Ein verstrickter Kriminalfall um drei Morde — zur Abwechslung mal mit Einblick in die staatsanwaltliche Arbeit
Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit: Während eines Skiurlaubs werden Hannah und Leonard im Keller ihres Hotels eingesperrt, als Schneemassen ins Rutschen geraten und das Hotel zerstören. Nach ihrer Rettung geht alles so schnell, dass sie sich jahrelang aus den Augen verlieren. 20 Jahre später treffen Staatsanwältin Hannah und Psychologe Leonard wieder aufeinander. Es geht um einen noch nicht anschließend geklärten Mordfall, bei dem der Ehemann als mutmaßlicher Mörder seiner Frau gilt. Dieser war wiederum bei Leonard in Behandlung. Als ein alter zweiter Mordfall mit ähnlichem Vorgehen auftaucht, bei dem Leonard ebenfalls behandelnder Psychologe des mutmaßlichen Täters war, gerät dieser selbst unter Verdacht. Währenddessen funkt es zwischen Hannah und Leonard ganz gewaltig, sehr zum Missfallen von Hannahs Kollege Tom, der als Hauptkommissar an den Mordfällen arbeitet. Doch dann wird Leonards Frau ebenfalls nach Muster der ersten beiden Fälle ermordet. Ist Leonard der Täter, einer seiner Patienten oder doch jemand ganz anderes? Suzanna Winter entspinnt in ihrem Kriminalroman eine verzwickte Geschichte rund um Verbundenheit, Liebe, Täuschung, Manipulation und Schicksale. Sie zeigt dabei zur Abwechslung einmal die Arbeit der Staatsanwaltschaft in einem Mordfall und wie schnell persönliche Beziehung diese verkomplizieren. Definitiv lesenswert, auch wenn die Spannung nicht immer ganz so aufrecht erhalten wird, wie ich es mir gewünscht hätte.
