25. Nov.
Bewertung:3

Liebesgeschichte fast verdeckt vom Schicksal der Protagonistin

Es ist mein drittes Buch der Reihe „Die Bernsteininsel“. Und ich muss sagen, das war gut so. Die ersten beiden Bände haben mir ja sehr gut gefallen. Bei „Wem das Meer im Herzen bleibt“ bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite haben wir eine nette Liebesgeschichte, die sich schön langsam anbahnt. Wobei Markus schon ein Sonderexemplar darstellt, so verständnisvoll und attraktiv wie er ist. Dagegen ist Miriam beinahe etwas blass. Sie bekommt Kontur durch ihre Vergangenheit und ihren Umgang damit. Nora Amelie beschreibt gerade ihr Wesen, ihren Umgang, ihr Verhalten sehr ausgedehnt. Verständlich, nachvollziehbar, mitfühlend, berührend, auch mitleidend, all das kann ich beim Lesen empfinden. Leider ging mir dadurch die sich entwickelnde Liebesgeschichte etwas verloren. Miriam kann erst durch Markus ihre Vergangenheit ein Stück weit hinter sich lassen. Trotzdem wurde mir die Vergangenheit etwas zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Das war bei den vorigen Bänden nicht der Fall, so zumindest mein Gefühl. Als Roman mit Schicksalsbewältigung ist das Buch auf jeden Fall interessant, als Liebesroman für mich nur bedingt.

Wem das Meer im Herzen bleibt: Liebesroman (Die Bernsteininsel)
Wem das Meer im Herzen bleibt: Liebesroman (Die Bernsteininsel)von Nora Amelie