung und gedanklicher Zerrissenheit, was sich stilistisch widerspiegelt. Diesmal allerdings für meinen Geschmack etwas drüber war. Auffällig ist auch die Art und Weise, wie Caroline Wahl männliche Charaktere einführt. Die männlichen Love-Interests bleiben eher im Hintergrund, werden subtil eingeführt und nehmen wenig Raum ein. Sie erscheinen aus der Perspektive der Protagonistin als Menschen, die zwar einen Platz in ihrem Leben haben, aber nicht zwingend im Zentrum stehen. Sollte eine Beziehung enden, wirkt das nicht übermäßig dramatisch, da Charlotte sich selbst stets an erste Stelle setzt. Charlotte als Figur überzeugt dabei besonders. Ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, auch wenn man sich als Leser:in gelegentlich fragt, warum sie sich weiterhin in diesem Arbeitsumfeld aufhält und bestimmte Dinge über sich ergehen lässt. Doch genau diese Ambivalenz macht ihren Charakter glaubwürdig: die Hoffnung auf Besserung, der Wunsch nach beruflichem Erfolg und die Aussicht auf Aufstieg halten sie in dieser Situation gefangen. Auch die Rolle ihrer Eltern ist interessant gezeichnet. Sie bewegen sich zwischen Unterstützung und Erwartungsdruck, stets mit dem Ziel vor Augen, dass Charlotte es „weit bringen“ soll. Problematisches Verhalten des Verlegers wird dabei teilweise ignoriert oder verharmlost, was zusätzlich verdeutlicht, woher Charlotte ihre eigene Haltung entwickelt hat. Der Verleger selbst bleibt vor allem eines: unsympathisch. Seine Darstellung wirkt erschreckend realistisch und steht sinnbildlich für problematische Machtverhältnisse in vielen Arbeitskontexten. Insgesamt gelingt es Caroline Wahl mit „Die Assistentin“, den Blick auf ein Thema zu lenken, das oft romantisiert wird, etwa durch „Der Teufel trägt Prada“, in Wahrheit jedoch ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Hierarchische Strukturen, insbesondere mit männlichen Führungspersonen, gehen nicht selten mit übergriffigem Verhalten gegenüber jüngeren weiblichen Angestellten einher. Aussagen wie „Ist doch nur Spaß!“ spiegeln dabei häufig die Perspektive der Täter wider, während Betroffene still ausharren. Charlottes nüchterne Feststellung „Die Miete muss ja bezahlt werden“ bringt dieses Dilemma auf den Punkt. Die entscheidende Frage bleibt: zu welchem Preis?
Gute Autorin, aber das Thema hat mich leider gar nicht interessiert. Konnte mich nicht fesseln
Ich schätze Caroline Wahl eigentlich als sehr gute Schriftstellerin, aber bei diesem Buch wollte der Funke einfach nicht überspringen. Obwohl der Schreibstil wieder diese ganz eigene Qualität hat, konnte mich das Thema der Geschichte persönlich gar nicht interessieren. Ich habe mich schwergetan, eine Verbindung zur Handlung oder den Charakteren aufzubauen, weshalb sich das Lesen (oder Hören) eher wie eine Pflichtaufgabe anfühlte. Für Fans der Autorin sicher einen Blick wert, aber inhaltlich war es für mich leider ein Griff ins Leere. Fazit: Handwerklich solide, aber thematisch nicht mein Fall. Mittelfeld mit Tendenz nach unten.
