verworren und komplex
Lucien Bartholomé und sein Kollege Simon Glauber stehen vor rätselhaften, bizarren Morden ohne Spuren oder Vergleichsfälle. An den Tatorten finden sie nur Post-it-Zettel mit blutroten Buchstaben, die keinen Sinn ergeben. Erst eine Kölner Theologie-Professorin entschlüsselt die Bedeutung, doch der Täter bleibt unauffindbar. Dann erhält Bartholomé einen Anruf über ein weiteres beispielloses Verbrechen. "Die Vertuschung" von Mick Saunter ist der erste Band der Bartholomé und Glauber-Reihe. Gleich vorweg sollte erwähnt werden, dass die Szenarien teilweise wirklich brutal sind und es sehr sehr viele Tote gibt. Auch die verübten Morde sind sehr bizarr. Die ersten Kapitel waren für mich noch etwas kryptisch. Das legt sich allerdings und es geht spannend zur Sache. Man liest gebannt weiter. Der Schreibstil ist flüssig und packend. Die Dialoge sind lebendig und tragen viel zur Atmosphäre bei, während die detaillierte Beschreibung der Schauplätze und Ereignisse das Kopfkino auf Hochtouren laufen lässt. Bartholomé und Glauber sind sehr sympathisch. Auch wenn sie sich noch aneinander gewöhnen müssen, geben sie schon jetzt ein gutes Team ab. Zum Ende hin wird es dann teilweise schon etwas verwirrend. Die vielen Perspektivwechsel, die vielen Namen und die vielen Verstrickungen. Da muss man am Ball bleiben um nicht den Überblick und vor allem nicht den Faden zu verlieren. Das Buch ist dennoch ein packender Thriller voller Spannung und unerwarteter Wendungen. Ich habe ja schon sehr viele Bücher gelesen. Aber das hier ist schon eine sehr krasse Nummer und ich hatte gedacht ich habe schon so viel perverses gelesen, dass mich nichts mehr schocken kann.





