3. März
Bewertung:5

Gefühlschaos zwischen Sonnenschein und Depression

Es ist für mich das zweite Buch der Autorin, was ich lesen durfte. Wie auch schon bei Splitterregen, kann man sich gut in die Personen einfühlen. Ein paar Gedanken wurden vielleicht doch etwas zu oft wiederholt, aber darüber kann man hinweg sehen. Die Geschichte ist sehr glaubwürdig geschrieben und man möchte unbedingt wissen, Was hat es Emely auf sich? Warum ist Liliahs Mutter so zu ihr? Die Lehrerin Frau Lietz und die Betreuerin Frau Dunford sind auch super rübergebracht worden und ich wünschte es gebe mehr solcher Menschen. Es gibt trotzdem eine Triggerwarnung. Dieses Buch beschäftigt sich mit Depressionen, wenn ihr merkt das es zu viel für euch ist, macht Pause. Achtet auf euch beim Lesen.

Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)
Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)von Lea-Sophie Schwarzat
6. Dez.
Bewertung:4.5

Eine berührende Internatsgeschichte über Schmerz, Hoffnung und den Kampf gegen die Depression.

Sehr schnell hatte mich die Geschichte abgeholt und in ihren Bann gezogen. Grund dafür war bestimmt auch, dass ich selbst derzeit unter Depressionen leide, weshalb ich mich somit extrem mit Liliah und ihrer inneren Zerrissenheit vollkommen identifizieren konnte. Daher kann ich auch sagen, dass die Autorin das Thema mit großer Authentizität und Feingefühl behandelt hat. Die Liebesgeschichte zwischen Liliah und Emely hat mich persönlich zwar nicht ganz abgeholt, doch war auch für mich ihre enge und liebevolle Bindung in jeder Szene spürbar gewesen. Emelys Ängste waren für mich ebenso greifbar wie Liliahs Verzweiflung, weshalb ich die beiden Mädchen sehr schnell in mein Herz geschlossen hatte. Einen richtigen Wutanfall bekam ich allerdings jedesmal beim Verhalten von Liliahs Mutter. Ihre Worte und ihr Umgang mit Liliah haben mich so sauer gemacht, dass ich am liebsten ins Buch gekrabbelt wäre, um ihr meine Meinung zu geigen. Umso wohltuender fand ich dagegen die Betreuerin und die Lehrerin im Internat „Sternenmeer“. Solche Pädagoginnen wünsche ich mir in der Realität viel öfter. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt allerdings: An manchen Stellen fühlte ich mich durch ständige Wiederholungen aus dem Lesefluss gerissen. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen und brauchte nicht immer wieder dieselben Erklärungen. Auch hätte ich mir gwünscht, dass die Autorin wichtige Aussagen, die in diesem Fall wirklich X-Mal gesagt werden müssen, immer mal mit anderen Worten formuliert hätte, genauso wie Liliahs Gedankenspirale. Inhaltlich war aber alles realitätsnah und sehr gut umgesetzt. Trotz dieses Makels vergebe ich sehr gerne 4,5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung an alle aus, die tiefgründige und authentische Geschichten über Depressionen lesen möchten.

Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)
Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)von Lea-Sophie Schwarzat
20. Nov.
Bewertung:5

Sternenmeer, Geheimnisse & Depression

Sobald ich weiß, dass es wieder in den Sternenmeer geht, weiß ich ganz genau, was mich erwartet und doch werde ich jedes Mal aufs Neue überrascht. Lea lässt die Charaktere durch schwierige Wege gehen, aber sie sind niemals allein. Auch Liliahs Wegbegleiter schenken ihr viel Kraft. Man trifft auf verständnisvolle Lehrer und warmherzige Menschen. Mit einen emotionalen, spannenden Schreibstil fliegt man nicht durch die Seiten, auch nimmt man das Buch sehr intensiv auf. Besonders die Darstellung von Depression wird nicht beschönigt, sondern einfühlsam und dennoch klar beschrieben. Mit Liliahs Ich-Perspektive werden ihre tiefsten Gedanken und Gefühle offengelegt, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Ich war definitiv nicht bereit die verborgene Familiengeheimnisse, aber die alles entscheidende Frage: Werden es Liliah und Emily sein? Für Mich ist die Sternenmeer-Reihe jedes Mal etwas ganz Besonderes. Jedes Band lässt sich eigenständig lesen, und doch tragen alle wichtige Botschaft in sich. Ich verspreche euch, dass ihr werdet emotionale Lesestunden haben. Leas Bücher kann ich euch nur ans Herz legen, aber achtet auf die Triggerwarnung.

Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)
Das Fühlen meines Schmerzes (Sternenmeer)von Lea-Sophie Schwarzat