Ein anstrengendes Experiment
Wer dieses Buch liest, weil die bisherigen Bücher der Autorin so waren wie sie waren, wird sich möglicherweise irgendwo zwischen überrascht und enttäuscht wiederfinden, denn dieses Buch ist anders. Ja, da ist auch diese Art von Caroline Wahl mit Worten umzugehen. Aber während man bei den bisherigen Büchern vor allem Beobachter*in war, wird man hier immer wieder durch die Wand angesprochen, immer wieder gibt es Sprünge, Vorgriffe, immer wieder muss man sich mit dem befassen was sein wird, was gewesen wäre. Dazu wiederholen sich Dinge ständig. Die Erzählerin ist in ihren Aussagen dem Betrachter gegenüber wiederholt inkonsequent, kündigt das eine an und tut das andere. Am Anfang musste ich hart kämpfen um dieses Buch nicht abzubrechen, mittlerweile bin ich mir sicher, genau dieser Kampf ist gewollt. Das Lesegefühl gibt 1:1 wieder wie unangenehm es sein muss, Charlotte zu sein. Und seit ich mich darauf eingelassen habe, war ich eben doch an Board bei diesem fortlaufenden Autounfall, der nicht nur das Verlagswesen mit seinen Untiefen, sondern auch wesentliche Fragen unserer Zeit, der Arbeitswelt und des Lebens als junger Frau verhandelt. Für mich war es alles in allem ein anstrengendes Experiment, das sich leider viel zu oft relatable angefühlt hat. Ich habs trotzdem nicht bereut, sondern nehme es vor allem als Anlass darüber nachzudenken, wie wir Menschen schwierige Phasen verhandeln, uns selbst oder Anderen gegenüber. Einen halben Stern Abzug gibt's weil an manchen Stellen offensichtlich das sensitivity reading gefailed hat.
Leichtes Buch, leider aber auch (für mich) eher nervige und zu gewollte Wiederholungen. Hätte ich lassen können.
Monotonous book
The author plays with the monotony of the hero’s life. Well done, but still not a read that makes you thrilled about reading. But in case you are part of a toxic work climate, there is a lot to feel familiar with.
Ich empfehle die andere Hörbuchfassung.
Ich habe die Fassung gehört, die von der Autorin selbst eingesprochen wurde. Das empfehle ich nicht. Für mich war die Stimme sehr nervig, ich hab wirklich lang gebraucht um mich dran zu gewöhnen. Die Geschichte selbst war nicht schlecht, aber deutlich schlechter als 22 Bahnen und die Protagonistin recht unsympathisch.

Ganz anders als die Bücher davor, aber bei dem Schreibsstil kommt trotzdem immer Spannung rein und man liest weiter

Was für ein Buch
Ich muss gestehen, am Anfang… ja, ich wurde so richtig zickig beim Lesen, diese Wiederholungen, dieses Schnodderige. Aber im Verlauf, puh, das hat mich wirklich gepackt. Diese subtile Veränderung von Charlotte, ihr Ehrgeiz und ihre Verbissenheit, fast ein bisschen wie ein Spiegel 🪞 für mich. Ich vermute, wer sowas im beruflichen nicht selbst erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen. Aber alles in allem ein Augenöffner, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.
Ein unterhaltsames Buch, mir hat allerdings Story und wirkliche Handlung gefehlt, an den Schreibstil gewöhnt man sich
Wie schwer es sein kann, einem toxischen Arbeitsumfeld zu entkommen – und dabei auch sich selbst zu finden – beschreibt Caroline Wahl in Die Assistentin eindrücklich – und zeigt, dass es oft schwieriger ist, als man denkt.
Die Protagonistin kämpft mit ihrem völlig unberechenbaren Chef, aber auch mit sich selbst: ihrem Ehrgeiz und der Emanzipation von ihren Eltern. Das Buch hat etwas bewusst Chaotisches. Immer wieder durchbricht die Autorin die vierte Wand – mit kurzen Zusammenfassungen und Vorschauen. Obwohl diese irgendwann vorhersehbar sind, treffen sie mich jedes Mal unvorbereitet. Eben wie die Ausbrüche des Chefs Charlotte treffen. Mal wirken sie wie Gedanken der Autorin, mal wie Anmerkungen des Lektorats. Dieses Stilmittel und das emotionale Auf und Ab der Protagonistin machen den Roman für mich aus. Im Nachhinein merke ich, wie gut es gelingt, mich in die Handlung hineinzuziehen. Charlotte nervt manchmal, manchmal nicht – manchmal versteht man sie, manchmal nicht. Gerade dadurch schwingt man mit ihren Emotionen gut mit.

