Ich sage das nicht oft, aber…
…100 Seiten mehr hätten dem Buch gut getan! Dabei meine ich gar nicht, dass die Hauptfiguren sich so schnell verlieben und zusammenkommen, das lese ich lieber, als wenn sie ewig nicht aus dem Quark kommen und noch 43 saudämliche Missverständnisse haben. Aber ich hätte mir gewünscht, dass sich die Probleme nicht so easy in Wohlgefallen auflösen. So waren mir es zB zu wenige Szenen mit Claude - wir erfahren, wie schlimm es mit ihm ist, aber wir erleben wenig direkte Szenen aus der Küche und die finale Konfrontation ist dann schnell abgefrühstückt und alles ist supi. Alix fand ich einen tollen Charakter, ich hab sie gleich gemocht. Léo fand ich etwas schwieriger, dieses Lonely Wolf-Gehabe und das Gewese um seine Vergangenheit (habe aufgehört zu zählen wie oft er davon faselt, alle schüüüützen zu müssen!), die sich dann AUCH WIEDER total schnell auflöst und zum Guten wendet - hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Autorin hier mehr Zeit und Seiten investiert. Ich wette, das wäre toll geworden, denn schreiben kann sie! Die Beschreibungen der Landschaften und Städte, einfach wow! Ich war noch nie an der Côte d‘Azur, habe ich konnte mir alles so gut und bildlich vorstellen, dass ich das Gefühl bekam, direkt dort zu sein! Wirklich klasse, weswegen das Buch auch trotz aller Kritik 4 Sterne bekommt. Ganz toll fand ich auch, wie selbstverständlich ein nonbinärer Charakter ohne großes Aufhebens in die Riege der Nebencharaktere einreiht - so sollte es sein! Habe es gerne gelesen und freue mich nun auf Chloés Geschichte.





















![„Das hier war Zuhause. Ich hatte meinen Ort gefunden. Und ich hatte meinen Menschen gefunden.
Ich legte den Kopf an [Léos] Schulter und blickte zu ihm auf. Musterte jedes Detail seines vertrauten Gesichts. Die dichten Wimpern, die dunklen Augen und schwarzen Bartstoppeln. Das Lächeln, das seine Mundwinkel umspielte.
Er bemerkte, dass ich ihn beobachtete, und drehte den Kopf zu mir. Ich hob eine Hand an seine Wange, legte all meine Liebe in die nächsten Worte. »Ich habe noch nie etwas so Schönes gesehen.«
»Wirklich noch nie?«, fragte er sanft.
Ich beugte mich zu ihm, um ihn zu küssen, und flüsterte ganz dicht an seinen Lippen. »Noch nie.«🫧](https://social-cdn.read-o.com/images/1761924236015-64.jpg)



































