Teil 3 der Guhlwaldchroniken. Sehnsüchtig erwartet, verschlungen und sofort geliebt. Klappentext, Cover und Titel sind wieder perfekt. Das Cover ist düster und geheimnisvoll und der Titel lässt einen erahnen (wenn man die ersten beiden Bände kennt) um welchen Charakter es diesmal geht. Conor. Endlich. Er hat mehr als eine Geschichte verdient. Der Spinnenkönig ist besiegt, doch Conor hat keinen Grund zur Freude. Verrat überschattet ihn. Ein Vergehen, welches mit dem Tod gestraft wird. Doch er erhält eine letzte Chance und wird von Festus und Famine auf eine Pilgerfahrt geschickt. Das Ziel: seine Erzfeindin Melissa Galgenbaum vom Thron stürzen. Wir wissen bereits, dass der erste Versuch nicht erfolgreich war und was Conor erleiden musste. Dennoch nimmt er diese Chance an und geht mit dem Orkweib Krähe auf die Reise. Er trifft dabei auf alte Liebschaften, neue Verbündete und immer noch angepisste Feinde. Wer dabei genau wer ist, bleibt verborgen, wodurch eine unheimliche Spannung aufgebaut wird. Conor wird dabei zum Dreh- und Angelpunkt und der wohl wichtigste und schwierigste Kampf ist der, den er gegen sich selbst führt. Der Stil ist, wie schon in Band eins und zwei, düster, brutal, grandios. Natürlich ist auch der typisch sarkastische Humor am Start, den wir von Tobias gewohnt sind und den ich wirklich liebe. Band 3 steht seinen Vorgängern in nichts nach. Im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist es der stärkste Teil. Außerdem wird es hier noch brutaler, dunkler und morbider. Ganz nach meinem Geschmack. Wichtig, erst die ersten zwei Teile lesen, sonst fehlen wichtige Zusammenhänge, um diesen Teil verstehen zu können! Auch hier sind starke Nerven Pflicht. Klare Leseempfehlung!!! Und vor allem: Wir brauch dringend mehr davon 😊
Es sind schon einige Jahre ins Land gezogen seit Band 2 und wir erhalten umfassende Informationshäppchen als eine Art Rückblendenersatz. Doch diese vielen Informationen blieben bei mir nicht richtig hängen und ich hatte zeitweise meine Probleme, mit all den Namen nicht durcheinander zu kommen. Was für mich teilweise doch etwas zu analytisch-taktisch wurde - lag der Fokus der Geschichte in diesem Band doch auf dem Kriegsgeschehen und der Rückeroberung der Stadt Morisius - kann natürlich für andere Lesende genau das richtige sein. Es wird recht taktisch, analytisch, sehr kämpferisch, aber auch einfallsreich brutal, obszön, abartig. Hier kommt jeder Liebhaber des Vergießens vom roten Lebenssaft voll auf seine Kosten! Tobi ist wieder sehr einfallsreich, was das Ableben der zahlreichen Opfer im dritten Band der Ghulwald-Chroniken betrifft 😈 Das Buch besteht grob zusammengefasst zu 50% aus Hass, Folter und Gemetzel. Die anderen 50% sind Kriegstaktik, viel Galgenhumor und liebevoll detailliert ausgearbeitete Charaktere. Besonders die Kombination aus Conor und der Orkschamanin Krähe bildete ein wirklich tolles Team, dessen Reise ich gerne begleitet habe. Ich wünsche mir sehr, dass Krähe im nächsten Band ebenfalls viele Auftritte haben wird.
Wo fang ich an ? Conor, ein von Nachtalben geplagter Vampir begibt sich auf eine Reise, die kaum gefährlicher sein könnte. Er trifft auf alte Bekannte, Freund oder Feind ? Wo ist da die Grenze ? 😉 Band 3, der bisher brutalste Band der Reihe und ja, das stimmt. Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, der weiß in etwa was ihn erwarten wird. An dieser Stelle : das mit Hans, nehme ich dir echt übel ^^ Ich finde den Einblick in Conors „Gedanken“ einfach super. Man kann beim Lesen nachvollziehen, wie es ihm ergeht. Die verschiedenen Charaktere sind teilweise zum Schmunzeln, aber nur vom Namen her ^^ Denn die Kreaturen in dieser Reihe sind alles andere als niedlich. Ich liebe die teils bösen, teils fies / lustigen Dialoge. Die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehung zueinander, wie das Verschwimmen zwischen Feind und Freund. Einfach ein geniales Buch 👏🏻
Ein äußerst gelungener dritter Streich!
Ein von Nachtalben befallener Vampir, der ähnlich viel mit sich selbst wie mit seinen Freunden und Feinden ringt. Wobei Freund und Feind in diesem Buch, wie schon in der gesamten Reihe, sehr schwammige und ineinander verlaufende Begriffe sind. Wer dachte, dass sich der morbide und blutige Charakter der ersten beiden Bände nicht toppen lässt, der hat nicht mit dem Autor gerechnet, der in allen Belangen nochmals ordentlich einen drauflegt, ohne dabei die Story im Blut zu ersäufen, sondern ihr damit den würdigen Rahmen verpasst, den sie verdient. Ich bin mit jedem Buch aufs Neue überrascht, aus welchen Untiefen hier Kreaturen, Charaktere und Wesenheiten hervorgekramt und zum Leben erweckt werden. Mein persönliches Highlight sind die Friedhofszwerge. Klingen irgendwie niedlich, sind sie aber irgendwie gar nicht. Ich habe den Exkurs an der Seite von Conor, dem am Rande des Wahnsinns fischenden Vampirs, wahrlich genossen und kann das Buch, wie auch die Vorgänger, nur wärmstens empfehlen.



