
Familie kann man sich nicht aussuchen...oder?
Dass ich dann knapp nach der Sommersonnenwende ein Weihnachtsbuch lesen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber Weihnachtsbücher kann man immer lesen, besonders wenn sie so zuckersüß sind, wie das Exemplar von Lotti Harlow. Lily ist vor Jahren aus ihrer Heimatstadt an der Cornwall'schen Küste nach London geflohen, um dort zu studieren und ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Leider klappt das nicht besonders gut, denn nach einem schief gelaufenen Event hagelt es miese Kommentare und Bewertungen. Um dem entgegenzuwirken müsste Lily Werbung schalten, für die ihr, dank ausbleibender Aufträge das Geld fehlt. Also will sie das Vorweihnachtsevent ihrer Mutter nutzen, um diese um Unterstützung zu bitten. Doch ihre Mutter, der sie nie etwas recht machen konnte, knüpft eine Bedingung daran: Lily soll das Weihnachtsfest der Familie planen und stellt ihr fast unmögliche Aufgaben. Mit wachsender Verzweiflung macht Lily sich an ihre Herausforderung. Allerdings war nicht geplant, dass sie ihrem Ex wieder über den Weg läuft. Und erst recht wollte sie sich nicht wieder in ihn verlieben. Doch reicht das alles aus, um Lilys Firma zu retten? Und wird sie diesmal bei Noah bleiben? Die ersten paar Seiten war es merkwürdig, von Kälte zu lesen, während um einen herum die Sommerglut herrscht. Aber auch irgendwie erfrischend, denn so konnte ich mich zumindest gedanklich ein wenig abkühlen zwischendurch. Lotti Harlows Roman war zuckersüß, einfach zu lesen und hatte ein paar unvorhergesehene Handlungs- und Spannungsbögen. Ein typischer Second-Chances-Roman.
