Mit diesem Buch habe ich den vierten und finalen Teil der Empire Beauties gelesen. Man kann im übrigen jedes Buch für sich lesen, da die Handlungen in sich abgeschlossen sind. Und ich kann nur sagen Wow! Was für eine emotionale, düstere, leidenschaftliche, fesselnde und mitreißende Story. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Im Zentrum der Story steht Elizabeth Walker, die nach Jahren der Abwesenheit zu ihrer Familie zurückkehrt und sofort wieder mitten im Chaos landet. Die Beziehung zu ihrem Vater ist zerrüttet und es gibt viele unausgesprochene Konflikte. Sie ist nun mal das schwarze Schaf der Familie. Ihr Schwager Anthony, behandelt sie total abweisend. Doch ich konnte die Anziehung zwischen Elizabeth und ihm deutlich spüren. Doch Anthony ist gezeichnet vom Verlust seiner Frau, dem Druck der Familie und den Herausforderungen als Vater. Allem scheint er irgendwie nicht gerecht zu werden. Es ist diese Mischung aus tiefen Verletzungen, geheimen Sehnsüchten und ungelösten Familiengeheimnissen, die die Geschichte so intensiv macht. Die innere Zerrissenheit von Elizabeth wird glaubhaft und eindrucksvoll dargestellt. Ebenso wie ihre Stärke. Die Beziehung zwischen Anthony und Elizabeth entwickelt sich langsam, aber intensiv. Es knistert, es kracht, und dennoch fühlt sich alles absolut authentisch an. Ich empfinde dieses Buch als etwas ganz besonderes. Dominik Tezala schafft es, der Story die perfekte Tiefe zu geben. Das Buch hat den Hinweis, dass es sich an volljährige Leser richtet. Was ich absolut richtig finde. Ares ist nichts für schwache Nerven, aber genau das macht es so stark. Eine Geschichte voller Schmerz, Leidenschaft und Hoffnung, die zeigt, dass auch zwischen Trümmern noch Liebe wachsen kann. Für mich ein absolutes Highlight der Reihe – emotional, berührend und kompromisslos ehrlich.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘 Ares ist Band vier der Empire Beauties Reihe und man alle Bände unabhängig voneinander lesen. Ich habe diesen Band mehr als geliebt und muss ehrlich sagen, dass er mein Favorit ist. Der Schreibstil wurde wieder sehr angenehm und einfach gehalten, sodass ich das Buch gut und flüssig lesen konnte. Naja eigentlich habe ich das Buch verschlungen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Elizabeth und Anthony in der Ich-Form erzählt. Elizabeth hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie, wo ihre Oma und ihr Zwillingsbruder ausgeschlossen von sind. Als ihr General ihr Zwangsurlaub gibt und sie von ihrem Bruder erfahren muss, dass er Tickets für Zuhause hat, ist sie davon gar nicht begeistert, denn schließlich war sie für lange Zeit nicht mehr dort und hatte es auch in näherer Zukunft nicht geplant. Als sie bei ihrer „Familie“ angekommen ist, ging der Wahnsinn auch schon wieder los, denn für ihre Familie ist sie nur ein Klotz am Bein. Erst als die bei ihrem Einsatz verwundet wird, will die Familie auf einmal wieder was von ihr wissen und Anthony ihr Schwager erweckt wieder alte Gefühle in ihr… Kann Liz ihrer Familie irgendwann verzeihen, für das was sie ihr angetan haben? Eine spannende, fesselnde und emotionale Militärgeschichte, wo Tränen nicht ausbleiben. Dieses Zitat ,,Familie bedeutet nicht immer verwandt zu sein. Familie bedeutet, Menschen zu haben, die dich nehmen, wie du bist und dich genauso in ihrem Leben wollen, wie du sie in deinem willst.“ Passt glaube ich am besten zu dieser Geschichte, denn Elizabeth ist in einer Familie aufgewachsen, wo sie durch ihre Lese- und Rechtschreibschwäche in den Schatten gestellt worden ist und immer im Schatten ihrer großen Schwester leben musste. Sie durfte nie Liebe von ihrer Familie erfahren, sodass sie sich im Endeffekt dafür entschieden hat, ihre Familie hinter sich zu lassen. Durch ihren Einsatz im Militär fand sie eine neue Familie, wo sie geliebt und so genommen wurde, wie sie ist. Elizabeth war von Anfang an ein starker Charakter, die trotz ihrer Lese/Rechtschreibschwäche ihren Platz im Leben gefunden hat und ihre Stärke in der Mathematik gefunden hat. Doch als Soldatin hat man ein höheres Berufsrisiko und ich bin wirklich sprachlos, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Anthony, ein Vater von einer pubertierenden Tochter, dass kann nicht immer einfach sein, doch egal wie tief der Schmerz noch sitzt von dem Verlust eines