2026_#37 📚
22 Bahnen und Windstärke 17 waren absolute Highlights für mich. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Die Assistentin". Besonders den Schreibstil fand ich in den Büchern unfassbar toll. Leider war der in diesem Buch nicht mehr wiederzufinden. Es war komplett anders und hat mir persönlich leider nicht so sehr gefallen. Das ständige Vorgreifen in der Handlung und die häufigen Wiederholungen haben mich einfach nur genervt (es wurde aber im Verlauf des Buches meines Erachtens besser, am Anfang ist mir das wirklich extrem aufgefallen). Ich habe das Gefühl, beides wurde hier bewusst plump eingesetzt und war mir einfach zu viel. Dadurch war die Erzählung sehr sprunghaft und durcheinander und ich hatte das Gefühl, statt eines roten Fadens ein verheddertes Knäuel vor mir zu haben 🧶 Die Geschichte an sich hat mir aber ganz gut gefallen und hintenraus wurde es auch besser. Vielleicht hab ich mich aber auch mit der Zeit etwas eingegroovet😅 für mich also eine eher durchwachsene Leseerfahrung. Weiterempfehlen würde ich es eher eingeschränkt und auf keinen Fall sollte man ein ähnliches Werk wie die ersten beiden Bücher erwarten. Ansonsten ist wahrscheinlich, wie bei mir, die Enttäuschung vorprogrammiert.
Ich habe mich stellenweise in der Geschichte wieder erkannt.
Langatmig, langweilig und schnelles Ende
Ich habe mich nach den anderen beiden Romanen von Caroline Wahl sehr auf das Buch gefreut. Man erkennt ihren Stil wieder, was mich gefreut hat. Allerdings passiert in dem Buch wirklich nicht viel, ich habe ca. 100 Seiten gebraucht um reinzukommen. Die Handlung ist monoton, das Ende in 3 Seiten abgehandelt. Ich verstehe die Botschaft, die das Buch senden möchte. Ich finde die nur sehr flach umgesetzt…

Wie eine Schullektüre, aber ich habe es geliebt 🍓
Nach den beiden großartigen Romanen „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Den Schreibstil von Caroline Wahl finde ich einfach unglaublich spannend und besonders. Aufgrund der eher mittelmäßigen Bewertungen habe ich „Die Assistentin“ dann allerdings doch eine ganze Weile ungelesen im Regal stehen lassen – im Nachhinein ein klarer Fehler. Denn auch dieses Buch hat mich wieder absolut überzeugt. Der Schreibstil ist zwar etwas anders als in ihren vorherigen Werken, aber genau das empfand ich als erfrischend. Besonders interessant fand ich die Erzählweise: Immer wieder werden zukünftige Ereignisse angedeutet, sodass man als Leser bereits eine Ahnung davon bekommt, was im Laufe der Geschichte passieren wird. Das erzeugt eine ganz eigene Spannung. Wichtig ist dabei, die Bücher nicht direkt miteinander zu vergleichen, da jedes für sich auf seine eigene Weise funktioniert. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass ich ungefähr im gleichen Alter wie die Autorin bin und mich deshalb besonders gut in die Gedanken und Probleme der Protagonistin hineinversetzen konnte. Für mich war auf jeden Fall auch dieses Werk wieder wunderbar, und ich freue mich jetzt schon auf alles, was noch von ihr kommen wird 🥔
Rezension: Die Assistentin ⭐⭐⭐ (2,5) Als Buch Worum geht’s? Charlotte trifft eine Entscheidung , eine Fehlentscheidung. Sie bewirbt sich auf einen Assistentinnenjob in einem Münchner Verlagshaus, bekommt den Job und möchte dabei doch so gern Musik machen. Fehlentscheidung eben. Oder? Ein Hoch folgt, ein Bo folgt, ein Tief folgt und schließlich: Nervenzusammenbruch. Positives? Positives. Wo fängt man da an? Charlotte Scharf ist auf jeden Fall eine Charakterin, die realistisch porträtiert wird. Sie ist nicht übermäßig perfekt, nörgelt und dreht sich, wie wir alle, regelmäßig im Kreis ihrer eigenen Sorgen. Wir sind Teil eines sehr intensiven Lebensabschnitts und man möchte eigentlich, dass es ihr gut geht. Das Buch fühlte sich an manchen Stellen an, als würde ich mir die Audios meiner besten Freundin anhören, die noch nicht angekommen ist, es aber selbst herausfinden