
Insgesamt hat mich „The Witcher: Ronin“ gut unterhalten. Wer Geralt mal in einem anderen Setting erleben will und sich für Manga-Stil begeistern kann, sollte reinschauen! 😊
Ich habe „The Witcher: Ronin“ auf Polnisch, meiner Muttersprache, gelesen und war sofort fasziniert davon, wie Geralt in die Rolle eines Ronin im feudalen Japan versetzt wird. Die Idee, den Hexer in eine Manga-Welt zu bringen, funktioniert erstaunlich gut. Die Zeichnungen sind eher schlicht und in Grautönen gehalten, was eine ganz eigene, düstere Atmosphäre schafft. Besonders gefallen hat mir, dass die Panels oft groß sind und viele Actionszenen ohne Worte auskommen – das macht die Kämpfe sehr dynamisch, auch wenn dadurch manchmal die Story etwas zu kurz kommt. Die Handlung ist typisch für „The Witcher“: Geralt sucht nach Ciri und muss dabei viele Monster besiegen. Es fühlt sich an wie eine klassische Quest – Hinweise bekommt er nur, wenn er anderen hilft und Monster erledigt. Das ist nicht neu, aber genau das, was ich an der Reihe mag. Schön finde ich, dass auch hier wieder gezeigt wird, dass die wahren Monster oft die Menschen sind und nicht die Bestien selbst. Was mir etwas gefehlt hat, ist die Charakterentwicklung – Geralt bleibt eher der stoische Held, wie man ihn kennt. Trotzdem wirkt er in dieser Version als Ronin etwas runder und sympathischer, was mir gut gefallen hat. Am Ende gibt es noch ein Bestiarium, das die Monster aus dem Comic mit realer Folklore vergleicht – ein nettes Extra für Fans.
