Ein netter, kurzer Auftakt mit Potenzial, das leider nicht ganz ausgeschöpft wird. Für zwischendurch okay, aber ob ich die weiteren Bände lese, weiß ich aktuell noch nicht – dafür hat mich der erste Teil nicht genug gepackt.
Der Einstieg in die Reihe ist angenehm leicht: Der Schreibstil ist einfach, klar und gut verständlich. Man kommt schnell voran, ohne sich groß anstrengen zu müssen , perfekt für zwischendurch. Im Mittelpunkt steht Adrian, ein Puma-Gestaltwandler, und eine Hexe, die eigentlich keine Beziehung miteinander eingehen dürften. Dieses Grundgerüst hat mir wirklich gut gefallen. Verbotene Gefühle, übernatürliche Elemente und das typische „Gefährten“-Thema bringen eigentlich alles mit, was Spannung verspricht. Allerdings merkt man der Geschichte ihre Kürze deutlich an. Auf gerade einmal 214 Seiten wirkt vieles stark gerafft. Die Entwicklung der Beziehung geht extrem schnell, es passiert alles innerhalb von ein bis zwei Tagen. Gerade der Wandel der Protagonistin von Unsicherheit zu absoluter Überzeugung kommt sehr plötzlich und wirkt dadurch wenig glaubwürdig. Auch die Spannung ist eher kurzlebig: Es gibt ein paar Zwischenfälle, die kurz für Aufregung sorgen, aber kaum aufgebaut, sind sie auch schon wieder vorbei. Dadurch fehlt ein bisschen die Tiefe, die die Geschichte eigentlich gebraucht hätte, um wirklich mitzureißen. Am Ende bleibt es eine kleine, süße Geschichte, die man gut mal eben weglesen kann, zum Beispiel im Wartezimmer oder an einem ruhigen Nachmittag. Aber sie hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.


