
Mein Fazit: Mich hat diese Story absolut geflasht und es ein Jahreshighlight für mich. Es zeigt auf, was aus Naturkatastrophen werden kann, wie die Menschheit agiert und wie sich ein kleiner Haufen selbsterwählter Familie dadurch kämpft und so viel mehr findet.
e Handlung beginnt direkt und Amelia ist auf dem Weg in ihre alte Heimat, zum Haus ihrer Großmutter, ihres Vaters, wo sie 5 Jahre ihrer Jugend verbracht hat. Ihr Vater ist Wissenschaftler und daher musste sie oft umziehen, doch dort nahe Las Vegas fühlte sie sich bisher am Wohlsten. Geschuldet auch daran, dass dort ihre zwei besten Freunde waren und sie ihre erste Liebe gefunden hat. Kaum das sie zu Hause angekommen ist, erkundet sie erst einmal wieder die alte Gegend. Gar nicht lange und sie trifft dabei auf ihre Nachbarfreunde und befindet sich danach sogleich in einer brenzlichen Situation. Doch auch ihr Vater möchte, dass sie wieder packen und sich in Sicherheit zu ihm begeben soll, es es ist etwas Großen bedrohliches in Anmarsch, im apokalyptischen Ausmaße. Sie sträubt sich leicht, verfällt in Panik und möchte ihre wiedergefundenen Freunde Cole und West mit einpacken und auch Gray, den sie erst kürzlich getroffen hat, nicht mehr missen. Es beginnt ein Wettkampf um die Zeit, ums Überleben und erinnert an so einige große Hollywoodfilme rund um das Thema „Das Ende der Menschheit“. Die große Frage dabei, werden sie es schaffen? Es endet in einem Epilog. Am Ende gibt es einen kleinen Hinweis, der darauf hindeutet, dass diese Geschichte irgendwann einmal weitererzählt werden könnte, was natürlich großartig wäre, aber ich kann auch mit diesem Ende sehr gut leben. Wie auch schon mein letztes Buch der Autorin, hat mich diese Story wieder im Sturm erobert. Es ist abenteuerlich, gefährlich, unvorhersehbar und mit Überraschungseffekte besetzt. Es wird ganz wohl dosiert sexy knisternd, jedoch ist die Vergangenheit vorher zu bewältigen und hat daher das Gefühl von slow burn, auch wenn sich die Hauptstory innerhalb weniger Tage zuträgt. Die Protagonisten sind Anfang zwanzig, fühlten sich in ihrer Art und Gestik aber einfach Älter und Erfahren an. Amelia Rose Christensen (22), bekommt diverse Spitznamen zugeteilt, ist eine selbstständige junge Frau. Geschuldet sicher den vielen Umzügen und dem Beruf des Vaters. Sie hat wenig Freunde, eigentlich immer nur eine bewusste Anzahl, dort wo sie sich gerade aufhält. Sie ist ein Kämpferherz, ihre Gerechtigkeitssinn ist hoch und bevor sie noch einmal allein ist, geht sie lieber mit denen, die sie liebt in die Hölle. Und sie hat viel Liebe zu vergeben, das wird unweigerlich schnell klar und sie redet auch nicht mehr um den heißen Brei herum. Cole Armstrong, West Campbell und Gray Walters sind teilweise als Pflegekinder aufgewachsen. Cole und West eine lange Zeit sogar zusammen und alle drei empfinden sich als wahre Brüder. Heute wohnen sie auch zusammen in einem Haus, auch wenn sich jeder seinen Freiraum nimmt. Amelia hat sie vor 5 Jahre verlassen, das denken sie zumindest. Es gibt einiges zu bereden und die Vergangenheit aufzuarbeiten. Aber die Anziehung ist nach wie vor nicht zu leugnen und auch Gray spürt es sofort. Der Schreibstil ist sehr angenehm, gerade heraus und mit kleinen Rückblicken. In den richtigen Momenten absolut fesselnd gehalten. Durch die Art wie die Charaktere agieren und auch miteinander umgehen, gibt es auch einiges zum schmunzeln, zum mit rätseln und zum dahin erobert werden. Man liest sich sehr gebannt durch die überwiegend gleichbleibenden Kapitellängen. In der Ich-Perspektive wird die Story aus den 4 wechselnden Sichtweisen wiedergegeben, wobei Amelia überwiegend erzählt. Das Buchcover hat etwas von einer Art Sternenhimmel, dabei ist es nur dunkel gehalten und hat Blumen im Hintergrund, aber es gefällt mir. Zu beginn gibt es auch eine Playlist, dessen Lieder sich im Roman wiederfinden.




