Haus Ashford hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Die Idee mit der parallelen Welt bzw. den fantastischen Elementen im urbanen Setting fand ich spannend und mal etwas anderes. An manchen Stellen war mir die Geschichte zwar etwas zu langatmig, aber das hat meinen Gesamteindruck nicht stark getrübt. Besonders der Kater Hobbs ist mir total ans Herz gewachsen und war für mich ein echtes Highlight. Trotz kleiner Längen ein schönes Urban-Fantasy-Buch, das ich gern gelesen habe.
Mal wieder etwas ganz Neues im Fantasybereich.
Es hat ein bisschen gedauert, bisxdie Geschichte so richtig in Gang gekommen ist und mir persönlich wurde zu detailliert auf die "technischen" Aspekte eingegangen. Aber das ist natürlich subjektiv.
Ansonsten hat dieser Reihenauftakt durchaus Potential, ist aber wohl nichts für mich.
Stephen Oakwood ist Archivbuchhalter. Ein Aktenschubser. Er ist unzufrieden mit seinem Job und vor allem mit sich selbst. Seine Kumpels studieren, sind in Ausbildung, haben feste Leben. Und Stephen? Er sitzt in seinem Archiv.
Genauso trist, wie es sich anhört, startet auch diese Geschichte. Seitenweise Selbstzweifel und mangelndes Selbstwertgefühl, was wir uns hier antun müssen. Auch mit der Drucraft will es nicht so klappen. Drucraft? Was ist das?
Das ist die Art der Magie, die sich Jacka für diese neue Reihe ausgedacht hat. Extrem komplex, verwirrend und alles andere verständlich. Wenn man sich in "Sigl" und "Quellen" etwas eingelesen hat, auch mit Hilfe des Glossars am Ende, geht es.
Wer sich auf ein schönes Fantasy-Worldbuilding freut, dürfte ebenfalls enttäuscht werden. Wir befinden uns ganz einfach in einem englischen Dorf ohne irgendwelchen magischen oder fantastischen Bezug.
Auch wenn dies laut Autor eine "Einführung in eine mindestens 10 Jahre andauernde Reihe" sein soll, hätte ich mir wenigstens etwas Spannung auf den ersten 300 Seiten gewünscht. Ich suche sie noch. Zum Schluss hin zog es dann doch mal etwas an, das Ende war für mich nicht überraschend, aber ok, mit einem Mini-Cliffhanger.
Dem zweiten Teil werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben. Denn wenn wir ein wissen: Jacka kann das besser!
Wenn die Verwandtschaft dreimal klingelt...
Stephen Oakwood hat ein natürliches Talent für Drucraft. Doch die Materialien dafür sind teuer und sie richtig zu benutzen erfordert Erfahrung und Anleitung. Seitdem seine Mutter ihn verlassen und sein Vater spurlos verschwunden ist, schlägt Stephen sich allein durch, denn es gibt keine weiteren Verwandten – glaubt er zumindest, bis seine Cousine Lucella Ashford auftaucht. Plötzlich ist er verstrickt in die Angelegenheiten von Haus Ashford, einer der mächtigsten Drucraft-Familien Englands. Stephen will eigentlich nichts mit seiner adeligen Verwandtschaft zu tun haben, doch die zieht ihn immer tiefer in ihre Intrigen hinein und schreckt auch vor Gewalt und Entführung nicht zurück. Also muss er selbst Macht und Vermögen aufbauen – und seine Fähigkeiten so schnell es geht verbessern.
Nachdem ich schon die Alex Verus Reihe sehr gerne gelesen bzw. gehört habe, war ich neugierig auf die neue Reihe von Benedict Jacka und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.
Das Setting und die grundlegende Handlung sind ähnlich zu dem der Alex Verus Reihe, aber eben unterschiedlich genug, dass es gut funktioniert. Ich mag Stephen, seine Freunde und vor allem seinen Kater Hobbs und spätestens als der Kater selbst Opfer des Hauses Ashford wird, war ich voll investiert (wehe jedem, der einer Katze wehtut!!). Das Magiesystem wird gut erklärt und ist eine interessante Abwechslung zu der "klassischen" Magie.
Wie der Autor selbst in seinem Vorwort sagt, dient dieser Band zur Einleitung und zur Vorstellung des Settings, aber ich fand es trotzdem abwechslungsreich und spannend. Ich bin sehr gespannt, wohin Stephens Reise in der Welt der Drucraft noch geht und freue
mich sehr auf den nächsten Teil, der zum Glück schon im Oktober erscheint.