muss. Wie in den Büchern 22 Bahnen und Windstärke 17 dreht es sich wieder um Familiendynamik. Diese ist in Die Assistentin ordinärer und spricht dadurch eine breitere Leserschaft an. Die Eltern-Kind-Dynamiken kommen einem oftmals selbst bekannt vor und man ertappt sich manchmal selbst und denkt sich: oh ja, relatable … Die Thematisierung von mentaler Gesundheit hat mir gefallen, auch wenn ich kein Fan von den zwei, drei Stellen bin, in denen es ums Ritzen geht. Diese Stellen hätten auch draußen bleiben können; Charlotte verletzt sich nicht selbst und es ist dann doch einfach irritierend. Burnout und Depressionen sind eine große Sache in Charlottes Leben und da finde ich die Repräsentation eigentlich gelungen, da sie sehr nah an der Realität ist. Negatives? Oh je … Ab den letzten 120 Seiten wird es gut, wirklich!!!! Caro Wahls Schreibstil ist ungewöhnlich, das ist mittlerweile bekannt, doch schafft sie es eigentlich immer wieder, Geschichten zu erzählen, die einen mitnehmen. Geschichten, die einen emotional auf eine Reise mitnehmen, die man nicht aus der Hand legen will, weil ich doch wissen muss, wie es dem Hauptcharakter am Ende geht … Die Assistentin fühlt sich an, als hätte das Lektorat das gelesen, durchgeatmet und sich gedacht: „Joa, nee, wir lassen das jetzt so, scheiß drauf.“ Die Stilmittel fühlen sich dieses Mal so erzwungen an. Ständige Wiederholungen, die einfach den Lesefluss stören, Füllwörter, die wirken, als ob die Autorin das Buch im Auto in ihre Notizen-App gesprochen hätte. Eine Unnatürlichkeit, die einfach nervig und störend ist. Das Brechen der vierten Wand hätte cool sein können, wenn sich das Buch dadurch nicht ständig selbst gespoilert hätte … Zwischen den ganzen „dazu später mehr“ und „das wusste Charlotte da noch nicht“ fehlt einfach die Geschichte. Wenn ich die Love Interest einführe und schon sage, dass er verschwindet, fragt man sich, warum man es eigentlich liest. Das Buch hätte 200 Seiten haben können und wäre perfekt gewesen, aber, wie die Autorin selbst schreibt, war Novellenlänge nicht optimal. Kurzum: Es fühlt sich künstlich, nervig und langatmig an. Und dann kommt Seite 280 und alles ändert sich? Die verhassten Stilmittel werden weniger??? Die Geschichte nimmt endlich Fahrt auf? Das sollte eigentlich nicht der Grund sein, warum ich weiterhin dranbleibe … Empfehlung? Ganz ehrlich? Wahrscheinlich nicht. Ich liebe Wahls 22 Bahnen und Windstärke 17, habe mich auf Die Assistentin gefreut wie ein Flitzebogen und wurde so bitter enttäuscht. Das Hörbuch ist eine Qual und das Buch na ja, ich muss mich nicht wiederholen.

Anders als ihre anderen Bücher
Dieser Roman ist bei einigen nicht gut angekommen. Das Buch ist sicher kein Kassenschlager, denn hier trennt sich die Leserschaft. Worum geht es: um eine junge ehrgeizige Frau, die in einem Unternehmen verheizt wird. Letztendlich landet sich im Burn Out. Für mich auch eine Kritik am System, Angst gekündigt zu werden, darf man nein sagen, wenn andere einem Normalität suggerieren. Man will die Wohnung nicht verlieren, auf eigenen Füssen stehen. Beziehung bleibt auf der Strecke, der Rettungsanker ihre Musik, wird sie aus dem Sumpf ziehen. Eltern überfordert. Der Schreibstil ist ein Sammelsurium von Vorschau und Rückblick, Kommunikation mit dem Leser etc. Für mich ein reifes Buch - ich fand es bis auf ein paar Längen mit denen ich haderte, genial. Aber ich war auch Assistentin jahrelang und lag selbst mit Herzrasen abends im Bett. Daher - meinen Nerv hat es getroffen.
unerwartet
ich kann da leider garnicht so viel zu schreiben wie sonst.. die geschichte und handlung sind total realistisch und authentisch aus dem alltag zwischen bürojob und unprofessionellem chef, ich hab die geschichte an sich ziemlich nachvollziehbar und wichtig gefunden. ich bin anders als in 22 bahnen leider aber persönlich nicht mit dem schreibstil warm geworden sodass ich es nicht fertig gelesen habe.