
Sehr spannender Krimi mit origineller Idee
Handlung [Klappentext] „Ein Mordopfer weist offensichtliche Verletzungen von einem Hammer auf. Genau wie ein Obdachloser ein Jahr zuvor. Julia Durant ist alarmiert: Hat der berüchtigte Frankfurter Hammermörder einen Nachfolger gefunden? Erst ein weiterer Mord bringt die entscheidende Spur: eine Schachfigur. Jeder Tatort passt zu einem Spielfeld, und der Täter ist immer ein Zug voraus. Und ausgerechnet das Polizeipräsidium ist das Feld der schwarzen Dame...“ Fazit Mir hat Schwarze Dame wirklich sehr gut gefallen, weil der Fall für mich von Anfang an etwas Besonderes hatte. In Frankfurt wird zuerst ein Obdachloser mit einem Hammer erschlagen, später folgt eine weitere Tat, die zunächst gar nicht dazu zupassen scheint. Erst nach und nach zeigt sich, dass hinter allem ein Täter steckt, der offenbar nach einem Schachmuster vorgeht. Genau diese Idee mit dem alten Stadtplan und Frankfurt als Schachbrett fand ich richtig originell. Ich persönlich mochte besonders, dass der Fall nicht sofort durchschaubar ist. Für Julia Durant und ihr Team laufen die Ermittlungen zunächst extrem zäh, weil es kaum Zeugen und fast keine brauchbaren Spuren gibt. Gerade dieses Gefühl, dass der Täter ihnen immer einen Schritt voraus ist, hat die Spannung für mich noch größer gemacht. Richtig stark fand ich dann den Moment, in dem klar wird, dass jeder Tatort zu einem Feld auf dem Schachbrett passt – und dass ausgerechnet das Feld der schwarzen Dame das Polizeipräsidium ist. Ab da hatte die Geschichte für mich noch einmal eine ganz andere Wirkung, weil der Fall plötzlich viel bedrohlicher und persönlicher wirkte. Das war für mich der Punkt, an dem das Buch mich wirklich gepackt hat. Was mir außerdem gefallen hat, ist, dass Schwarze Dame nicht einfach nur ein klassischer Serienmörder-Krimi ist. Das Schachmotiv zieht sich sehr interessant durch die Handlung und gibt dem Fall etwas Eigenes, das im Kopf bleibt. Dadurch hebt sich das Buch für mich deutlich von vielen anderen Krimis ab. Für 5 Sterne hat mir am Ende nur ein kleines bisschen gefehlt, weil mich nicht jede Passage gleich stark mitgerissen hat. Trotzdem ist das für mich ein sehr starker Band der Reihe, den ich wirklich gern gelesen habe. Unterm Strich würde ich 4 Sterne geben, und zwar sehr überzeugte. Schwarze Dame ist für mich ein spannender, klug aufgebauter und angenehm origineller Frankfurt-Krimi, der vor allem durch seine Schach-Idee und die dichte Atmosphäre punktet.



















