Für mich der rundeste Band der Reihe. Zumindest, was Tempo und Aufbau angeht. In den ersten beiden Teilen war mein größtes Problem, dass es an Tiefe gefehlt hat und alles viel zu schnell ging. Das ist hier deutlich besser gemacht. Die Tiefe ist zwar immer noch nicht vollständig da, aber sie ist zumindest spürbar. Und da Jeremy und Damian sich schon seit Jahren kennen, fühlt sich die Entwicklung ihrer Beziehung auch nicht überhastet an. Es ist nicht wieder dieses „nach ein paar Tagen sind wir plötzlich zusammen“, sondern etwas, das sich Zeit lässt. Jeremy war für mich von Anfang an der interessanteste Charakter der gesamten Reihe und das blieb auch so. Sympathisch finde ich ihn nach wie vor nicht, aber das muss er auch nicht sein. Er ist komplex, kantig und unbequem, genau das macht ihn spannend. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt nicht so gut gefallen, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Nicht, weil es schlecht geschrieben oder schlecht gemacht wäre, sondern weil es mich einfach nicht wirklich gepackt hat. Ich fand es stellenweise überraschend langweilig. Selbst die Nebenhandlung, die schon im Klappentext angedeutet wird, konnte bei mir keine echte Spannung aufbauen. Und selbst im Finale, als die Geschichte eigentlich ihren Höhepunkt erreicht, blieb dieses Gefühl leider bestehen. Was ich dem Buch allerdings lassen muss: Mit der Auflösung am Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Das war unerwartet und gibt definitiv Pluspunkte.
Schöner Abschluss einer Reihe.
Mit dem Band zu Damian und Jeremy endet für mich eine schöne, kleine Reihe, die ich sehr gerne gelesen habe. Damian, einer der Brüder, die gemeinsam die Bright-Residenz gegründet hatten, und Jeremy kennen sich schon einige Jahre und daher sehr gut. Das machte ihre Beziehung zueinander für mich etwas spannender als die in den letzten Teilen, in denen die Paare zu Anfang relativ fremd füreinander waren. Zu Beginn des Buches taucht Jeremy nach sieben Monaten Abwesenheit wieder auf. Er ist immer öfter einfach abgetaucht, was seinen Freunden - den Bright Brüdern und damit auch Damian - immer wieder Sorge bereitet, da er in seiner Abwesenheit immer wieder seine Grenzen auf verschiedene Art und Weise testet. Als er dann wieder in die Residenz zurück kehrt, kommt er nicht mit der Sorge klar, die ihm seine Freunde entgegen bringen, und versucht all das zu verdrängen - dabei kommt Damian ihm aber Stück für Stück näher. Wie auch schon die anderen beiden hat mir dieser Band sehr gut gefallen. Wie gesagt, fand ich diesmal besonders spannend, dass Jeremy und Damian bereits eine gemeinsame Vergangenheit hatten und daher auf eine besondere Art und Weise miteinander umgegangen sind. Auch wenn ihre Beziehung sich langsam aufbaut, war es sehr schön, dabei zu sein und sie bei ihren kleinen Schritten zu beobachten. Ebenso wie in den vorherigen Bänden gab es auch hier einen gewissen Spannungsfaktor und ich habe mich vom Anfang bis zum Ende gut unterhalten gefühlt.
Damian & Jeremy sind mein lieblings Paar🥲❤️ Absolut schönes Ende, ich hätte gerne noch ein Kapitel gelesen wie es bei allen Paaren 5 Jahre später ausgesehen hätte🫶🏼