geliebten Menschen, darf man nicht vergessen, dass die eigene Tochter genauso leidet und man ihr hin und wieder ein offenes Ohr schenken sollte. Elizabeth war mir von Anfang an sympathisch und habe sie durch ihre Art sofort ins Herz geschlossen. Ich konnte sie sogar verstehen, warum sie Entscheidungen getroffen hat, die andere vielleicht nicht verstehen, aber damit wollte sie einfach ihr Herz schützen… Anthony, egoistisch und selbstsüchtig, der nur an sich und die Firma denkt und nicht an das Wohl seiner eigenen Tochter. Am Anfang mochte ich ihn gar nicht und habe ihn gehasst, wie die Pest. Doch irgendwann hat sich bei ihm ein Schalter umgelegt, wo er mir sympathisch wurde. Daniel, der Erzeuger statt Vater von Liz. Pures Unverständnis, wie er seine Tochter behandelt… 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 Ares ist eine Geschichte, die es eindeutig in sich hat. Ich habe alles gefühlt, was Elisabeth gefühlt hat und kann sie sogar verstehen. Eine Familie, die jahrelang kein Kontakt zu dir haben möchte, dich durch deine Schwäche erniedrigt und man einfach in deren Schatten lebt, als würde man nicht existieren und plötzlich passiert etwas Schlimmes, welches das Leben um 180°C dreht und auf einmal wird man wieder interessant und man denkt man könnte all die Jahre wieder gut machen, die man versäumt hat? Leichtes denken, aber so einfach ist es nicht.

Wow. Band 4 der Reihe musste ich nun erst einmal sacken lassen. Ich habe ja jeden Band der Reihe sehr gemocht, doch die Geschichte von Elizabeth und Anthony war definitiv meine Liebste. Alleine schon die familiären / privaten Umstände der beiden Hauptprotagonisten hätten sich locker zu einer Story verarbeiten lassen, der Suspense-Anteil war jedoch die Kirsche auf der Sahne. Zu viel möchte ich euch über den Inhalt gar nicht verraten. Nur so viel: Macht euch auf eine emotionale Achterbahnfahrt gefasst. Ich habe definitiv mehr als eine Träne kullern lassen, musste jedoch bei jeder stark emotionalen Szene auch herzhaft lachen. Wer auf starke Frauen (Lady in Uniform), Opposites Attract und Forced Proximity steht, ist hier genau richtig. Wie auch die vorherigen Bände, ist auch Band 4 ohne Vorkenntnisse lesbar, auch wenn immer wieder Protagonisten aus den anderen Bänden und sogar der vorherigen Reihe auftauchen.
Emotional und stark
Starke Frauen gibt es in der Literatur viele, aber bisher habe ich keine erlebt, die so ist, wie Elisabeth Walker. Denn Elisabeth ist ein Marine und arbeitet am Titelgebenden Projekt "Ares". Das allerdings ist zwar ein ausschlaggebender Punkt in der Geschichte, aber eigentlich dreht es sich mehr um Eslisabeths Pirvatleben. Denn sie hat sich mit ihrer Familie überworfen und kehrt nur auf Wunsch ihrer Oma zu einer Feier zurück. Dort trifft sie auf ihren Vater, der sie nie unterstützt hat, da sie nicht wie ihre erfolgreiche Schwester war und ihren Schwager, der der Mann ihrer Schwester war. Denn obwohl diese bei einem Autounfall ums Leben kam, schwebt sie immer noch wie ein Damoklesschwert über allem. Es kommt wie es kommen muss und die Situation eskaliert. Ob sich alles wieder einrenken lässt? . Die Story wird abwechselnd aus der Sicht Elisabeths oder ihres Schwager Anthony erzählt. Das ermöglicht dem Leser deutlich mehr Informationen und Sichtweisen auf ein und die selbe Situation. Dabei ist schön zu sehen, wie sich alle Figuren weiterentwickeln und sich aus ihrer Komfortzone bewegen. Elisabeth als Figur gefiel mir sehr gut - eine taffe Frau, die trotz Legasthenie und fehlender Unterstützung seitens der ihren Weg gegangen ist. Auch Anthony mochte ich - er hat viel in der Firma zu tun und eine pubertierende Tochter zu Hause. Eigentlich sind sie sich gar nicht so unähnlich und passen zusammen, auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen. Das Buch selbst ist der 4. Band der "Empire Beautys" Reihe, kann aber unabhängig der Vorgänger gelesen werden. Es gibt kleine Cameo Auftritte aus den ersten Bänden, was super ist, aber nicht schlimm, wenn man sie nicht kennt. Beim Lesen habe ich sämtliche Gefühlsregungen durch und sogar einige Tränchen vergossen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und ist oft ganz andere Wege gegangen, als ich erwartet habe. Ich kann euch das Buch nur empfehlen - selbst der Spice ist wohl dosiert und gut beschrieben - was mir auch wichtig ist.



