Romantasy ganz ohne Charme
Es wird die Geschichte von Thalia erzählt, die sich in ein Turnier einschleicht, um als Drachenreiterin ausgewählt zu werden, und dabei die Hilfe und Identität ihrer Freundin beansprucht. Gleichzeitig wird Marius, der als High Captain der Drachenreiter für die Auswahl der Rekruten verantwortlich ist und in einer lieblosen Verlobung gefangen ist, in die Handlung involviert. Obwohl die Geschichte charakterorientiert ist, blieben die Charaktere für mich bis zum Ende des Buches merkwürdig distanziert. Ihre Motivationen waren nicht immer nachvollziehbar und wirkte eher unausgereift. Die Liebesgeschichte war ziemlich schnell erzählt und hat mich nicht überzeugt. Gut fand ich dagegen, die Darstellung der Drachen. Die Drachen verhielten sich wie ein normale Tiere - eine bisschen wie ein Mischung aus Hund und Pferd - was einfach Mal etwas anderes war. Der Schreibstil hat mir gar nicht gefallen und war einfach nicht stringent. Die Szenen wurden nicht immer ausreichend detailliert ausgearbeitet, was dazu führte, dass man manchmal nicht einmal wusste, wo sich die Charaktere gerade befinden. Das hatte auch negative Auswirkungen auf das Worldbuilding insgesamt, da die Welt und die Umgebung nicht genügend erkundet wurde. Einige Dialoge waren unnatürlich formuliert. Es störte mich auch, dass Charaktere gelegentlich, anstatt mit ihrem Namen, als "female" oder "male" bezeichnet wurden. Insgesamt daher leider nur 2 Sterne.
