Ein wirklich sehr gelungener Auftakt mit vielem was das Fantasyherz begehrt.
„Wie viele schlimme Erinnerungen kann ein Mensch ertragen, bevor er daran zerbricht?“ Yola hat ihr langweiliges und isoliertes Leben im Nordwald satt und will etwas erleben. Was bietet sich da besseres an als der Besuch der Königin in der Stadt. Sie überredet ihren besten und einzigen Freund Arodon sie zu begleiten. Doch statt gemütlich durch die Stadt zu schlendern und der Königin zu laschen, stolpern die beiden in eine Hinrichtung und einen Kampf. Hierbei treffen sie auf den Fürstensohn Zeph, der ihr Leben wie sie es bisher kannten ganz schön verändern wird. Ob jedoch zum positiven oder negativen wird sich noch zeigen. Als erstes muss ich sagen, dass Lara Eliasch sehr viel richtig gemacht hat. Das Cover ist wunderschön, das Buch hat eine Playlist und es gibt eine Karte von Milean (auch wenn mir die aus Band etwas besser gefällt), es tauchen Drachen auf und eine verlorene Erbin. Was will man als Fantasy-Liebhaber mehr. Die ersten hundert Seiten fand ich leider sehr schwach. Die Spannung am Anfang wirkt sehr erzwungen, während die Kapitel danach eher langweilig sind. Aber ab da nimmt es richtig Fahrt auf und lässt einen nicht mehr los. Ich bin eine langsame Leserin, die leider auch nicht viel Zeit zum lesen hat, aber ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Bisher mag ich Zeph gar nicht. Ich finde er ist verzogen, egoistisch, arrogant und übernimmt keinerlei Verantwortung für seine Entscheiden. Auch Yola finde ich stellenweise nervig, da sie das Konzept von Eigenverantwortlichkeit nicht versteht. Dies ist wahrscheinlich ihren recht jungen Alter und ihrer seeeehr behüteten Kindheit geschuldet. Ich erhoff Emir jedoch im weiteren Verlauf ihrer Geschichte eine Entwicklung, denn ich sehe viel Potenzial in ihr. Alles im Allem ein gelungener Auftakt der Buchreihe und ich freue mich auf die weiteren Teile.








