Zwischen Faszination und Frustration
„Regents“ von Isabelle North ist insgesamt eine ganz nette Geschichte, die durchaus unterhalten kann – aber leider auch einige Schwächen mit sich bringt. Allen voran hat mich die Protagonistin teilweise echt zur Verzweiflung gebracht. Sie wirkt extrem naiv – anders kann ich es kaum sagen. Wie kann sie bitte nicht merken, dass die Regents Vampire sind? Gerade wenn sie angeblich ambitioniert genug ist, nach Harvard zu wollen, hätte ich mir deutlich mehr Scharfsinn und Beobachtungsgabe gewünscht. Auch die Vielzahl an Figuren macht es nicht unbedingt leichter: Acht (!) Regents sind einfach zu viel, vor allem weil sie sich für mein Befinden nicht stark genug voneinander abheben. Dadurch fiel es mir schwer, den Überblick zu behalten. Trotzdem hat die Geschichte ihren Reiz und konnte mich streckenweise gut unterhalten – die Grundidee ist spannend und bietet Potenzial. Ein echtes Highlight ist dagegen die Black Edition: Die schwarzen Seiten sehen richtig cool aus und machen das Buch optisch zu etwas Besonderem. Allerdings gibt es hier einen klaren Minuspunkt – sie riechen selbst Monate später noch ziemlich stark, was beim Lesen etwas störend sein kann. Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte mit interessanten Ansätzen, die aber vor allem durch die naive Protagonistin und die unübersichtliche Figurenanzahl Punkte liegen lässt. Ich werde die Reihe glaube ich nicht fortsetzen.
































































