Sarah wurde aus dem Leben ihres Mannes, Sohn und Eigenheim verbannt und sie hat keinerlei Ahnung warum und wie es dazu kam.
Sie vermutet eine Intrige. Sarah kann sich auch ihre immer wiederkehrenden Blackouts nicht erklären. In ihrer Verzweiflung schließt sie sich einer Gruppe an, die auf Rückführungen via Hypnose spezialisiert ist. Ein gefährlicher Rausch zwischen Vergangenheit und Realität nimmt seinen Anfang.
Der lesenswerte Thriller hat mir sehr gut gefallen besonders die Thematik der Rückführung. Die Autorin hat dies meiner Meinung nach gut beschrieben und die Spannung das gesamte Buch über halten können.
Durch die kurzen Kapitel und die jeweiligen Überschriften war es für mich als Leser gut verständlich in welcher Zeit sich Sarah gerade befindet.
Der Klappentext hat in mir bereits die Neugier entfacht und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Das Buch beschreibt das Leben von Saran, welches sich schlagartig geändert hat und sie weiß nicht warum. Seit einiger Zeit plagen Sarah Erinnerungslücken, denen sie nach und nach auf dem Grund geht.
Das Buch spielt in 2 Zeitebenen: Gegenwart und Vergangenheit (3 Monate) und ist in der Ich-Form geschrieben. Ich bin kein Fan von diesem Stil, da ich viele Charaktere kennengelernt haben, die mich nach frühester Zeit auf die Nerven gingen. Bei Sarah war das anders. Sie war genau richtig dargestellt, nicht zu viel und nicht zu wenig. Auch hat mir die Länge der Geschichte gefallen, es wurde nichts künstlich in die Länge gezogen, wobei mich das Ende enttäuscht hat, da dieses sehr schnell abgehandelt wurde und alle Charaktere viel zu schnell zu "Friede, Freude, Eierkuchen" übergegangen sind. Hier hätte ich mir mehr Erklärungen und mehr Interaktionen gewünscht.
Ob ich das Buch als Thriller einordnen würde, weiß ich nicht. Es hat zwar alles, was dazu gehört: Spannung, ausweglose Situation, Opfer, aber es ist doch nicht der klassische Thriller. Nichtsdestotrotz war es ein Buch, dass ich kaum weglegen konnte.
Als die Rückführungen zum Thema gemacht wurden, musste ich bei der kleinen Gruppe immer wieder an eine Sekte denken und ich habe darauf gewartet, das es sich dahin entwickelt. Die eigenen Gedanken und das, was schließlich im Buch vorkam, hatte sich dann doch stark unterschieden. Ich hatte die ganze Zeit bestimmte Ideen und Gedanken zu dem, was passiert, aber die Autorin hat es immer wieder geschafft, das erwartete nicht eintreten zu lassen und hat so immer gute Wendungen erzeugt.