Nicht ganz so stark, wie die ersten 3 Teile
In den ersten 3 Teilen der Engelsmacht Reihe habe ich Nathaniel und Victoria lieb gewonnen. Nach dem sehr aufregenden Ende des 3. Bandes war ich gespannt, wie es noch weitergehen soll und auf welche Hindernisse die beiden stoßen werden. Meine Erwartungen waren recht hoch und leider hatte es der 4. Band es sehr schwer, mich für sich zu gewinnen. Victoria und Nathaniel sind dieses Mal in Italien unterwegs. Nathaniel hat von Marcellus einen Auftrag bekommen, den er dort ausführen soll und natürlich lässt er Victoria nicht alleine zurück. Sie werden ein wenig in die Welt der Gangs und Kriminalität gezogen und versuchen sich dort zu behaupten. Natürlich wurden auch in Italien die Organisationen von dämonischen Erdengängern und Besessenen unterwandert, sodass Nathaniels engels-dämonen-Kräfte von Nutzen sind. Nur ist es für ihn ziemlich schwierig Marcellus Aufgabe zu erfüllen, wenn er von ganz anderen Gestalten geplagt wird. Victoria liest immer wieder in der Chronik von Lazarus und wir können live mitlesen. Etwas Neues zu ihm erfahren wir daraus nicht wirklich, es gibt nur einen kleinen Hinweis, der die richtige Richtung zur Lösung von Nathaniels Problem vorgibt. Für mich wäre es dahingehend ausreichend gewesen, die Chronik so einzubauen, dass sie diesen Hinweis finden und den Rest der Chronik außen vor zu lassen. Der Schreibstil war trotzdem wieder sehr angenehm zu lesen, auch wenn Victoria in diesem Teil sehr zwischen ihren Emotionen springt. Im einen Moment ist sie hysterisch, dann ist sie wirklich stark, beschützt Nathaniel, wird dabei einen Moment zur Heldin und auf einmal ist sie wieder panisch, hysterisch und diejenige, die vor allem beschützt werden muss. Natürlich ändern sich Gefühle, jedoch hätte ich mir da eine Entwicklung gewünscht und kein hin und her. Sie ist in den vorherigen Teilen immer mit ihren Aufgaben gewachsen und hat sich in den Situationen zurechtgefunden, was hier durch ihre Panik leider wieder zunichtegemacht wurde. Für mich kam leider auch die Beziehung der beiden zu kurz. Was in den vorherigen Bänden immer stark geknistert hat, war hier fast gar nicht mehr existent. Nathaniel versucht zwar immer wieder eine Verbindung herzustellen und kleine Momente für sie zu schaffen, jedoch konnte die Tension leider nicht mit den vorherigen Teilen mithalten. Erst zum Ende hin wurde es wieder so schön kuschelig zwischen den beiden, wie in den vorherigen Teilen. Das Ende hat es für mich noch einmal wirklich rumgerissen. Es wurde wieder sehr spannend und die Geschichte kam in Fahrt, so wie ich es aus den anderen Teilen kenne und jetzt möchte ich unbedingt herausfinden, wie die Geschichte zu Ende geht! Interessant fand ich vor allem die Parallelen zwischen Lazarus und Marcellus. So ganz unterschiedlich scheinen Engel und Dämonen gar nicht zu sein. Wen ich in diesem Band ziemlich vermisst habe, waren Victorias Freunde, ich hoffe im finalen Teil, bekommen wir sie wieder ein wenig mehr zu Gesicht. Zusammenfassend konnte mich Seraphim Destiny zunächst nicht ganz abholen. Die Geschichte wollte sich nicht so richtig in die Reihe einfügen und hat es mir nicht leicht gemacht, vielleicht lag es an dem Ortswechsel nach Italien. Denn, nachdem Victoria und Nathaniel wieder zurück zu Hause waren, hat mir das Ende wieder richtig gut gefallen und Lust auf Band 5 gemacht.












