1. Aug.
Bewertung:4

ein ungleiches Trio geht auf Mörderjagd

Isla Wright kann ihre Miete kaum zahlen und nimmt daher das Angebot ihrer Freundinnen Ems und Ab an, in ihre Privatdetektei einzusteigen. Gleich am ersten Arbeitstag von Isla wird das Trio mit einem inoffiziellen Auftrag von Scotland Yard konfrontiert: Fünf junge Frauen sind verschwunden und ein Graffiti deutet darauf hin, dass der Entführer aus der Sprayer-Szene kommt. Als leidenschaftliche Graffitikünstlerin stellt Isla Nachforschungen an, doch bevor sie Fortschritte macht, wird eine verstümmelte Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen der Detektivinnen decken auf, dass ein brutaler Serienmörder in London sein Unwesen treibt und jede Frau könnte sein nächstes Opfer sein. Das Buch liest sich zügig. Der Schreibstil ist lebhaft und kurzweilig. Die kurzen Kapitel tragen zu einem angenehmen Lesefluss bei. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Die drei Hauptprotagonistinnen gefallen mir gut. Auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber vielleicht macht es diese Mischung gerade aus. Nur Ab macht es einem manchmal schwer sie zu mögen. Jedes Buch aus der Reihe wird durch eine der drei Hauptprotagonistinnen erzählt. Dieses wird von Isla erzählt und man lernt ziemlich viel über ihr Hobby: die Sprayer-Szene. Anfangs dachte ich, dass ich es hier mit einem Cosy Krimi zu tun habe. Aber dann wurde es doch noch ganz schön blutig und auch die Folterszene und die Beschreibungen der Graffitis sind nicht ohne. Manche Szenen sind sehr detailreich beschrieben, manche dagegen nur sehr oberflächlich und kurz gehalten. Vor allem der Schlussteil, so finde ich, ist etwas zu kurz geraten. Auch die Zusammenfassungen/Leitsätze zu Beginn jedes Kapitels hätte ich persönlich nicht gebraucht. Das Buch hat mir gut gefallen. Auch wenn für mich spätestens im vorletzten Leseabschnitt schon ersichtlich war wer es war und warum. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es mit der Detektei und dem ungleichen Trio weitergeht.

Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)
Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)von Edward Spencer-SmithEmpire-Verlag
2. Juni
Bewertung:5

Was darf Kunst

Isla , eine notorisch klamme Exjournalistin, hält sich in London mit Gelegenheitsjobs gerade so über Wasser, als sie von ihren alten Studienkolleginnen Ems und Ab das Angebot erhält, in ihre Privatdedektei einzusteigen. Gleich an ihren ersten Tag bei Walker, Wright & Ferguson, bekommt die Detektei einen inoffiziellen Auftrag von Scotland Yard, im Fall von 5 verschwundenen jungen Frauen Nachforschungen zu tätigen. Isla, selbst als Sprayer aktiv, entdeckt bei den Recherchen ein Graffiti an einer Hauswand, das eindeutig eine der verschwundenen Frauen darstellt, allerdings in einer verstörenden Folterdarstellung. Ein weiteres Graffiti taucht auf und so beginnt Isla in der Sprayerszene zu forschen. Unterstützen findet sie dabei auch von Prissy, einer Blumenverkäuferin, neben deren Laden das erste Bild gefunden wurde. Die Bilder zweier Graffitikünstler bei einem Wettbewerb rücken diese in den Fokus der Detektivinnen: Adam, der immer schlecht gelaunt ist und Gonzales, tagsüber Lehrer an einer Privatschule und Nachts als Künstler unterwegs. Ist es gar Max, ein ehemaliger Journalistenkollege von Isla, in den sie noch immer verliebt ist. Oder ist es jemand völlig anderer? Auf alle Fälle wird Isla diesen ersten Fall schmerzhaft in Erinnerung behalten.... Isla, Ab und Ems sind drei völlig verschiedene Charaktere, die trotzdem seit dem gemeinsamen Studium immer füreinander da sind. Ab, eine ehemalige Polizistin, ist sehr ordentlich, diszipliniert und Hundeliebhaberin, Isla ist dagegen die Chaosqueen, immer knapp bei Kasse, sehr unordentlich und Katzenfreundin. Ems, eine gut situierte, ehemalige Anwältin für Menschenrechte, ist ein wenig das Bindeglied des Trios Es heißt, hinter einem erfolgreichen Mann steht immer eine starke Frau, in diesem Falle sind es sogar drei. Drea Summer, Heidi Troi und Ariana Lambert schreiben gemeinsam als Edward Spencer-Smith diese Londonkrimireihe mit viel Gespür und Liebe für die Hauptstadt Englands. Ich habe auch das Gefühl , dass je eine der Protagonistinnen eine der Autorinnen als Vorbild hat und habe für mich auch eine Zuteilung, werde diese aber nicht öffentlich äußern.... Auf alle Fälle werde ich ungeduldig auf den nächsten Band dieser Reihe warten.

Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)
Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)von Edward Spencer-SmithEmpire-Verlag
28. Mai
Gefährlich spannender Auftakt einer Krimi-Reihe
Bewertung:5

Gefährlich spannender Auftakt einer Krimi-Reihe

Isla Wright schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben, nachdem sie ihren Job als Journalistin verloren hat. Schönreden hat keinen Zweck, sie schafft es kaum, die Wohnungsmiete zusammen zu bekommen. Ihren beiden Freundinnen geht es da wesentlich besser. Die beiden haben so viele Aufträge für ihre Privatdetektei, dass sie Isla anbieten, als Partnerin einzusteigen, was sie gerne annimmt. Der erste gemeinsame Fall wird ihnen inoffiziell von Scotland Yard übertragen. Fünf junge Frauen sind verschwunden und die Presse hat bereits darüber berichtet, als dann noch Graffitibilder auftauchen, die diese Frauen als Folteropfer darstellen, soll Isla in der Szene ermitteln, da sie selbst verkehrt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Heiliges Blechle - da hat sich das Autorinnen-Trio aber ein sehr spannendes Thema ausgesucht. Ich lerne die drei Freundinnen in diesem ersten Buch direkt kennen und lieben.Jede der drei ist ein Unikat, das merkt man sofort. Ich begleite Isla durch diesen Fall und ich gebe es zu, ein paar mal war es mir fast zu viel. Einmal oben angelangt hatte ich fast das Gefühl, dass der Spannungsbogen nicht mehr runterschwenken will. Ich bin nur so durch das Buch geflogen, habe hin und wieder den Kopf geschüttelt, wie naiv Isla durch ihr Leben stakst, habe im Stillen gehofft, dass sie ihrem Kater bitte bitte nicht das Futtern wegisst und habe mich über die kleine Seitenhiebe Richtung Harry Potter amüsiert. Einige Details hätte ich gar nicht so genau wissen müssen, manche Beschreibung hat mich erschaudern lassen. Ein starker Reihenanfang ! -Neuauflage : erschien ursprünglich unter dem Titel: „Die Kunst des Bösen“

Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)
Keine guten Frauen: Raffiniert, schlagfertig und temporeich inszeniert (Walker, Wright & Ferguson 1)von Edward Spencer-SmithEmpire-Verlag