
Ich liebe Ali Hazelwood. Wirklich. Ihren Humor, ihren Schreibstil, ihre Charaktere – normalerweise eine sichere Bank für mich. Aber Deep End wird leider nicht zu meinen Favoriten zählen. Der Einstieg war für mich überraschend schwierig. Gefühlt wurde ich direkt mit Namen, Spitznamen und Beziehungen zwischen den Figuren beworfen und saß erst mal da wie: „Moment ... wer genau bist du jetzt nochmal?“ 😅 Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Überblick hatte. Als ich dann endlich drin war, hat mir die Geschichte eigentlich ganz gut gefallen. Besonders die Einblicke in die Welt des Wassersports fand ich spannend, und ich war neugierig darauf, wie sich die Geschichte von Scarlett und Lukas entwickelt. Leider bin ich mit den beiden nie wirklich warm geworden. Ihre Charaktere blieben für mich etwas zu oberflächlich, und emotional hat mich ihre Beziehung nicht erreicht. Und Scarlett ... Mädchen, bitte. Warum wird hier ständig geweint? 😭 Gefühlt hat sie jede Situation komplizierter gemacht, als sie hätte sein müssen. Das war auf Dauer ein bisschen anstrengend. Sehr gefallen hat mir dagegen die Freundschaft zwischen Scarlett und Pen. Die Dynamik der beiden fand ich wirklich schön. Allerdings gab es später Entwicklungen, bei denen ich inständig gehofft habe, dass die Autorin nur ein bisschen Spannung aufbauen will. Ob meine Gebete erhört wurden? Das verrate ich lieber nicht, sonst wird's spoilerig. 🙈 Zwischendurch hatte das Buch leider auch einige Längen. Dazu kamen immer wieder Sprünge und Szenenwechsel, die für mich nicht klar genug gekennzeichnet waren, sodass ich teilweise kurz überlegen musste, was gerade eigentlich passiert. Ein echtes Highlight waren dafür die kleinen Gastauftritte von Olive und Adam. Ich habe mich SO gefreut, die beiden wiederzusehen! Ist es traurig, wenn sie mein persönliches Highlight des Buches waren? Vielleicht. Aber ich stehe dazu. 😂 Das Ende fand ich dann wiederum wirklich süß und hat das Buch für mich nochmal etwas aufgewertet. Insgesamt ist Deep End ein unterhaltsames Buch für ein paar kurzweilige Lesestunden. Ich habe mich nicht gelangweilt, aber für mich gehört es definitiv nicht zu Ali Hazelwoods stärksten Werken.































































