Fühlt sich wie ein starkes Finale an, obwohl es noch weitergeht.
Der dritte Band startet zunächst ruhiger und man hat fast das Gefühl, dass sich alles ein wenig stabilisiert. Doch dieser Eindruck hält nicht lange. Spätestens mit den Bürgerversammlungen kippt die Stimmung deutlich. Plötzlich geht es um Verteilung und Kontrolle von Lebensmitteln, und Beth sowie ihre Familie geraten immer stärker in den Fokus. Neid und Missgunst wachsen spürbar, und man merkt, wie schnell sich eine Gemeinschaft gegen Einzelne wenden kann. Gleichzeitig taucht auch noch die Motorradgang wieder auf, vor der Jodi bereits geflohen ist, was die Situation zusätzlich verschärft. Was ich hier besonders interessant fand: Ich konnte sowohl Beth als auch die anderen Anwohner verstehen. Gerade in so einer Situation würde man vermutlich selbst hoffen, dass Entscheidungen zu den eigenen Gunsten ausfallen. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele gar nicht hinterfragen, warum manche Menschen ihre Vorräte so schützen. Die Emotionen werden insgesamt stärker. Die Wut auf einige Figuren wächst, gleichzeitig kommen aber auch neue Charaktere dazu, mit denen man mitfühlt. Auch die Liebe spielt in diesem Band eine kleine, aber spürbare Rolle. Ein Zitat, das mich wirklich zum Lachen gebracht hat, war: „Wenn es wie ein hässlicher Neandertaler aussieht, erschießt es“, fügte Mike hinzu. „Wenn es wie ein Mensch aussieht, erschießt es nicht. Glaubt mir, ich habe diese Leute gesehen. Sie sind nur eine Stufe über Sumpfmonstern angesiedelt.“ Insgesamt fand ich den Band spannend und emotional, auch wenn ich persönlich das Gefühl habe, dass es für mich keinen weiteren Teil benötigt, da es ein gutes Finale ist. Trotzdem bin ich neugierig, wie es weitergeht und was noch auf die Gruppe zukommt.

