
Guter zweiter Teil
Nach dem grandiosen Auftakt der Keller-und-Beck-Reihe mit „Fataler Wahn“ hat dieser zweite Teil in mir zunächst weniger Schauer ausgelöst. Aber: ich würde ihn jedem Thriller-Fan wärmstens empfehlen. (Wenn man gerade schwanger ist oder frisch entbunden hat, sollte man vielleicht einen Bogen drum machen.) Erzählt wird in zwei Zeitebenen: 📍 2024 – Keller und Beck nehmen eine Klinik unter die Lupe, nachdem ein Baby vermeintlich entführt wurde. 📍 2012 – wir begleiten Teenager auf der Suche nach sich selbst. Lange habe ich nicht verstanden, wie die beiden Stränge zusammenhängen. Aber jede Ebene für sich war spannend. Und ab Seite 175 verbinden sie sich – vielleicht haben andere das kommen sehen, mich hat es eiskalt erwischt. Da war er wieder: dieser Blitz, der durch den Körper fährt, wenn ein Thriller richtig zündet. Von da an habe ich das Tempo angezogen, weil ich unbedingt das Ergebnis wollte. Das Ende: spannend und gut auch wenn bei mir ein großes „Häh?“ zurückblieb (fast spoilerfrei: Stichwort Auto). Vielleicht hätte das die Ermittlungen abkürzen können. Oder ich hab einfach schon so viele Ermittlerthriller gelesen, dass ich mich für einen Superermittler halte. 😅 Fazit: Ein starker zweiter Teil, der sich ab der Mitte rasant steigert – und die Reihe für mich weiterhin absolut lesenswert macht.


